Haglöfs Spitz Jacket im Test am Villanderer Berg

Das Haglöfs Spitz Jacket ist seit dem 1. September weiterentwickelt zurück in den Läden. Die schwedische Outdoormarke wirbt damit, dass selbst rauer Nordwind dieser Hardshelljacke nichts anhaben kann. Das wollten wir genauer wissen und wanderten im herbstlichen Südtirol auf einer windigen Ganztagestour zum Villanderer Berg (2.509 m) hinauf.

„Auf den Zwölfernock willst Du? Bei dem Wind?“ frägt mich ein alter Senn. Er gehört noch zu den wenigen, die den alten Namen vom Villanderer Berg kennen. Egal wie man diesen eher einsamen Gipfel in den Sarntaler Alpen bezeichnet: Es erwartet den Alpinisten eine grandiose Aussicht! Früh geht es in Villanders los. Der wunderbare Gasthof zum Steinbock, er ist aus dem 12. Jahrhundert und überlebt sicher alle unsere Fastfood-Lokale, wirkt im Morgengrauen noch imposanter. Durch den Wald geht es rauf. Es ist herbstlich frisch. Ein frischer Wind weht vom Eisacktal herauf. Über das T-Shirt ziehe ich mir das Haglöfs Spitz Jacket. Wortlos geht es bergauf. Der eine oder andere Hofhund schlägt an, als wir in den frühen Morgenstunden an den einzelnen Gehöften vorbeiwandern. Damit ich  nicht zu sehr ins Schwitzen komme, habe ich die beiden Reißverschlüsse unter den Armen vom Haglöfs Spitz Jacket geöffnet. In Kombination mit GORE-TEX 3L Pro Shell stimmt während des Aufstiegs das Innenklima.

Haglöfs Spitz Jacket: Dicht und robust am Villanderer Berg

Auf dem Weg zur Villanderer Alm passieren wir das ehemalige Bergwerk. Es beginnt zu nieseln, obwohl der Wetterbericht einen windigen und bedeckten Tag vorher gesagt hat. Weiter über Forstwege bergan. Bald ist die Gasser Hütte (1.756 m) erreicht. Zeit für ein zweites Frühstück. Noch ist der große Parkplatz leer. Viele Wanderer steigen von hier auf das Rittener Horn auf. Die wenigsten finden den Weg zum Villanderer Berg. Als wir die Tour fortsetzen hat der Regen aufgehört und immer wieder kommt die Sonne durch die Wolken. Bald ist der Gasthof Rinderplatz erreicht. Noch sind hier die Sonnenschirme eingeklappt. An Weideflächen vorbei steigen wir zwischen Latschenkiefern bergan. Bald teilt sich am Sattel der Weg. Links geht es zum Rittener Horn. Wir wenden uns über eine Hochebene die mit Gras überwachsen ist nach rechts zum Villanderer Berg. Steinmauern durchziehen diese karge Hochfläche und alles erinnert mehr an Irland als an Südtirol. Haflinger sowie Kühe weiden hier. Den Gipfel haben wir vor Augen. Eigentlich ist das Haglöfs Spitz Jacket im Rucksack verstaut und nimmt dort wenig Platz weg. Doch nun kommt wieder ein frischer Wind aus dem Eisacktal auf und treibt die Wolken dahin. Im T-Shirt ist es mir entschieden zu kalt und deshalb ziehe ich mir die Haglöfs Jacke wieder an. Auf dem Gipfel angekommen bietet sich eine wunderbare Aussicht: Die drei Zinnen sind zu sehen, das Rittner Horn und viele Gipfel Südtirols. Wir steigen auf dem gleichen Weg wieder ab und als es am Mittag wieder wärmer ist, kommt das Haglöfs Spitz Jacket wieder in den Rucksack und bleibt dort bis Villanders. Eigentlich schade, denn zu gerne hätte ich diese Spitzenmodell bei einem richtigen Regenguss erlebt. Aber ich befürchte mit diesem Wetterwunsch bin ich heute ziemlich alleine.

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