Eine Schnee‑Unterkunft zu bauen, gehört zu den klassischen Fähigkeiten, die Abenteurer, Astronauten oder Gebirgsjäger lernen. Denn Schnee isoliert erstaunlich gut und schützt sogar Pflanzen vor Kälte. Deshalb eignet sich eine Schneehöhle hervorragend als Notunterkunft – und gleichzeitig als spannendes Winterabenteuer für Kinder. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du gemeinsam mit der Familie unter einer verschneiten Fichte eine einfache Schneehöhle anlegst.
🌲 Warum eine Schneehöhle unter einem Baum so gut funktioniert
Der Schnee knirscht unter den Stiefeln, während ihr durch den winterlichen Wald wandert. Schon auf dem Weg entdeckt ihr Tierspuren und kleine Naturdetails. Doch das eigentliche Highlight wartet erst: eine eigene Unterkunft im Schnee.
Für dieses Abenteuer braucht ihr nur zwei Dinge:
- eine Schnee‑ oder Lawinenschaufel
- ausreichend Schnee
Der Grundgedanke ist simpel: Unter einer tief verschneiten Fichte oder Tanne hängen die unteren Äste oft so weit herunter, dass sie fast den Boden berühren. Dadurch entsteht ein natürlicher Raum, der sich perfekt als Basis für eine Schneehöhle eignet.

foto (c) kinderoutdoor.de
⚠️ Sicherheit zuerst: Worauf ihr achten müsst
Bevor ihr loslegt, solltet ihr den Baum genau ansehen. Wenn extrem viel Schnee auf den Ästen liegt, besteht die Gefahr von Schneebruch. Deshalb wählt ihr am besten einen Baum, dessen Äste zwar tief hängen, aber stabil wirken.
Außerdem sollte der Eingang der Schneehöhle auf der windabgewandten Seite liegen – besonders dann, wenn ihr plant, länger darin zu bleiben.
🕳️ Schritt 1: Den Eingang freilegen
Mit der Schaufel arbeitet ihr euch vorsichtig durch die verschneiten Äste. Dabei entsteht ein kleiner Tunnel, der euch in den geschützten Bereich unter dem Baum führt. Schon nach wenigen Minuten merkt ihr, wie viel wärmer es dort ist. Denn die Äste wirken wie ein natürliches Zeltdach.
🧱 Schritt 2: Wände aus Schnee bauen
Unter dem Baum beginnt ihr, den Schnee zu einer lockeren Mauer aufzuschichten. Dadurch entsteht ein geschlossener Raum, der Wind und Kälte abhält. Wenn ihr größere Löcher entdeckt, könnt ihr sie auf zwei Arten schließen:
- Reisig auflegen und anschließend Schnee darüber schaufeln
- Schneeblöcke ausstechen und wie Bausteine einsetzen
So wird die Schneehöhle stabiler und besser isoliert.

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❄️ Schritt 3: Die Schneehöhle abdichten
Rund um den Baum könnt ihr einen kleinen Graben ziehen und den Schnee auf die Äste werfen. Dadurch verdichtet sich das natürliche Dach und hält die Wärme besser im Inneren. Die Kinder lieben diesen Arbeitsschritt, weil sie sehen, wie die Höhle immer gemütlicher wird.
🌡️ Schritt 4: Innenraum vorbereiten
Wenn ihr plant, länger in der Schneehöhle zu bleiben, lohnt sich ein Kältegraben im Inneren. Dieser sorgt dafür, dass kalte Luft absinkt und ihr auf einer wärmeren Ebene liegt.
Für den Boden empfiehlt sich:
- eine Schicht Reisig
- darüber eine Überlebensfolie oder Plane
Dadurch bleibt der Körper besser isoliert und trockener.
🎒 Schritt 5: Ausrüstung für eine sichere Übernachtung
Eine Schneehöhle kann erstaunlich warm sein, aber nur mit der richtigen Ausrüstung. Dazu gehören:
- Winterschlafsäcke
- isolierende Isomatten
- warme Kleidung
- Mützen & Handschuhe
- Stirnlampe
- Kocher, Essen & warme Getränke
Wichtig: Kein offenes Feuer in der Schneehöhle! Die Äste könnten Feuer fangen, und schmelzender Schnee kann herabfallen.
🏁 Ein einfaches Abenteuer mit großem Effekt
Eine Schneehöhle unter einem Baum zu bauen, ist ein echtes Mikro‑Abenteuer für die ganze Familie. Außerdem lernen Kinder spielerisch, wie Natur, Schnee und Schutzräume funktionieren. Gleichzeitig entsteht ein Ort, der überraschend warm, windgeschützt und gemütlich ist.
Viel Spaß beim Graben, Bauen und Staunen!

