Kinder schnitzen mit dem Taschenmesser einen Safrangelben Saftling

Kinder schnitzen mit dem Taschenmesser heute einen besonderen Pilz: Den Safrangelben Saftling. Warum gerade diesen? Weil er eine unglaublich kräftige Farbe hat und seine Form ideal ist, wenn die Kinder das Schnitzen lernen wollen. Außerdem ist dieser Saftling ein echter Hingucker! Wie immer haben wir eine Anleitung zum Schnitzen mit Fotos und das Ganze Schritt für Schritt.

„Warum schnitzt Du so gerne Pilze?“ fragt mich ein Kind ganz direkt. Puh, was für eine Frage! „Weil es so viele wunderschöne Pilze gibt!“ Alleine in Deutschland, so Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V. (DGfM) , gibt es etwa 12.000 verschiedene Pilzarten. Auf der Welt, schätzen Wissenschaftler, sind es drei bis 5,1 Millionen Arten von Pilzen. Wahrscheinlich liegt die Anzahl noch höher. Außerdem sind die Pilze ein eigenes Organismenreich. Es gibt die Tiere, Pflanzen und die Pilze. Was auch noch interessant ist, wie vielseitig die Pilze sind. Einige lassen sich für medizinische Zwecke einsetzen. Das antibiotische Penicillin produziert ein Schimmelpilz. Back- und Zuckerhefen sind die bekanntesten Nutzpilze. Durch sie kommt es auch zu einer alkoholischen Gärung. Wichtig sind für uns Outdoorer auch die Speisepilze. Sie bereichern unseren Speiseplan wenn wir draußen auf Tour unterwegs sind. Einen den wir keinesfalls verspeisen sollten ist der Safrangelbe Saftling. Er ist nämlich giftig. Wenn Ihr diesen leuchtenden Pilze seht, dann habt Ihr trotzdem einen Grund zur Freude: Der Safrangelbe Saftling steht unter Naturschutz und ist ein Zeichen dafür, dass seine Umgebung ökologisch gesund ist. Ganz nachhaltig schnitzen wir den Pilz aus dem nachwachsenen Rohstoff Holz. An Material benötigen wir:

Kinder schnitzen einen Pilz aus diesen Materialien.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wichtig ist: Seht Euch Fotos vom Safrangelben Saftling an. Die findet Ihr in Pilzbüchern oder dem Internet. Schaut auch genau den Hut vom Pilz an. Der hat es in sich.

Kinder schnitzen mit dem Taschenmesser: Alles eine Frage vom Stiel beim Pilz

Vor dem Schnitzen sucht Ihr mit den Kindern im Park oder Wald das passende Astholz zum Schnitzen. Lasst das Stück Holz länger als der Pilz später ist. Sägt etwa drei Zentimeter unterhalb vom Ende des Astes rundum in das Holz maximal bis zur Hälfte.

Sägt rund um das Holz ein.
foto (c) kinderoutdoor.de

Am anderen Ende wiederholt Ihr das Ganze. Wenn Euer Taschenmesser oder Multitool keine Säge hat, nehmt eine spezielle Holzsäge dafür her.

Rundet mit der großen Klinge ein Ende vom Ast ab.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der großen Klinge vom Taschenmesser rundet Ihr ein Ende vom Ast ab. Lasst in der Mitte eine „Nase“ stehen. Rundet den Hut ab und schnitzt immer wieder Scharten in das Holz. Schließlich ist der Hut vom Safrangelben Saftling alles andere als gleichmäßig. Dadurch bekommt der geschnitzte Pilz eine gewisse Lebendigkeit.

Entfernt das Holz zwischen dem Hut und Boden. Dadurch entsteht der Stiel vom Pilz.
foto (c) kinderoutdoor.de

Unser nächster Arbeitsschritt ist spannend. Die Kinder schnitzen das Holz zwischen den beiden Kerben weg, die wir gesägt haben. Dadurch schnitzen wir den Stiel von unserem Pilz. Dreht das Holz nach jedem Schnitt und seht es immer wieder kritisch an. So bekommt ihr einen gleichmäßigen Stiel hin. Den Boden könnt Ihr gerne unregelmäßig lassen. Auch dadurch kriegt Ihr ein großes Stück Lebendigkeit hin. Arbeitet noch ein wenig den Schirm vom Pilz nach. Die ganz auf Detailsversessenen können mit der Ahle Lamellen in die Unterseite vom Hut einschnitzen.

Malt den Pilz und Boden an.
foto (c) kinderoutdoor.de

Das Taschenmesser könnt Ihr zuklappen. Wer möchte kann den Safrangelben Saftling mit dem Schleifpapier abschmirgeln. So lassen sich auch noch letzte ungewollte Kerben ausbessern.

Unser Pilz lebt von seiner Farbe. Seht Euch nochmals die Fotos an, bevor Ihr die Wasserfarben vom Malkasten anmischt. Oben an der Spitze vom Hut ist die Farbe deutlich dunkler und nimmt dann zum Rand vom Hut hin ein wenig ab. Besonders diese Farbkombination macht den Saftling so auffällig. Nehmt Euch ein wenig Zeit und malt noch den Waldboden. Fertig ist dieser besondere Pilz.

 

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