Trailrunning boomt – und mit jedem Höhenmeter steigen die Anforderungen an die Ausrüstung. Wer sich auf wurzeligen Waldwegen, felsigen Bergpfaden oder langen Ultratrails bewegt, braucht einen Schuh, der mehr kann als gut aussehen. Mit dem KIPRUN Kipclimb Max bringt KIPRUN einen Trailrunningschuh auf den Markt, der genau für diese Herausforderungen entwickelt wurde. Wir haben uns angesehen, was das neue Topmodell kann, wie es sich im Vergleich zu klassischen Einsteiger-Trailrunning-Schuhen schlägt und für wen sich der Kauf wirklich lohnt.
Trailrunning ist mehr als Laufen im Wald
Wer glaubt, Trailrunning sei einfach Joggen auf unbefestigten Wegen, wird spätestens auf einem alpinen Trail eines Besseren belehrt. Lose Steine, matschige Passagen, Wurzeln, Geröllfelder und steile Anstiege verlangen nicht nur Kondition, sondern auch einen Schuh, der jederzeit Sicherheit vermittelt.
Genau hier setzt der neue KIPRUN Kipclimb Max an. Statt möglichst leicht zu sein, steht bei diesem Modell etwas anderes im Mittelpunkt: maximale Kontrolle auf schwierigen Strecken.
Das merkt man bereits beim ersten Anziehen. Der Schuh vermittelt sofort einen stabilen Eindruck, ohne klobig zu wirken. Gerade auf langen Touren sorgt dieses Gefühl für zusätzliches Vertrauen – besonders dann, wenn der Weg eher einem Ziegenpfad als einem Wanderweg ähnelt.

KIPRUN erweitert seine Trail-Familie
Mit dem Kipclimb Max baut KIPRUN seine Trailrunning-Kollektion konsequent aus.
Dabei verfolgt der Hersteller zwei unterschiedliche Konzepte:
Kipsummit – der Allrounder
Die Kipsummit-Serie richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die abwechslungsreiche Trails laufen. Waldwege, Schotterpisten und leicht technische Strecken gehören zum bevorzugten Einsatzgebiet.
Hier stehen Komfort, Dynamik und Vielseitigkeit im Mittelpunkt.
Kipclimb – der Spezialist
Ganz anders präsentiert sich die Kipclimb-Reihe.
Diese Modelle wurden speziell für technisches Gelände entwickelt. Je schwieriger die Strecke wird, desto mehr spielen Stabilität, Grip und Schutz ihre Stärken aus.
Der neue Kipclimb Max bildet dabei die Speerspitze dieser Serie.
Erster Eindruck: Robust statt geschniegelt
Bereits optisch macht der Schuh klar, wohin die Reise geht.
Keine ultradünnen Materialien, keine filigranen Rennschuh-Elemente, sondern eine robuste Konstruktion, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist.
Das Mesh wirkt hochwertig verarbeitet und gleichzeitig angenehm atmungsaktiv.
Besonders positiv fällt die verstärkte Zehenkappe auf.
Wer schon einmal mit voller Geschwindigkeit gegen einen versteckten Stein gelaufen ist, weiß: Jeder Millimeter zusätzlicher Schutz ist Gold wert.
Grip für schwieriges Gelände
Das Herzstück eines Trailrunningschuhs bleibt die Außensohle.
Beim Kipclimb Max setzt KIPRUN auf:
- 5 mm tiefe Stollen
- aggressive Profilgestaltung
- hohe Traktion
- guten Halt auf wechselnden Untergründen
Egal ob Waldboden, Geröll oder nasser Untergrund – die Sohle vermittelt viel Sicherheit.
Vor allem bergauf kann sie ihre Stärken ausspielen.
Während viele Einsteiger-Trailrunning-Schuhe auf trockenen Wegen hervorragend funktionieren, geraten sie auf losem Untergrund deutlich schneller an ihre Grenzen.
Hier punktet der Kipclimb Max.
Schutz vor spitzen Steinen
Trailrunner kennen das Problem.
Ein scharfkantiger Stein trifft genau die Fußsohle.
Das Ergebnis kann den schönsten Lauf beenden.
KIPRUN integriert deshalb einen Rock Guard.
Diese Schutzplatte verteilt den Druck spitzer Steine deutlich besser und erhöht den Laufkomfort auf felsigen Trails spürbar.
Gerade bei langen Bergtouren wird dieser Unterschied schnell deutlich.

Dämpfung für viele Kilometer
Mit seiner Shiftech+-Zwischensohle kombiniert der Schuh Stabilität mit angenehmer Dämpfung.
Zusätzlich unterstützt ein Fastech-Insert die Energierückgabe.
Das Ergebnis:
Der Schuh wirkt weder schwammig noch übermäßig hart.
Gerade auf langen Distanzen entsteht ein angenehmer Kompromiss zwischen Komfort und direktem Bodengefühl.
Flacher Drop sorgt für Kontrolle
Der Kipclimb Max besitzt einen Drop von lediglich vier Millimetern.
Für Trailrunner bringt das mehrere Vorteile:
- besseres Bodengefühl
- stabileres Laufgefühl
- kontrollierte Bergab-Passagen
- natürlicher Laufstil
Einsteiger müssen sich an diese Bauweise möglicherweise zunächst gewöhnen.
Wer bereits regelmäßig auf Trails unterwegs ist, wird den flachen Aufbau jedoch schnell schätzen lernen.

Matryx-Material hält den Fuß sicher
Auch das Obermaterial trägt erheblich zum sicheren Laufgefühl bei.
Das verwendete Matryx-Gewebe sitzt angenehm fest am Fuß.
Gleichzeitig bleibt die Belüftung erhalten.
Gerade an warmen Sommertagen verhindert dies einen Hitzestau im Schuh.
Persönlicher Testeindruck
Schon nach den ersten Kilometern fällt auf, dass sich der Kipclimb Max deutlich von klassischen Einsteiger-Trailrunning-Schuhen unterscheidet.
Während günstige Allroundmodelle häufig versuchen, möglichst viele Einsatzbereiche abzudecken, verfolgt der Kipclimb Max einen klaren Schwerpunkt: schwieriges Gelände.
Auf einfachen Forstwegen wirkt er beinahe unterfordert.
Sobald jedoch Wurzeln, Geröll oder steile Anstiege ins Spiel kommen, spielt der Schuh seine Vorteile aus.
Besonders positiv fällt die enorme Seitenstabilität auf.
Selbst auf schrägen Passagen bleibt der Fuß sicher geführt.
Auch bei schnellen Richtungswechseln entsteht nie das Gefühl, im Schuh zu “schwimmen”.
Vergleich mit typischen Einsteiger-Trailrunning-Schuhen
Viele Anfänger greifen zunächst zu günstigen Trailmodellen.
Diese bieten:
- geringeres Gewicht
- weichere Dämpfung
- einfacheres Profil
- universellen Einsatz
Für Waldwege reicht das völlig aus.
Wer jedoch regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, merkt schnell die Unterschiede.
Der Kipclimb Max bietet:
✔ deutlich mehr Grip
✔ besseren Schutz
✔ höhere Stabilität
✔ sichereren Halt
✔ mehr Reserven auf langen Touren
Kurz gesagt:
Ein Einsteigerschuh begleitet dich sicher durch den Stadtwald.
Der Kipclimb Max fühlt sich dagegen dort wohl, wo Wanderer bereits ihre Trekkingstöcke auspacken.
Komfort auch auf Ultratrails
Gerade auf langen Läufen entscheidet nicht nur die Geschwindigkeit.
Komfort wird zum entscheidenden Faktor.
Hier sammelt der Kipclimb Max viele Pluspunkte.
Die Dämpfung bleibt auch nach vielen Kilometern angenehm konstant.
Gleichzeitig verhindert die stabile Konstruktion eine schnelle Ermüdung der Füße.
Für wen eignet sich der Kipclimb Max?
Der Schuh richtet sich an:
- ambitionierte Trailrunner
- Bergläufer
- Ultratrail-Fans
- Läufer auf alpinen Trails
- Sportler mit hohen Ansprüchen an Stabilität
Weniger geeignet ist er für:
- reine Asphaltläufer
- kurze Feierabendrunden
- schnelle Straßenwettkämpfe
Tipps & Tricks für mehr Spaß auf dem Trail
Schuhe immer sauber halten
Schlamm trocknet das Material unnötig aus.
Mit Wasser und einer weichen Bürste bleibt der Schuh deutlich länger in Form.
Schnürung richtig einstellen
Ein sicher sitzender Fuß verhindert Druckstellen und verbessert die Kontrolle.
Trails langsam kennenlernen
Nicht jeder Berg muss im Renntempo bezwungen werden.
Technik schlägt oft Geschwindigkeit.
Bergab locker bleiben
Nicht gegen den Hang bremsen.
Kurze Schritte und eine leicht nach vorne geneigte Haltung sorgen für mehr Kontrolle.
FAQ
Ist der Kipclimb Max für Anfänger geeignet?
Ja, allerdings profitieren vor allem Läufer, die regelmäßig auf anspruchsvollen Trails unterwegs sind.
Kann man den Schuh auch auf Asphalt laufen?
Kurze Straßenpassagen sind kein Problem. Sein eigentliches Zuhause bleibt jedoch das Gelände.
Wie schwer ist der Schuh?
Etwa 285 Gramm (Damen, Größe 38) beziehungsweise 320 Gramm (Herren, Größe 42).
Ist der Schuh für Ultratrails geeignet?
Genau dafür wurde der Kipclimb Max entwickelt.
Wie stark ist die Dämpfung?
Straff, komfortabel und gleichzeitig sehr stabil.
Kinderoutdoor Testurteil: Ein Spezialist für anspruchsvolle Trails
Der KIPRUN Kipclimb Max ist kein Schuh für alle – und genau das macht ihn so interessant. Statt auf maximale Vielseitigkeit setzt er konsequent auf Sicherheit, Grip und Stabilität im technischen Gelände. Wer häufig auf alpinen Pfaden, steilen Anstiegen oder langen Traildistanzen unterwegs ist, profitiert von der robusten Konstruktion, der griffigen Außensohle und dem zuverlässigen Halt.
Im Vergleich zu typischen Einsteiger-Trailrunning-Schuhen bietet der Kipclimb Max spürbar mehr Reserven, wenn der Untergrund anspruchsvoll wird. Auf einfachen Waldwegen mag das Mehr an Stabilität kaum auffallen – doch sobald Wurzeln, Geröll oder steile Bergpfade ins Spiel kommen, zeigt der Schuh, wofür er entwickelt wurde.
Unser Eindruck: Der Kipclimb Max ist ein überzeugender Begleiter für ambitionierte Trailrunner, die auch dann noch sicher unterwegs sein möchten, wenn der Weg eher einem Klettersteig als einem Spaziergang ähnelt. Oder anders gesagt: Dieser Schuh fühlt sich dort wohl, wo Wanderer erst einmal tief Luft holen.

