Landart im Winter mit Kindern: Wir bauen eine Schneebar und Windlichter aus Eis

Landart im Winter mit Kindern erstaunt die Outdoorkids und Erwachsenen gleichermaßen, was sich auch Schnee oder Eis alles basteln lässt. Der Aufwand ist gering und alle helfen zusammen. Heute bauen wir mit den Kindern eine zünftige Schneebar, die wir mit Windlichter aus Eis verschönern. An der selbstgebauten Schneebar könnt Ihr mit den Kindern gemütlich einen alkoholfreien Punsch genießen.

„Das ist eine Zauberbar!“ meint ein Kind im Winterurlaub, als es mit den Eltern an einer Schneebar vorbeigeht. Jagertee und Glühwein fließen, wie sonst nur das Wasser vom Gletscher im April. Aus den Boxen wummern Ballermannlieder. Es geht doch nichts über eine gepflegte Unterhaltung. „‚Wieso Zauberbar?“ fragt der Vater nach und bekommt die Antwort:“ Weil die Erwachsenen dort immer lustiger werden!“ Unsere Schneebar ist anders und weniger für den Hektoliterweisen Konsum von Alkoholika ausgelegt. Zuerst sucht Ihr Euch mit den Kindern eine ebene Fläche. In unserem Fall ist es ein zugefrorener See gewesen. Hier gilt, wie bei allen vereisten Gewässern, wagt Euch nur darauf, wenn Experten die Eisfläche freigeben. In unserem Fall ist es ein alter Mann, der seit Jahrzehnten am See wohnt. Er bohrt im Winter regelmäßig Löcher in das Eis um die Dicke zu überprüfen. „Eineinhalb Meter!“ meinte er an diesem äußerst frostigen Morgen grinsend und erklärte „Da kann sogar eine ganze Elefantenherde über den See laufen!“ und wünschte uns viel Spaß. Ihr könnt die Schneebar auch im Park, Wald, Garten, Schulhof oder auf einer Wiese anlegen. Zwei Dinge benötigt Ihr für die coole Schneebar: Eine Schneeschaufel und Schnee.

Landart im Winter mit Kindern: Das kann doch nicht Bar sein?!

Zuerst schippt Ihr einen kleinen Wall aus Schnee. Dieser bildet den „Kern“ von unserer Schneebar. Mit der Schaufel stechen wir im nächsten Schritt Schneeziegel aus. Hebt diese vorsichtig an und tragt sie behutsam zu Eurer Baustelle. Mit den kalten Bausteinen ziehen wir um den Wall aus lockeren Schnee eine Mauer auf. Wenn diese ein Rechteck ergibt, füllt den Innenraum mit Schnee auf. Verdichtet diesen immer wieder, in dem Ihr mit der Schneeschaufel oben drauf haut. Ansonsten kann es sein, dass der Schnee in sich Zusammensackt. Wie hoch die Schneebar sein soll, dass entscheiden die Kinder. Dort können sie auch, wenn die Outdoorkids besonders motiviert sind, Bänke oder Stühle aus Schnee bauen. Zu einer richtigen Schneebar für Kinder gehört eine Schüssel mit Lebkuchen oder Plätzchen und Kinderpunsch. Den erhitzt Ihr am besten dirket bei der Schneebar auf dem Gas– oder Spirituskocher. Alle die auf Nummer sicher gehen wollen, machen das Getränk zuhause in der Küche heiß und füllen es in Thermosflaschen ab. Bei unserer Schneebar kamen in kurzer Zeit andere Kinder vorbei die mit den Schlittschuhen über den zugefrorenen Schnee flitzten. Diese brachten ihre Eltern mit und irgendwann standen mehr als dreißig Leute bei uns an der Schneebar. Spontaner geht es kaum. Doch das Ganze lässt sich noch steigern. Am Abend, als es über dem See dämmerte, brachten wir unsere Windlichter aus Eis. Eine Frau meinte „Die sind aber toll, wo gibt es diese zu kaufen?!“ An unserem Lachen bemerkte sie, dass das große Windlicht aus Eis besteht. Ein Unikat. Am Abend zuvor füllte wir Wasser in einen Eimer und stellten einen Kleineren aus Blech hinein. Über Nacht kamen die beiden Eimer ins Freie. Bei zweistelligen Minusgraden gefror das Wasser. Schwer ist es gewesen, den inneren Eimer herauszulösen. Mit dem Brenner vom Gaskocher erhitzten wir großflächig das Blech und es bildete sich ein dünner Wasserfilm. Dieser genügt, um den inneren Eimer zu entfernen. Zum Schluss kam noch ein Teelicht hinein und schon hatten wir die absolut passende Beleuchtung für unsere selbst gebaute Schneebar. Diese ist lange eine Attraktion auf dem zugefrorenen See gewesen und viele Kinder sowie Erwachsene trafen sicher hier. Was auch eine Art von Zauberei ist.

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