Island lässt sich gut mit dem Dachzelt erkunden. Einerseits bleiben Familien flexibel, ohne auf nassem oder unebenem Boden schlafen zu müssen, andererseits genießen sie Schutz vor Regen, Schnee und Wind. Doch wie immer kommt es auch hier auf die richtige Planung an. Gerade dann, wenn Kinder dabei sind.
Warum Island ein Dachzelt-Ziel ist – und wo die Grenzen liegen
Landschaftlich hat Island eine Menge zu bieten, aber die Straßenverhältnisse sind sehr anspruchsvoll. Die sogenannten F-Straßen, die häufig zu spektakulären Naturwundern wie dem Rhyolith-Gebirge führen, dürfen sogar nur von 4×4‑Fahrzeugen befahren werden. Hinzu kommt, dass es in abgelegenen Regionen oftmals keine Unterkünfte gibt. Ein Dachzelt ist daher fast schon Pflicht. Trotzdem müssen sich Familien der Grenzen bewusst sein. Extreme Wetterumschwünge setzen eine gute Vorbereitung voraus.

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Eigenes Dachzelt mitnehmen oder vor Ort mieten?
Bei der Frage nach dem eigenen Dachzelt oder einem Mietmodell geht es vor allem um Komfort und Kosten. Reisende sollten ihre Optionen gut abwägen. Ein eigenes Dachzelt ist schließlich nicht automatisch günstiger.
Verschiffung und Fähre: was der Transport wirklich kostet
Wer mit dem eigenen Dachzelt nach Island reist, hat dieses meist auf seinem Fahrzeug montiert und möchte auch direkt die Mietkosten sparen. In diesem Fall bietet sich die Fähre von Hirtshals nach Seyðisfjörður an. Die ungefähren Kosten in der Hochsaison für zwei Personen mit Auto und Kabine belaufen sich auf rund 1.800 bis 2.500 Euro (Hin- und Rückfahrt). Die genauen Kosten hängen von der Fahrzeuggröße, der Personenanzahl und der Reisezeit ab.
Vor Ort mieten: was im Paket steckt und was nicht
Aufgrund der hohen Kosten für die Fähre lohnt sich die Mitnahme eines eigenen Dachzelts ausschließlich bei langen Reisen von mehreren Wochen. Für die meisten Reisenden ist eine Miete wesentlich sinnvoller. Was ein Mietfahrzeug mit Dachzelt in Island umfasst, hängt von dem jeweiligen Modell ab. Einige Modelle bieten Bettwäsche, Heizung und weitere Features.

Hartschale oder Softshell: was im isländischen Wind funktioniert
Professionelle Vergleiche wie der zwischen dem Thule Widesky und Dometic Front Runner Feather‑Lite II zeigen, dass sowohl Hart- als auch Softshell-Dachzelte im isländischen Wind funktionieren können. Zwar sind Hartschalenmodelle oft stabiler und windresistenter, aber dafür punkten Softshells mit einem geringen Gewicht und mehr Flexibilität.
Schlafen mit Kindern im Dachzelt
Für Kinder ist das Übernachten im Dachzelt ein echtes Abenteuer. Allerdings müssen Eltern einige Dinge berücksichtigen, damit die Nacht bequem, sicher und stressfrei verläuft.
Temperatur und Schlafsystem: Schichten statt dickerer Schlafsack
Ein dickerer Schlafsack mag vielleicht wärmer wirken, aber angepasste Kleidungsschichten sind in der Praxis oft die bessere Lösung, da sie Feuchtigkeit besser managen und sich flexibel an wechselnde Temperaturen anpassen lassen. Zudem braucht es eine gut isolierte Unterlage und trockene Wechselkleidung, damit die Kinder nachts nicht auskühlen. Es muss also nicht immer der dickste Schlafsack sein: Das Zusammenspiel ist entscheidend.

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Mitternachtssonne: Verdunkelung und Schlafrhythmus
Da die Mitternachtssonne in Island (von Mitte Mai bis Mitte August) die Nacht zum Tag werden lässt, brauchen Dachzelte eine gute Verdunkelung. Zur Not helfen Schlafmasken, damit Kinder zur gewohnten Schlafenszeit zur Ruhe kommen.
Die Leiter-Frage: ab welchem Alter es funktioniert
Es gibt kein fixes Alter für das Schlafen im Dachzelt, da es neben dem Alter auf die Motorik und das jeweilige Dachzelt ankommt. Obwohl die meisten Kinder ab 6 Jahren selbstständig die Leiter nutzen können, kommt es immer auf den individuellen Fall an.
Wo darf man in Island übernachten?
Wildcampen mit Dachzelt ist in Island überall streng verboten. Für einfache Bodenzelte gibt es Ausnahmen, aber auch diese sind streng reglementiert. Am besten ist es, immer auf einem offiziellen Campingplatz zu übernachten – davon gibt es auf der ganzen Insel reichlich. Für Erwachsene kostet eine Übernachtung zwischen 10 und 20 Euro. Für Kinder ist sie meistens kostenlos.
Packliste für die Familie
Jede Familie muss selbst entscheiden, was sie mit in den Island-Urlaub nimmt. Folgende Dinge sind jedoch unverzichtbar:
- Abspannleinen
- Badeschlappen
- Heringe
- Badesachen
- Handtücher
- Stirnlampen
- Schlafmasken
- Trockene Wechselkleidung
- Warme Unterwäsche
- Wasserdichte Kleidung
All das kommt nicht nur dem Komfort zugute, sondern sorgt auch für ein sicheres Erlebnis
Fazit: für wen sich das Dachzelt in Island lohnt
Im Grunde ist ein Dachzelt wie das Hartschalendachzelt Thule Widesky für die meisten Island-Urlauber geeignet, da es ermöglicht, die raue Natur gut geschützt und hautnah zu erleben. Solche Zelte können bequem vor Ort mit Fahrzeug gebucht werden, was die lange Anreise mit der Fähre erspart. Wer möchte, kann Island auch mit einem guten Bodenzelt erkunden. Allerdings gelten auch hier strenge Regeln beim Campen.

