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Irlands unterschätzte Städte: Alternativen zu Dublin und Belfast

Irland hat weit mehr zu bieten als Dublin und Belfast. Abseits der großen Metropolen warten kleinere Städte, die mit kurzen Wegen, authentischem Flair und oft auch moderaten Preisen überzeugen. Außerdem verbinden sie urbanes Leben mit Natur, Küste und Flüssen direkt vor der Haustür. Dadurch entstehen Reiseziele, die Kultur, Kulinarik und Outdoor‑Erlebnisse auf besondere Weise vereinen. Diese fünf Städte zeigen, warum sich ein Blick in die „zweite Reihe“ unbedingt lohnt.

Derry~Londonderry: Geschichte, Kultur und lebendige Gegenwart

Derry~Londonderry ist eine Stadt, die Geschichte atmet. Ein Spaziergang über die vollständig erhaltene Stadtmauer zeigt das sofort. Außerdem trägt die Stadt den UN‑Titel „City of Peace“. Dadurch wird deutlich, wie stark hier Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden sind.

Entlang des Flusses Foyle treffen historische Orte auf moderne Kultur. Museen, geführte Rundgänge und Kunstprojekte erzählen die Geschichte aus vielen Perspektiven. Gleichzeitig sorgen neue Cafés, Musikfestivals und die Peace Bridge für frische Energie. Zusätzlich ist Derry Gastgeber des größten Halloween‑Festivals Europas. Derry Halloween feiert 2026 sein 40‑jähriges Jubiläum – ein Ereignis, das die Stadt jedes Jahr in ein riesiges Spektakel verwandelt.

Blick auf den River Foyle: Die Peace Bridge prägt das Stadtbild von Derry~Londonderry.
© Tourism Ireland

Limerick: Entspannt reisen und trotzdem viel erleben

Limerick liegt am mächtigen River Shannon. Dadurch wirkt die Stadt offen, weit und gleichzeitig gemütlich. In den letzten Jahren hat sie sich stark verändert. Außerdem wird sie ab April 2026 erstmals direkt von Frankfurt/Main angeflogen. Dadurch wird die Anreise noch einfacher.

Die Stadt eignet sich ideal für Slow Travel. Spaziergänge durch die Altstadt, Radtouren entlang des Flusses oder Bootsfahrten auf dem Shannon beginnen direkt im Zentrum. Zusätzlich können Naturliebhaber ab Portumna ein Hausboot mieten und mehrere Tage auf dem Wasser verbringen. Historische Orte wie King John’s Castle ergänzen das Angebot und verbinden Natur, Kultur und Entschleunigung.

Die mittelalterliche King John’s Castle liegt am Ufer des River Shannon in Limerick. © Cathy Wheathley

Galway: Kreative Energie am Atlantik

Galway ist bunt, lebendig und voller Kultur. Straßenmusik, kleine Theater, Galerien und Festivals prägen das Stadtbild. Außerdem liegt Galway direkt am Atlantik. Dadurch entsteht eine besondere Mischung aus urbanem Leben und maritimer Atmosphäre.

Die Innenstadt ist kompakt und lädt zum Flanieren ein. Traditionelle Pubs treffen auf moderne Kunst. Gleichzeitig pulsiert entlang des Corrib‑Flusses und der Küste das Leben. Nur wenige Minuten außerhalb der Stadt beginnt die wilde Landschaft der Connemara‑Region. Zusätzlich sind die Cliffs of Moher und der Burren schnell erreichbar. Dadurch wird Galway zum perfekten Ausgangspunkt für Kultur‑ und Naturfans.

Galway ist international bekannt – nicht zuletzt durch den Song Galway Girl – und zugleich fest in Irlands zeitgenössischer Kulturszene verankert. © Adobe Stock

Cork: Genuss, Lebensfreude und Küstenluft

Cork nennt sich selbstbewusst „Irlands echte Hauptstadt“. Und tatsächlich spürt man sofort, warum die Stadt so geliebt wird. Sie liegt an der Mündung des River Lee und verbindet kosmopolitisches Flair mit entspannter Atmosphäre.

Herzstück ist der English Market, einer der ältesten überdachten Märkte Europas. Er zeigt die kulinarische Vielfalt der Region. Außerdem prägen Cafés, Mikrobrauereien und junge Restaurants die lebendige Stadtkultur. Die Südküste liegt nur wenige Minuten entfernt. In Cobh erzählt die Titanic Experience bewegende Geschichten der Auswanderung. Zusätzlich ist die Jameson Distillery Midleton ein Muss für Whiskeyfans. Dadurch wird Cork zu einem idealen Ziel für alle, die Genuss und Stadtleben verbinden möchten.

Kinsale: Farbenfrohes Küstenstädtchen mit großem Geschmack

Kinsale ist klein, farbenfroh und direkt am Atlantik gelegen. Dadurch wirkt der Ort sofort einladend. Er gilt als eine der besten Genussadressen Irlands. Exzellente Seafood‑Restaurants, kreative Küche und eine lebendige Gastroszene prägen das Stadtbild.

Spaziergänge entlang der Küste, Segelboote im Hafen und der Blick auf das Meer gehören hier zum Alltag. Wer weiter hinaus möchte, folgt dem Scilly Walk bis zum beeindruckenden Charles Fort aus dem 17. Jahrhundert. Zusätzlich lohnt sich ein Besuch bei Kinsale Mead, der ersten Met‑Brennerei Irlands seit über 200 Jahren. Außerdem ist Kinsale der Startpunkt des berühmten Wild Atlantic Way, der 2.500 Kilometer entlang der Westküste führt. Dadurch verbindet der Ort städtisches Flair im kleinen Format mit Natur, Meer und Geschichte.

Kleine Städte, große Erlebnisse

Irlands „Second Cities“ bieten kurze Wege, viel Charakter und direkten Zugang zu Natur und Küste. Außerdem überzeugen sie mit Kultur, Kulinarik und lebendigen Szenen. Dadurch werden sie zu idealen Alternativen zu Dublin und Belfast – und zu Reisezielen, die man leicht ins Herz schließt.