Veröffentlicht am

CEO goes Bikepacking: 850 Kilometer Balkan – und jede Menge Learnings

Wenn CEOs verreisen, denken viele an Business‑Hotels, Konferenzräume und PowerPoint. Werner Koch, CEO von Koch alpin, hat eine andere Definition: 850 Kilometer Bikepacking durch den Balkan, fast 11.000 Höhenmeter, zwei Gravelbikes, wechselnde Bedingungen – und ein Schlafsystem, das wirklich funktionieren muss. Gemeinsam mit seiner Frau fuhr er von Rijeka durch das kroatische Hinterland, über Bosnien und Herzegowina, vorbei an Mostar, bis nach Dubrovnik. Zurück ging es über die Inseln Korčula und Hvar nach Split, dann per Fähre und Zug wieder nach Hause. Kein inszenierter Produkttest. Kein Marketing‑Abenteuer. Sondern echte Tage draußen – mit echtem Gepäck, echtem Wetter und echten Learnings.

🗺️ Die Route: Planung trifft Flexibilität

Die Grundlage bildeten die GPX‑Tracks der TransDinarica Gravel Route. Dazu kamen eigene Abstecher, u. a.:

  • das Hochplateau nördlich von Livno – inklusive wilder Pferde
  • die rauen Passagen im Velebit‑Gebirge
  • spontane Anpassungen der Tagesziele, weil die beiden schneller vorankamen als gedacht

Bikepacking‑Realität: Planung ist wichtig – aber Flexibilität rettet den Tag.

🎒 Packen wie ein Profi: leicht, aber nicht leichtsinnig

Werner und seine Frau setzten auf ein bewusst reduziertes Setup:

  • Basic‑Tool‑Kit
  • Trockenessen für 3–4 Tage
  • kleiner Wasserfilter
  • Vorräte aus lokalen Läden und Restaurants
  • Ćevapčići als kulinarischer Dauerbrenner

Gesamtgewicht: ca. 9 kg pro Bike plus Wasser. Nicht ultraleicht – aber perfekt für Komfort und Kontrolle.

Learning: Jedes halbe Kilo verändert das Fahrgefühl. Und jedes unnötige Teil nervt spätestens am dritten Tag.

CEO goes Bikepacking: 850 Kilometer Balkan – und jede Menge Learnings und noch mehr Ćevapčići. foto (c) koch alpin

🛏️ Zenbivy Ultralight Double Bed: Schlafkomfort für echte Touren

Mit dabei war das Zenbivy Ultralight Double Bed, ein Zwei‑Personen‑Schlafsystem, das 2027 erscheinen soll. Auf der Tour war es weniger Produktneuheit als echter Begleiter:

  • kompakt am Lenker verstaut
  • flexibel zwischen 10 °C und 25 °C
  • leicht mit ca. 1.400 g Gesamtgewicht
  • komfortabel nach langen Tagen im Sattel

Werner schätzt besonders die Flexibilität:

  • geschlossen & warm bei kühlen Nächten
  • offen & luftig wie eine Decke bei mildem Wetter

Ein Vorteil gegenüber klassischen Schlafsäcken – vor allem auf Touren mit wechselnden Höhen und Temperaturen.

🧠 Werners wichtigste Learnings

1. Spare nie am Schlaf – nur am Gewicht

„Do not save weight at the expense of sleep.“ Ein harter Tag macht nur Spaß, wenn die Nacht erholsam ist.

2. Packmaß ist König

Nicht nur Gramm zählen – sondern auch, wie gut sich alles verstauen lässt.

3. Flexibilität schlägt Perfektion

Die schönsten Etappen entstehen oft spontan.

4. Weniger ist mehr – außer bei Ćevapčići

Die hätten jeden Tag gepasst.

5. Bikepacking ist kein Wettbewerb

Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern ums Draußensein.

CEO goes Bikepacking: Unterkunft mit Aussicht und fließend Wasser. foto (c) koch alpin

🧩 Tipps & Tricks für Bikepacking‑Einsteiger

  • Route grob planen, Details flexibel halten
  • Schlafsystem priorisieren – Komfort = Energie
  • Packmaß optimieren – kleine Dinge machen den Unterschied
  • Wasserfilter mitnehmen – spart Gewicht und Nerven
  • Lokale Küche nutzen – Balkan‑Essen ist Outdoor‑freundlich
  • GPX‑Tracks + Komoot kombinieren
  • Tagesziele nicht überplanen – Überraschungen gehören dazu

❓ FAQ – Bikepacking durch den Balkan

Wie anspruchsvoll ist die TransDinarica Route?

Gravel, Höhenmeter, wechselnde Bedingungen – anspruchsvoll, aber machbar.

Welche Temperaturen erwarten einen?

Zwischen 10 °C und 25 °C – je nach Höhe und Region.

Wie viel Gepäck ist sinnvoll?

Rund 8–10 kg plus Wasser sind ein guter Richtwert.

Ist ein Zwei‑Personen‑Schlafsystem sinnvoll?

Ja – wenn Gewicht, Packmaß und Komfort passen, wie beim Zenbivy Double Bed.

Braucht man viel Planung?

Eine Basis ja – aber Flexibilität ist wichtiger.

CEO goes Bikepacking und die Erfahrungen liegen am Weg. foto (c) koch alpin