Kinderrucksäcke von Deuter und Vaude getestet: Tragende Elemente bei jeder Tour

Kinderrucksäcke von Vaude und Deuter haben wir für Euch geschultert um sie auf Tour zu testen. Von Deuter haben wir den Junior bepackt und über Wochen ausprobiert. Bei Vaude entschieden wir uns für den Puck 14. Wo die Vor- und Nachteile von dem jeweiligen Modell liegen, das zeigte sich draußen.

Kinderrucksäcke von Deuter und Vaude getestet: Hier ist der Vaude Puck 14 im Einsatz.
foto (c) kinderoutdoor.de

„Bergstiefel, Rucksack und Schlafsack müssen passen. In einem der drei Dinge steckst Du immer!“ erklärte mir einmal ein Bergführer. Was hilft die tollste Wanderung in den Alpen, auf dem Appalachian Trail oder der Kalapather Trek, wenn die Trekkingschuhe ganz übel drücken? Camping mit den Kindern kann in ein persönliches Survival Training ausarten, sobald  die Kleinen im Schlafsack frieren. Das schönste Bergpanorama verliert seinen Reiz, wenn der Rucksack drückt und scheuert. Deshalb ist wichtig, diese Ausrüstung in einem Fachgeschäft vor Ort zu kaufen und sich von Experten beraten zu lassen. Egal ob es sich um Wanderschuhe für den Familienurlaub im Allgäu handelt, oder um eine Hochtour im Himalaya. Das gilt auch für Rucksäcke. Im Fachgeschäft lasst Ihr Euch ein Gewicht in den Favoriten legen und testet dann vor Ort, wie angenehm sich der Rucksack trägt. Das gilt auch für Kindermodelle. Vaude stellt mit dem Puck 14 einen Rucksack zum Wandern vor. Obwohl ich den Puck auch als Sportrucksack oder im Alltag eingesetzt schon öfter gesehen habe. „Nahe“ dem Stammsitz von Vaude, im württembergischen Tettnang, musste sich bei einer Bergtour der Puck 14 beweisen. Es ging den Stoffelberg im Allgäu hinauf und durch den Falltobel. Das ist eine Waldschlucht mit Wasserfällen. Bei dem Stoffelberg mit seinen 1.067 Metern handelt es sich um einen Berg, den auch kleinere Kinder schaffen. Auch wenn manche Eltern und Bergsteiger über die vermeintliche geringe Höhe vom Stoffelberge abfällig grinsen mögen, es gibt dort auch steilere Passagen und hier ist es wichtig, dass der Rucksack optimal sitzt. 14 Liter Volumen hat der Kinderrucksack von Vaude. Zum Vergleich: Ein haushaltsüblicher Eimer fasst 10 Liter. Ausgerüstet ist der Vaude Pauck mit allen was kleine Entdecker benötigen:

  • Regenhülle
  • Sitzmatte
  • Lupe

Wie bei den Erwachsenen lassen sich die Trekkingstöcke an Schlaufen am Rucksack befestigen. In sechs unterschiedlichen Farbkombinationen ist der Puck 14 erhältlich. Vom Äußeren her überzeugt das Modell mit seinem aufgeräumten Design. Optimal fand unserer Testerin auch, wie übersichtlich die Fächer aufgeteilt sind. Auch Kinder schleppen eine Menge Krimskrams mit sich und der lässt sich dort optimal verstauen. Obligat sind seitlich die Taschen aus Netz, in denen sich Trinkflaschen verstauen lassen. Die Belüftung am Rücken könnte ein wenig besser sein. In sechs Farbstellungen gibt es den Vaude Puck 14 zu kaufen.

Unsere Bewertung: Fünf von sechs möglichen Kompassen

Kinderrucksack im Test: Mit dem Deuter Junior in den Bergen

Der Deuter Junior überzeugte im Test. Leider müssen die Eltern die Regenhülle extra kaufen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Im Garten vom Nachbarn, sind die Kirschen immer am schönsten. Das gilt auch für´s Bergsteigen. Schnell über die Grenze nach Tirol um dort den Deuter Junior auszuprobieren. Über ein Volumen von 18 Litern verfügt dieses Modell, dass entspricht ungefähr der Füllmenge von zwei Wassereimern. Jedoch sind diese im Gebirge deutlich weniger praktisch. Am Design der Rucksäcke für Erwachsene ist das Kindermodell angelehnt. Mit einigen interessanten Details kann der Deuter Junior überzeugen. Auf der Rückseite befindet sich eine kleine Schlaufe. Dort lässt sich ein Rücklicht befestigen. Beim Radfahren oder auf dem Nachhauseweg in der Dämmerung ist das ein Zugewinn an Sicherheit. Mit drei Außentaschen ist der Junior ausgerüstet. Zwei mit Netzmaterial und eine mit Reißverschluss. Von der Verarbeitung her lässt der Deuter Junior keine Wünsche offen. Sein Airstripes System soll die Luft am Rücken der Kinder besser zirkulieren lassen. Bei unserem Test gelang dies genauso gut wie beim Vaude Puck. Eine Schwachstelle hat dieser sonst rundum gelungene Kinderrucksack: Die Regenhülle müssen die Eltern extra hinzukaufen.

Unsere Bewertung: Fünf von sechs möglichen Kompassen

 

(* schreiben wir hin um Ärger zu vermeiden. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Das Testmaterial haben wir regulär selbst gekauft. Für den Artikel und die darin enthaltenen Links bekommen wir weder Geld, Sachleistungen, Provisionen oder andere Zuwendungen.)

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