Veröffentlicht am

Gravelbiken im Bayerischen Wald: Die schönsten Routen & Tipps

Schotter, Wiesen, Wald – das ist das Revier für Gravelbiker im Bayerischen Wald.
Mit ihren robusten, vielseitigen Gravelbikes erobern sie naturbelassene Wege, die für Rennräder zu rau und für Mountainbikes oft zu schnell sind. Die Routen führen vorbei an duftenden Wiesen, durch schattige Wälder und entlang plätschernder Bäche.

Der Bayerische Wald ist ein Paradies für Gravelbiker – nicht wegen wilder Downhills über Wurzeln und Felsen, sondern wegen seiner sanften, aber abwechslungsreichen Routen. Hier dominieren fließende Schotterwege, idyllische Waldpassagen und herrliche Ausblicke. Mountainbike- und Gravelprofi Martin Schätzl aus Waldkirchen schwärmt:

„Im Bayerischen Wald findet man eine unglaublich dichte Mischung aus Natur, Ruhe und anspruchsvollem Terrain. Mit dem Gravelbike kann man hier ideal aus dem Alltag flüchten.“

Der Ursprung von der Kalten Moldau ist erreicht. foto (c) ourismusverband Ostbayern / Stefan Schopf

Von Waldkirchen zum Dreisessel – die ideale Graveltour

Der perfekte Startpunkt: Waldkirchen. Von hier geht es auf dem Adalbert-Stifter-Radweg leicht bergan Richtung Haidmühle. Schon bald taucht man ein in eine abwechslungsreiche Landschaft:

  • Waldpassagen und weite Wiesen
  • sanfte Anhöhen mit Aussicht
  • der glitzernde Erlauzwieseler Stausee

Ein kurzer Abstecher zum Wollaberg mit der Kirche Sankt Ägidius lohnt sich – der Blick über das „Grüne Dach Europas“ ist atemberaubend.

Der Adalbert Stifter Weg ist eine Herausfroderung für Gravelbiker*innen. foto (c) ourismusverband Ostbayern / Stepfan Schopf

Der Adalbert-Stifter-Radweg – Genussradeln auf Schotter

Der Radweg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse und bietet breite, fein geschotterte Wege – ideal für Gravel-Einsteiger. Über Neureichenau geht es bequem bis Frauenberg, wo ein Museum im Rosenberger Gut spannende Einblicke in das Leben des Schriftstellers Adalbert Stifter gibt.

Wer mehr Herausforderung sucht, fährt weiter auf den Dreisesselberg (1.333 m).

  • Highlight: Wollsackverwitterte Felsen und die legendären „drei Sessel“
  • Belohnung: Urige Einkehr bei Hüttenwirt Philipp Schmöller
  • Extra: Magische Aussicht entlang der deutsch-tschechischen Grenze

Varianten für Ambitionierte

Neben dem Dreisessel bieten sich weitere Gipfel an:

  • Almberg
  • Haidel
  • Kombinationen aus mehreren Bergen – alles auf Schotter und teils einsamen Waldwegen

Martin Schätzl fasst es so zusammen:

„Der Adalbert-Stifter-Radweg ist technisch einfach, bietet aber jede Menge Natur, Ausblicke und Abenteuermöglichkeiten.“

Bayerwald Schotter pur am Adalbert Stifter Radweg. foto (c) Tourismusverband Ostbayern /Stefan Schopf

Genussvolles Finale in Haidmühle

Der Erholungsort Haidmühle eignet sich perfekt für einen Tourabschluss mit Übernachtung. Die Rückfahrt nach Waldkirchen führt erneut über den Adalbert-Stifter-Radweg – diesmal leicht bergab.

Zurück am Startpunkt locken:

  • eine Hausbrennerei am Ortsrand
  • handgemachtes Eis aus der Eismanufaktur
  • gemütliche Gasthäuser am Marktplatz

Wer Zeit hat, verlängert den Aufenthalt:

  • Spaziergang im Naturschutzgebiet Saußbachklamm
  • Kneippen im Kurpark Erlauzwieseler See
  • Baden im Karoli Badepark
  • Besuch des Emerenz-Meier-Hauses in Schiefweg
Der Bayerische Wald ist ideal für alle Freunde des Schotters. foto (c) Tourismusverband Ostbayern /Stefan Schopf

Anreise-Tipp: mit der Ilztalbahn

Wer umweltfreundlich anreisen will, nutzt im Sommer an Wochenenden und Feiertagen die Ilztalbahn ab Passau. Die einstündige Fahrt führt entlang der Ilz – eine der letzten Wildwasserlandschaften Deutschlands.

Gravel und Bayerischer Wald – ein perfektes Match

Natur, Ruhe, frische Luft und eine hervorragende Wegeinfrastruktur machen die Region zum idealen Revier für Gravelbiker. Martin Schätzl bringt es auf den Punkt:

„Gravel passt perfekt zur Region.“

Gravelbiken im Bayerischen Wald – Natur, Abenteuer & Genuss auf zwei Rädern

Ein Paradies für Schotterliebhaber

Der Bayerische Wald bietet für Gravelbiker nahezu perfekte Bedingungen: endlose Schotterstraßen, sanft geschwungene Wiesenwege und einsame Waldpfade. Hier rollt man durch eine Landschaft, in der die Natur noch den Ton angibt – weit weg vom Verkehrslärm, begleitet vom Rauschen der Blätter und dem Zwitschern der Vögel.

Gravelbike – der perfekte Allrounder

Robust wie ein Mountainbike, aber schnell wie ein Rennrad: Das Gravelbike ist wie geschaffen für die abwechslungsreichen Strecken im Bayerischen Wald. Mit breiten Reifen, stabilem Rahmen und sportlicher Geometrie meistern Gravelbiker mühelos wechselnde Untergründe – von feinem Schotter über Waldtrails bis zu asphaltierten Nebenstraßen.

Mit dem Gravelbike geht es den Dreisessel hinauf. foto(c) Tourismusverband Ostbayern /Stefan Schopf

Naturnah unterwegs

Wer durch den Bayerischen Wald gravelt, erlebt Natur pur: goldene Felder im Sommer, mystische Nebelschwaden im Herbst und glitzernde Bäche, die im Sonnenlicht funkeln. Immer wieder ergeben sich herrliche Ausblicke auf bewaldete Hügel, tiefe Täler und charmante Ortschaften.

Genussvolle Pausen

Zum Gravelbiken gehört mehr als nur in die Pedale zu treten – auch die Pausen sind ein Highlight. In den urigen Gasthöfen und Biergärten entlang der Strecke gibt es regionale Spezialitäten wie deftige Brotzeiten, knusprige Schweinshaxn oder frisch gezapftes Bier. Diese kulinarischen Zwischenstopps machen jede Tour zu einem Erlebnis für Körper und Seele.

Tipps für deine Gravel-Tour im Bayerischen Wald

  • Routenplanung: Nutze Apps oder GPS-Geräte, um die schönsten Schotter- und Waldwege zu finden.
  • Reifenwahl: Breitere Reifen mit gutem Profil geben dir auf losem Untergrund mehr Sicherheit.
  • Ausrüstung: Leichte Regenjacke, ausreichend Wasser und Energieriegel gehören in jede Gravel-Tasche.
  • Einkehr: Plane bewusst Pausen in kleinen Dörfern ein – so entdeckst du regionale Spezialitäten.