Pilze sammeln mit Kindern: Schau mit unter den Hut!

Pilze sammeln ist für die Kinder ein Abenteuer. Zum einen wissen die Outdoor Kids, dass es auch giftige Pilze gibt und die Schwammerl wachsen (von den zwischen den Zehen abgesehen) nicht im Wohnzimmer. Zum Pilze sammeln müsst Ihr raus mit den Kindern in den Wald oder den Park. Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Pilze sammeln achten solltet.

„Pilze sammeln hat klare Regeln!“ erklärt uns Heinz der Jäger und fährt fort „Die wichtigste Regel beim Pilze sammeln: Sage niemanden deine Fundplätze weiter!“ Wir sind im Wald unterwegs und was wir im Korb haben ist mickrig. „Na ja, den Ziegenbart verkocht es Euch in der Suppe!“ beraubt uns Heinz jeder Illusion. Wir sind dem Jäger zufällig auf einer Lichtung begegnet. Als alter Waidmann erzählte uns er ein paar grundlegende Dinge über das Pilze sammeln. Die erste Regel leuchtete uns ein. Mittlerweile haben manche Eltern beim Pilze sammeln sogar ein GPS Geräte dabei um so ihre Fundstellen wieder zu finden. Doch wie lautet die erste Regel beim Pilze sammeln: Sage niemanden weiter, wo Du Schwammerl gefunden hast. Ganz lecker: Spätzle und Steinpilze!

Pilze sammeln ist völlig ungefährlich, wenn man die Schwammerl kennt. Wie hier den Ziegenbart. Foto (c) Kinderoutdoor.de

Pilze sammeln ist völlig ungefährlich, wenn man die Schwammerl kennt. Wie hier den Ziegenbart.
Foto (c) Kinderoutdoor.de

Regel Nummer zwei beim Pilze sammeln: Nimm nur mit, was Du sicher kennst

Wir stehen ratlos vor einem Pilz. Ist er ein Perlpilz oder ein Pantherpilz. Dieser ist hochgiftig. Nun untersuchen wir den Pilz genauer. Das Fleisch von diesem Schwammerl rötet sich. Das spricht für den Perlpilz. Der Hutrand ist nicht gerieft, ebenso die Manschette am Stiel. Auch riecht der Pilz nicht besonders. „Wir haben einen Perlpilz!“ freuen sich die Kinder. Rein damit in den Korb. Nun haben meine kleinen Begleiter Freude am Plize sammeln. Bei den Schwammerln gibt es immer wieder unangenehme Doppelgänger. Prominent ist der Steinpilz. „Aufpassen! Der hat mit dem Bitterling einen fiesen Doppelgänger!“ warnt uns der Jäger. Ich schneide den Pilz ab und verziehe das Gesicht. Eine Niete. Der Bitterling ist zwar nicht giftig, aber er kann einen ganzen Topf mit leckeren Pilzen verderben. Alles schmeckt nur noch bitter. Um sich vor solchen Überraschungen beim Pilze sammeln zu schützen gilt die Regel: Nimm nur mit, was Du sicher kennst. Ein Pilzbestimmungsbuch oder eine App helfen auch, beim Pilze sammeln keine giftigen Schwammerl einzusammeln.

Ein leckerer Parasol oder Riesenschirmling. Mit so einem Kaliber macht das Pilze sammeln Spaß! Foto (c) Kinderoutdoor.de

Ein leckerer Parasol oder Riesenschirmling. Mit so einem Kaliber macht das Pilze sammeln Spaß!
Foto (c) Kinderoutdoor.de

Regel Nummer drei beim Pilze sammeln: Mit dem Messer geht es besser!

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber was besser ist beim Pilze sammeln: Die Schwammerl herausdrehen oder mit dem Taschenmesser abschneiden? „Ganz klar: Abschneiden! Im Boden befindet sich das Myzel und wird beschädigt!“ sagt Heinz der Jäger. Die Kinder fragen nach „Myzel was?“ und der Waidmann erklärt, damit ist das Pilzgeflecht gemeint. Es befindet sich im Waldboden „Drehst Du den Pilz heraus, kannst Du damit das Myzel teilweise beschädigen“.

Geschnitten nicht gedreht. Beim Pilze sammeln achtet bitte auf die Natur.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Geschnitten nicht gedreht. Beim Pilze sammeln achtet bitte auf die Natur.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Regel Nummer drei beim Pilze sammeln: Nur so viel wie Du brauchst

In Südtirol habe ich im Spätsommer einen Hang im Bergwald gesehen, der sah aus wie durchgepflügt. Italienische Pilzesammler, hatten dort den Wald nach Schwammerl abgesucht. Organisiert durchforsten sie die Wälder. Ein lukratives Geschäft, denn auf den Märkten der italienischen Großstädte erzielen frische Steinpilze einen Kilopreis von teilweise über 40 Euro! Auch die Pilze gehören zum Ökosystem Wald und deshalb nehmt beim Pilze sammeln nur so viel mit, wie Ihr wirklich benötigt. Zum Beispiel um Spaghetti Funghi zu kochen.

Kommt nicht in die Tüte: Pilze lieben Körbe oder Stofftaschen.  foto (c) Kinderoutdoor.de

Kommt nicht in die Tüte: Pilze lieben Körbe oder Stofftaschen.
foto (c) Kinderoutdoor.de

Regel Nummer vier beim Pilze sammeln: Kommt gar nicht in die Tüte!

Ein Korb oder eine Stofftasche sind ideal zum Pilze sammeln. Eine Plastiktüte hingegen schafft es sogar, delikatte Schwammerl wie den Steinpilz ungeniessbar zu machen. Die Pilze sind nach längerer Zeit in der Tüte matschig. Schade um die Zeit beim Pilze sammeln. Denn wie sagte schon unser Experte Heinz: „Pilze sammeln hat klare Regeln!

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email