Kinder schnitzen einen Krabbenkutter mit dem Taschenmesser

Kinder schnitzen einen Krabbenkutter und dieser eignet sich perfekt für die große Fahrt. Wir basteln den Kutter mit dem Taschenmesser so, dass er nicht kentert und stets stabil im Wasser liegt. Alles was Ihr dazu benötigt Ihr ein Stück Astholz. Es ist vom Vorteil, wenn Euer Taschenmesser oder Multitool eine Säge hat. Wenn Ihr mit dem Schnitzen fertig seid, dann wollen die Kinder sofort den selbst geschnitzten Kutter schwimmen lassen. Ahoi!

 

280 Krabbenfischer soll es an der deutschen Nord- und Ostsee noch geben. Durch den Rückgang der Bestände an Krabben sind die Fischer in ihrer Existenz bedroht. Durch Schwankungen bei der Temperatur vom Wasser und veränderten Strömungen fiel der Nachwuchs an Krabben gering aus. Hinzu kommen die verstärkt auftretenden Fressfeinde. Damit sind weniger die Freunde von einem Krabbenbrötchen gemeint. Auf hoher See kochen die Fischer bereits die gefangenen Krabben mit Meerwasser ab. Markant sind die Linien von einem solchen Kutter. Sein Tiefgang ist gering und der Bug hochgezogen. So ein Schiff wollen wir heute mit den Kindern schnitzen.

Kinder schnitzen einen Krabbenkutter: Ast Ahoi!

Aus diesem Astholz schnitzen die Kinder einen Krabbenkutter.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bevor wir mit dem Schnitzen loslegen, suchen wir uns einen Ast. Ideal ist es, wenn dieser ein wenig gebogen ist. Euer Taschenmesser sollte eine Säge haben und schon habt Ihr alles an Material beisammen.

Machen´s wir doch wie in der Führung durch eine Tropfsteinhöhle: Könnt Ihr Euch schon den Bug vom Kutter vorstellen?
foto (c) kinderoutdoor.de

Sägt zuerst den Ast zurecht. Besonders der hochgezogene Bug lässt sich so ausarbeiten.

Weiter geht es in unserer Werft: Sägt aus dem Astholz das Steuerhaus aus.
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Im nächsten Schritt sägen wir das Steuerhaus vom Krabbenkutter aus. Lasst dieses höher, denn aus dem Holz wollen wir später auch den Kamin aussägen und schnitzen. Dadurch haben wir einen Kutter, der aus einem Stück besteht.

Mit der großen Klinge schnitzt Ihr den Bug, damit bezeichnen Seeleute das vordere Teil vom Schiff, spitz zu. Schließlich soll unser Krabbenkutter flott durch die Wellen kommen.

Was die Kombination aus einer scharfen Säge und einer ebenso schneidigen großen Klinge vom Taschenmesser erreichen kann, dass seht Ihr am Kamin von unserem Kutter. Sägt ihn zuerst vor und schnitzt anschließend das Holz mit dem Messer weg.

Kinder schnitzen einen Kutter: So liegt das Boot stabil im Wasser

Um zu verhindern, dass das Boot kentert (zur Seite kippt) bietet es sich an Ausleger an der Bordwand zu befestigen. Doch in der Realität kommt der Krabbenkutter ohne diese Bauteile aus. Wir bedienen uns eines Tricks. Mit der großen Klinge höhlen wir ein wenig den Laderaum vom Kutter aus. Darin könnt Ihr später ein paar kleine Kieselsteine als Ballast einlegen. Dadurch hat unser Kutter bei seiner großen Fahrt eine stabile Lage.

Höhlt mit der großen Klinge den Laderaum vom Kutter aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Markant für den Krabbenkutter sind auch die beiden Ausleger. An Ihnen hängen die Fangnetze. An Rollen gleiten sie über den Boden der Nord- oder Ostsee. „Kurre“ sagen die Experten zu so einem Grundnetz. Aus den Holzresten schnitzen wir zwei gleichlange Ausleger. Um diese zu befestigen bohrt Ihr mit der Ahle, dass ist der Stechdorn auf der Rückseite vom Taschenmesser. Bohrt damit am Bug, vorne am Krabbenkutter, zwei Löcher in das Holz. Aber vorsicht bitte: Nicht zu tief, sonst kommt das Wasser rein.

Bohrt mit der Ahle zwei Löcher vorne in den Bug.
foto (c) kinderoutdoor.de

Steckt nun die beiden geschnitzten Ausleger in die gebohrten Löcher am Bug. Jetzt ist der Kutter ein waschechter Krabbenkutter.

Es fehlt noch was Entscheidendes: Das Fangnetz. Selbst eines zu basteln ist ein wenig zu aufwändig. Deshalb seht Euch mal in der Küche, pardon, Kombüse um. Habt Ihr noch Knoblauch im Netz oder vielleicht Zitronen? Wunderbar, dann schneidet davon ein Stücken aus und zieht es über die beiden Ausleger. Jetzt habt Ihr einen Krabbenkutter, wie er auch in Wirklichkeit aussieht.

Wenn die Kinder es möchten, können sie mit Farbstiften dem Krabbenkutter Bullaugen oder einen Anker aufmalen.Ab gehts an den nächsten Bach, See oder Weiher und Leinen los!

 

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