Schlitten im Test: Klassicher Davoser, Bob, Poporutsche oder Wok?

Schlitten im Test. Wir sind für Euch die Hügel rauf und runter um rauszubekommen, mit welchem Schlitten es sich besten fährt. Dazu haben wir Stefan Herbke, den Rodelpabst, um seine Expertenmeinung gebeten. Für Euch ist es nun leicht, den passenden Schlitten zu finden.

Ein Schlitten der nur schwer zu steuern ist: Der Rodelwok.
foto (c) kinderoutdoor.de

„Einen Wok habe ich noch nie ausprobiert und funktioniert wohl höchstens in einer Bobbahn, in der die Richtung klar vorgegeben ist – steuern lässt sich die Schüssel garantiert nicht,“ erklärt Stefan Herbke. Der Journalist ist der Autor von dem bekannten Rodelatlas. Das Standardwerk für alle, die gerne auf zwe Kufen ins Tal flitzen wollen. Offensichtlich ist es sinnvoller, diese chinesische Pfanne in der Küche zu belassen. Auch bei unserem Test zeigte sich der Wok schwer lenkbar. Auf einem kleinen Hügel im Stadtpark mag dieses Gefährt spaßig sein, bei längeren Rodelbahnen in den Bergen ist dieses Spaßgefährt völlig in der falschen Spur.

Vorteile:

  • Robust
  • leicht

Nachteile:

  • kaum steuerbar
  • unbequem
  • Schlitten im Test: Der klassische Hiolzrodel überzeugt die Familien.
    foto (c) kinderoutdoor.de

Schlitten im Test: Der Klassiker aus Holz!

Beim Holzschlitten gerät Hebke ins Schwärmen: „Für Gelegenheitsrodler ist der Hörnerrodel ein Allrounder: Ein Klassiker mit Gurt- oder Lattensitz und nach oben verlängerten Kufen, die durch ihre Bogenform gut zum Greifen sind. Wer sportlicher unterwegs sein möchte, der nimmt einen Tourenrodel. Der ist schnell, aber nicht so bissig und unbequem wie ein Sportrodel und auch als Kinder- und Jugendrodel erhältlich.“ Um einen klassichen Holzschlitten die Berge runter zu steuern ist eine gewisse Technik nötig. Auch wenn eine solche Rodel teuer in der Anschaffung ist, dieser Schlitten hält viele Jahre!

Vorteile:

  • Robust
  • langlebieg

Nachteile:

  • Schwer
  • teuer

Bob oder nicht Bob, das ist hier die Frage? Bei den Kindern sind die lenkbaren Schlitten besonders beliebt.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bob: Liebling der Kinder

Meistens kommt der Plastikbob in einem satten Tomatenrot daher und hat an beiden Seiten Bremsen. Es gibt auch luxuriuöse Ausführungen mit einem Steuerrad. Bei weichem Schnee brettern diese Bobs, im Gegensatz zu den Holzschlitten, richtig flott dahin. Diese sinken mit ihren schmalen Kufen ein. Ist der Untergrund aber eisig, kommen viele Plastikbobs an ihre Grenzen und sind schwer zu bremsen oder zu steuern.

Vorteil:

  • Leicht zu steuern
  • Preiswert

Nachteile:

  • schwer auf eisigen Hängen zu fahren
  • kann brechen

Poporutscher bringen wenig Spaß

„Für den kurzen Rodelhang hinterm Haus reicht vielleicht ein Plastikrutscher, doch auf Naturrodelbahnen haben die nichts verloren“ urteilt der Schlittenexperte Herbke und weiter „Hier sollte es schon ein stabiler Holzschlitten sein, wobei man hier nicht unbedingt das preiswerteste Modell wählen sollte. Mehr auszugeben ist nicht schwer und durchaus sinnvoll, immerhin handelt es sich hier um eine langlebige Investition – so mancher stabile Holzschlitten begleitet eine Familie ein Leben lang.“ Klein, leicht und preiswert sind die Poporutscher, doch eignen sie sich nur für kurze Rodelhänge und der Sitzkomfort ist unbequem.

Vorteile:

  • billig
  • leicht

Nachteile:

  • unbequem
  • für längere Hänge ungeeignet

Herbke hat noch einen Tipp für alle die gerne rodeln:“ Ein Schlitten, warme und wetterfeste Kleidung, wasserdichte Handschuhe mit Gore-Tex-Membran, feste Schuhe, Skibrille und Helm, mehr braucht es eigentlich nicht für den Start ins Rodelvergnügen. Wobei neben dem Helm vor allem die richtigen Schuhe unverzichtbar sind. Wer ohne stabile, natürlich wasserdichte Winterstiefel (am besten Bergschuhe) mit einem rutschfesten Profil unterwegs ist, handelt grob fahrlässig und hat gar keine Möglichkeit, seinen Schlitten zu lenken, geschweige denn zu bremsen.“

 

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