Giftige Pflanzen für Kinder: Finger weg!

Giftige Pflanzen für Kinder finden sich in Gärten, auf öffentlichen Plätzen und in der Natur. Gut ist es, wenn Ihr als Eltern wisst, welche giftige Pflanzen für Kinder wann blühen und wie diese aussehen. Wir haben für Euch einige davon zusammengestellt. Wenn die Kleinen wissen, dass sie davon die Finger lassen sollen, habt Ihr eine Menge gewonnen.

Richtig lecker schmeckt der Spitzwegerich. Wir haben Euch schon einmal ein Rezept vorgestellt, wie Ihr mit dieser wild wachsenden Pflanze ein feines Omelett kochen könnt. Einen entfernten Verwandten sollten sich die Kinder besser nicht in den Mund stecken. Der wollige Fingerhut ist eine wichtige Heilpflanze und gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Wunderschön blüht diese Pflanze im Juni sowie Juli. Um sich gegen fressende Tiere zu schützen, lagerte der wollige Fingerhut bittere Glykoside ein. Im Gegensatz zum roten Fingerhut hat diese Art eine zweieinhalbfache Giftkonzentration in sich. Experten sagen, dass der Verzehr von drei bis vier Blätter tödlich wirken können. Ärzte hingegen wenden die Wirkstoffe vom Fingerhut an, um an Herz erkrankte Patienten damit zu behandeln.

Giftige Pflanzen für Kinder: Da gehört auch der Fingerhut dazu.
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Giftige Pflanzen für Kinder: Der weiße Stechapfel hat es in sich

Ursprünglich aus den Süden der USA und Mexiko stammt der weiße Stechapfel. Auch in Mitteleuropa hat sich diese Pflanze ausgebreitet. Mit seinen weißen Blüten die wie Trichter geformt sind, sieht diese Pflanze attraktiv aus. Dabei sind sämtliche Teile dieser Pflanze giftig. Von Juli bis Oktober blüht dieses Nachtschattengewächs. Früher setzten Ärzte und Apotheker den weißen Stechapfel als Medikament für Asthmatiker ein. Seine heilende Wirkung lag darin, Krämpfe und Husten zu lösen. Wenn Kinder Pflanzenteile davon essen kann dies schlimme Folgen haben. Bereits 0,3 Gramm können giftig wirken. Zum Vergleich: Ein Gummibärchen wiegt 2 bis 3 Gramm (je nach Hersteller und Sorte).

Der weiße Stechapfel ist auch eine Giftpflanze und gehört nicht in den Mund von Kindern.
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Giftiger geht es kaum: Der geflecke Schierling

Manchmal hält die Natur ein paar fiese Doppelgänger bereit. Ein solcher Fall ist der Wiesenkerbel und der gefleckte Schierling. Ersterer ist ein Wildkraut und seine jungen Blätter lassen sich kochen. Auch eignet sich dieses Kraut perfekt zum Würzen. Zum Mixen hingegen eignet sich der gefleckte Schierling. In der Antike mixten die Büttel daraus einen tödlichen Cocktail. Sokrates musste den Schierlingsbecher austrinken und starb daran. Es ist das Coniin, welches zu Lähmungen führt. Bei einem erwachsenen Menschen reichen ein Gramm davon aus um tödlich zu wirken. Von Juni bis August seht Ihr den gefleckten Schierling blühen. Als Standorte liebt er Brachflächen oder die Ränder von Äckern, Wiesen und Straßen.

Weißer Germer: Sieht harmlos aus und ist giftig

Früher stellten die Menschen auf dem Land aus dem Weißen Germer einen Sud her. Damit haben sie sich die Haare gewaschen und es gab viele Tote. Bei den Läusen. Auf sie wirkte das Konktaktgift hervorragend. Dies ist auch der Grund, warum der Weiße Germer auch den Namen Lauskraut oder Lauswurz trägt. Auch bei Blattläusen funktioniert dieses natürliche Mittel hervorragend. Die Weiden suchen heute noch die Hirten ab um diese Pflanze sofort auszureißen. Ältere Ziegen, Kühe oder Schafe wissen, dass dieses Kraut nicht zum Fressen ist. Jungtiere hingegen können, wenn sie den Weißen Germer verspeist haben, daran versterben. In den Bergen und dem Alpenvorland ist diese giftige Pflanze beheimatet. Alle Teile der Pflanze enthalten giftige Alkaloide. Interessant ist, dass deren Konzentration mit der Höhe in der diese Pflanze wächst abnimmt. Ein Toxikologe aus Neuseeland vertritt die These, dass Alexander der Große am Gift vom Weißen Germer starb. Von Juni bis August blüht diese Giftpflanze.

Sieht harmlos nett aus, ist aber giftig: Der Weiße Germer.
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Überall zu finden und giftig: Der Oleander

Im Mittelmeerraum wuchert der Oleander neben den Straßen. Viele Gartenfreunde haben diese immergrüne Pflanze in großen Trögen. Sie hegen und pflegen den Oleander auch im Winter. Bestimmte Sorten halten sogar bis −10 °C problemlos aus. Dabei wissen die Wenigsten, dass es sich beim Oleander um eine giftige Pflanze handelt. Sämtliche Teile vom Oleander enthalten das Glykosid Oleandrum.

Eigentlich ein botanischer Langweiler, aber giftig. Der Oleander.
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