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Packliste und Vorbereitung für Kinderfreizeiten: Was outdoor tauglich ist und was oft vergessen wird

Wenn Ausstattung und Organisation zusammen passen, gelingt eine Kinderfreizeit. Zu viel Gepäck ist lästig, zu wenig wird im Campalltag bald zum Problem. Wer sich im Vorfeld ein paar Gedanken macht, spart sich viel Stress beim Packen und sorgt dafür, dass das Kind draußen bei Sonne, Regen und kühlen Abenden flexibel bleibt.

Reiseform klären, dann packen

Bevor die Frage „dabei sein soll“ beantwortet wird, muss zunächst geklärt werden, wie der praktische Rahmen aussieht: Wird im Haus geschlafen, im Zelt, in der Hütte? Wo gibt es Waschgelegenheiten? Gibt es feste Tagesausflüge? Diese Fragen führen dann dazu, dass ein großer Rucksack gebraucht wird oder ein Koffer genügt, dass Hüttenschlafsack und Matschkleidung sinnvoll sind.
Die Betreuung vor Ort kann auch entscheidend sein. Bei organisierten Angeboten mit festem Programm, Gruppenstunden und Materiallisten kann es sinnvoll sein, sich nach den Vorgaben des Veranstalters zu richten. Je klarer Struktur und Ablauf, desto besser läßt sich packen, denn auch eine Kinderreise ohne Eltern ist aufregend genug.

Eine Packliste zum Zelten mit Kindern und Eure Chancen erhöhen sich, immer alles dabei zu haben.

foto (c) kinderoutdoor.de

Kleidung: Draußen bewährt sich das Zwiebelprinzip. Ein atmungsaktives Oberteil, ein wärmendes Zwischenteil, eine wetterfeste Außenlage. Dazu feste Hosen, die auch mal über einen Stein rutschen dürfen. Für viele Camps sind zwei Paar feste Schuhe sinnvoll, ein Paar für Wald und Wiese und ein Paar als Wechsel, falls das erste nass geworden ist. Dazu Socken in ausreichender Zahl, denn feuchte Socken sind schnell Blasenmacher.

Outdoor Basics: Eine Trinkflasche, eine Kopfbedeckung, Sonnenschutz, Regenjacke und eine kleine Stirnlampe oder Taschenlampe decken alles ab. Ein kompakter Tagesrucksack erweist sich oft als praktischer als ein großer, da er bei Ausflügen weniger lästig ist. Ein Sitzkissen oder ein dünnes Handtuch können einen spürbaren Unterschied machen, wenn man viel Zeit im Freien verbringt.

Kleinigkeiten: Dazu zählen Wäschebeutel, ein Beutel für nasse Kleidung, ein kleiner Müllbeutel, Ersatzbatterien und ein paar Pflaster in passender Größe. Ohrstöpsel können ebenfalls hilfreich sein, besonders wenn mehrere Kinder in einem Raum übernachten. Nicht jedes Kind benötigt sie, aber sie sind leicht und können den Druck in ungewohnten Nächten mindern.

Packliste für eine Hüttentour mit Kindern. Was gehört alles in den Rucksack und was nicht?

Foto (c) kinderoutdoor.de

Dokumente, Gesundheit und Kommunikation

Die meisten Probleme gibt es weniger im Wald, sondern schon am Anreisetag. Darum ist es nützlich, für wichtige Unterlagen eine separate Mappe vorzubereiten: Kopien von Ausweis, Krankenversicherungskarte oder deren Kopie, Kontaktdaten und Einverständniserklärungen, wenn notwendig, sowie Informationen zu Allergien. Arzneimittel klare Kennzeichnung geben, damit es keine Missverständnisse gibt und der Übergang gelingt.
Auch für die Kommunikation sollte man sich etwas überlegen. Manchen Kindern tun am Anfang kurze Rückmeldungen gut, andere geraten durch häufige Anrufe in Stress. Ein einfacher Plan kann helfen: wann telefonieren wir, reicht eine Nachricht, und wer ist überhaupt mal erreichbar? Das klingt banal, vermindert aber das Heimweh, weil die Erwartungen klar sind.

Mentale Vorbereitung

Outdoor-fähig zu sein, betrifft nicht nur die Ausrüstung, sondern auch gewohnte Abläufe. Vor der Abreise können zwei kleine Tests nützlich sein: das Kind einmal den Rucksack mit einer Packanleitung selbst packen lassen und dann ein paar Schritte mit dem vollgepackten Rucksack gehen lassen, denn so merkt das Kind, ob etwas drückt und ob das Gewicht noch okay ist.
Eine klare Vereinbarung über ein persönliches Lieblingsobjekt, Kuscheltier oder kleines Foto, ist auch nicht schlecht. Ein geliebter Gegenstand kann heimischen Trost bieten, ohne dass der Koffer mit Spielzeug vollgestopft werden muss.

Packliste und Vorbereitung für Kinderfreizeiten: Was outdoor tauglich ist und was oft vergessen wird

foto (c) kinderoutdoor.de