Thule chariot Cross Country Skiing Kit getestet in den Loipen um Åre

Thule Chariot Cross Country Skiing Kit bringt Eltern und Kinder in die Loipe. Anstatt umständlich einen Schlitten hinter sich herziehen schnallen sich die sportlichen Eltern den Beckengurt von dem praktischen Thule Set um. Im schwedischen Åre, dort finden 2018 die alpine FIS Ski WM und die Biathlon WM statt, haben wir in der Loipe das Thule Chariot Cross Country Skiing Kit ausprobiert und kamen dabei kräftig ins Schwitzen.

Ein kaum steigerbarer Muskelkater quälte mich am nächsten Tag. Nur mit größten Schmerzen und Beinen so schwer wie Blei, wälzte ich mich irgendwie aus dem Bett. Der Test ging gestern etwas daneben. Rein körperlich. Gestern hatte ich mich mit den Falschen angelegt und dafür büße ich heute mit völlig übersäuerten Muskeln. Dabei lief alles gut. Anfänglich zumindest. Eine Lopie bei Åre ist ungefähr so einfach wie bei Lidl einen reduzierten Artikel im Regal zu entdecken. In Schweden ist der Skilanglauf Volkssport Nummer eins, auch wenn Åre vor allem als Wintersportort für Skifahrer und Snowboarder bekannt ist. Wenn der lange Skistar Zug im Bahnhof einfährt, dann haben die meisten Passagiere Alpinski in den langen Packtaschen dabei. Trotzdem sind auf den Loipen um den WM-Ort viele Sportler in der Loipe unterwegs. „Einen Tag auf der Piste und einen in der Loipe!“ erklärt mir ein Schwede grinsend sein Sportprogramm. Bevor ich in die Spur starte baue ich den Chariotanhänger um. Mit wenigen Handgriffen sind die Räder demontiert. Statt dessen klicke ich die beiden kurzen, schwarzen Ski dort ein. Überrascht bin ich wie leicht die Zugstangen sind. Sie lassen sich in ebenfalls kurzer Zeit auf die ideale Länge einstellen. Einfach den Verriegelungsstift raus und entsprechend wieder einstecken sowie sichern. Für ein Schuhregal vom schwedischen Möbeldiscounter braucht es deutlich mehr Zeit. Das Kind sitzt gut eingepackt im Anhänger und beobachtet mit interessiert. Bei folgenden Kinderanhängern lässt sich das Langlaufset einbauen: Thule Chariot Sport, Thule Chariot Cross, Thule Chariot Cab, Thule Chariot Lite sowie der Thule Chariot Cheetah XT. Soweit ist alles vorbereitet. Ich habe meine Schuhe in die Bindung der Langlauf-Ski einklicken lassen und schnalle mir nun den Hüftgurt um. Dieser ist breit geschnitten und angenehm gepolstert. Weil die schwedischen Entwickler, im Gegensatz zu mir, wissen wie viel Schweiß Eltern mit dem Gespann in der Loipe verlieren, ist eine Halterung für eine Trinkflasche am Hüftgurt angenäht. Den Gurt noch verriegeln und schon starte ich im Schlittschuschritt durch. Es geht deutlich weniger flott vorwärts, als ich es sonst gewohnt bin. Der Anhänger macht sich schon auf den ersten Metern bemerkbar. Noch bin ich in Sichtweise vom Parkplatz und die gut präparierte Loipe ist eigentlich angenehm flach.

Thule Chariot Cross Country Skiing Kit: Duell am Anstieg

Bald ist der Parkplatz hinter dem verschneiten Bergwald verschwunden. Eigentlich läuft es bisher ganz gut. Plötzlich höre ich hinter mir das markante Geräusch von einem anderen Skilangläufer, der kräftig mit den Stöcken einsticht. Eine zierliche Sportlerin kommt, ebenfalls mit einem Thule Chariot Anhänger, angelaufen. Ich erhöhe mein Tempo und immer wieder blicke ich mich um. Der Abstand nimmt immer mehr als. Da hilft es wenig, wie spurtreu der Anhänger auf Ski hinter mir herläuft. Das Kind ist bereits eingeschlafen. Ein untrügliches Zeichen, wie angenehm es dort ist. Mir ist es alles andere als angenehm und ich schwitze bereits heftig. Der Schweiß rinnt über die Stirn und in die Augen, die dann zu brennen beginnen. Immer näher kommt die andere Skilangläuferin. Nach einer Kurve sehe ich einen längeren Anstieg. Wunderbar, denke ich mir, hier verschaffst Du Dir einen Vorsprung und den baust Du in der Abfahrt aus. So motiviert gehe ich den Anstieg an. Doch die Sportlerin mit Kinderanhänger holt nun deutlich mit jedem Meter auf. Bald sind wir gleichauf. „Hallo1“ grüßt sie freundlich und fragt mich auch noch, wie zufrieden ich mit dem Thule Chariot Cross Country Skiing Kit bin. Im Gegensatz zu der Frau ringe ich nach Luft und Worten. Locker lässig lässt sie mich auf halber Höhe stehen und fliegt regelrecht nach oben. Im Gegensatz zu mir. Ich muss mir jetzt jeden Meter erkämpfen und habe größte Mühe nicht nach hinten abzurutschen. Oben angekommen sehe ich auf der Abfahrt die Mutter mit dem Anhänger entschwinden. Ich muss mich erst einmal verschnaufen. Als ich wieder halbwegs Luft bekomme, steht ein Schwede vor mir. „Respekt! Also da hast Du doch ganz gut dagegen gehalten!“ meint der Einheimische grinsend. Ich habe keine Ahnung was er mit dieser Anspielung meint. Doch der Schwede klärt mich auf und erzählt bei welchen Wettkämpfen diese schnelle Mutter mitgelaufen ist und welchen Langlaufkadern sie angehörte. Er klopft mir auf die Schulter und flitzt den Berg hinunter. Vorsichtig nehme ich die Abfahrt und lasse die Ski laufen. Ein wenig schiebt der Anhänger von hinten, aber deutlich weniger, als ich befürchtet hatte. So gut es geht laufe ich die die Runde zu Ende. Am Thule Chariot Cross Country Skiing Kit lag es nicht, dass ich eine unnatürliche Gesichtsfarbe habe, die an einen Truthahn erinnert. Kurz nach mit trifft die ehemalige Spitzenathletin ein. Sie wirkt völlig entspannt und ist fünf Runden gelaufen. Ehre, wem Ehre gebührt!

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

 

 

 

 

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