Zelte: Fünf hartnäckige Irrtümer!

Zelte gehören zu Outdoorern dazu, wie die bunten Eier zu Ostern. Noch halten sich hartnäckig Binsenweisheiten über Zelte. Wer sich an diese hält, verkürzt erfolfreich die Lebensdauer der Zelte und erlebt garantiert einige unangenehme Dinge bei seinen Outdoor Abenteuern. Hier kommen unsere Top Five der Irrtümer über Zelte.

Zelte macht die  UV Strahlung nichts aus

Autsch! Egal ob die Außenhaut der Zelte PU beschichtet oder silikonisiert ist, das pralle Sonnenlicht setzt dem Material zu. Wenn die Zelte trocken sind packt sie ein und lasst sie so wenig wie möglich direkt in der Sonne stehen, denn die UV Strahlen schädigen das Außenmaterial.

Zelte brauchen auch Pflege!
Foto (c) Kinderoutdoor.de

Irrtum 2: Ein Zelt kann man auch im nassen Zusstand einpacken

Neben den agressiven UV Strahlen killt auch die Staunässe erfolgreich die Zelte. Es gibt Situationen, da bleibt einem nichts anderes übrig, als das Zelt nass einzupacken. Doch anschließen muss man es intensiv trocknen lassen. Denn der Schimmelpilz, den manche Leute im Käse ganz toll finden, und die sogenannte Hydrolyse zerstören Zelte. Vor allem die Hydrolyse ist ein schleichender und schwer aufzuhaltender Vorgang. Die Folgen einer solchen unvorsichtigen Behandlung sind verschimmelte und unbrauchbare Zelte.

Irrtum 3: Zelte muss man nicht Pflegen

Leider sind Zelte für die Waschmaschine ungeeignet. Deshalb müsst Ihr die Zelte zuhause regelmäßig reinigen, dann habt Ihr lange Freude daran. Zuerst die Zelte an einem dunklen Ort trocknen. Am Dachboden kann das Sonnenlicht mit seinen UV Strahlen dem Außenmaterial der Zelte schaden. Anschließend baut Ihr die Zelte komplett auf und wartet ab, bis sie 100% trocken sind. Nun entfernt Ihr den Schmutz vom Boden der Zelte und bessert Schäden aus. Ein weiterer Tipp von Jörg Schulze von Wechsel Tents:“Wer beispielsweise am Meer gezeltet hat, reinigt das Alugestänge mit Süßwasser um die Salzablagerungen zu beseitigen. Das Zelt nicht in einem zu engen Packsack lagern.“

Irrtum 4: Hochwertige Zelte erkennt man an ihrer hohen Wassersäule

Dazu Jörg Schulze von Wechsel Tents: „Die Angabe der Wassersäule sagt wenig über die Qualität von einem Zelt aus. Hier gilt es zu unterscheidenwelche Beschichtung das Überdach hat. PU oder ist es mit Silikon beschichtet. Wegen der Alterung des PU muss hier mit höherer Wassersäule gearbeitet werden als beim Silikon.“

Jörg Schulze, Brand Manager von Wechsel Tents empfiehlt Vorüberlegungen anzustellen, bevor Outdoorer ein Zelt kaufen. Sie sollten sich fragen: Wo fahre ich mit dem Zelt hin und wie oft nutze ich es?
Foto: (c) Wechsel Tents

Irrtum 5: Im Zelt kann man auch kochen

Wer auf Action steht, der sollte das unbedingt tun. Durch Funkenflug können Zelte zu brennen beginnen. Auf jeden Fall verursachen winzige Funken große Schäden am Innen- und Außenzelt. Wer in Chemie aufgepasst hat, ist hier auch im Vorteil. Beim Betrieb von einem Gaskocher entsteht Kohlenmonoxid. Dieses Gas hat eine hinterhältige Eigenschaft: Es ist geruchslos und man kann daran ersticken. Denn Kohlenmonoxid verdrängt im Blut den Sauerstoff. Baut Zelte mit einem entsprechenden Abstand zu offenen Lagerfeuern auf, denn auch hier verursacht der Funkenflug schwere Schäden.

 

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