Skitouren mit Kindern: Auf den Grünten steigen und abfahren dank ehemaliger Pisten

Skitouren mit Kindern brauchen besondere Höhepunkte: Der Wächter vom Allgäu ist so ein besonderer Berg. Mit seiner weithin sichtbaren Funkanlage ist der Grünten ein markanter Berg. Auf den ehemaligen Skipisten kommt Ihr den größten Teil der Skitour flott bergauf. Mit größeren und bergerfahrenen Kindern ist der Grünten ein idealer Berg für eine gemeinsame Tour. Bekannt ist der Gipfel für die wunderbare Aussicht. Am Gipfelhang heißt es aufpassen, denn dieser ist steil und entsprechend Lawinen gefährdet. 

Skitouren mit Kindern: Wenn die Outdoorkids größer und bergerfahren sind, lockt der Grünten als Ziel einer Skitour.
foto (c) kinderoutdoor.de

„Wo ist hier das Gipfelkreuz?“ fragen sich das ganze Jahr über die Wanderer oder Skitourengeher, wenn sie auf dem Grünten stehen. Es fehlt, auf dem ersten Blick zumindest, das obligate Kruzifix. Stattdessen steht auf dem Plateau vom Grünten ein Ehrenmal für die Gebirgsjäger. Dieses erinnert eher an eine nepalesische Tschorte. Wenn der Wintertag klar und kalt ist, dann ist der Grünten eine Art Fernrohr. Die Zugspitze und etliche mit Schnee bedeckten Gipfel der Schweiz sind von hier aus als riesiges Panorama zu sehen. Alleine deswegen lohnt sich der Aufstieg. Ihr schnallt die Ski am Parkplatz „Kammeregger Weg“ an. Früher herrschte hier im Winter ein Ansturm von Autos, denn von dort ging es zu den Skiliften. Die Piste ist weniger für ihr steiles Niveau bekannt gewesen und entsprechend gemütlich geht es bergauf. Nach dem freien Gelände teilt ein kleiner Wald die ehemalige Piste. Egal ob Ihr die rechte oder linke Seite zum Aufstieg wählt, beide kommen wieder zusammen. Imemr wieder seht Ihr das Ziel von dieser Skitour vor Euch: Den Grüntengipfel und vor allem die rot-weiß bemalte Antenne vom Bayerischen Rundfunk. IHr seid jetzt am Weg der hinauf zur Alpe Kammeregg führt. Auch im Winter ist diese urgemütliche Alm geöffnet, allerdings sind die Öffnungszeiten anders als im Sommer. Hier lohnt es sich vorher zu informieren um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Passt auf was von oben auf Euch zukommt, denn Schlittenfahrer rodeln gerne von hier hinunter.

Skitouren mit Kindern: Aufgepasst am Gipfelhang

Noch einmal führt Euch der Aufstieg kurz durch den Wald. Anschließend nimmt das Gefälle spürbar zu. Manche klappen bereits an dieser Passage die Steighilfe der Tourenbindung auf. Kurz und heftig ist dieser Abschnitt um anschließend in ein deutlich flacheres Gelände überzugehen. Bald ist die Grüntenhütte erreicht. Im Winter ist sie täglich, außer Dienstags, geöffnet. Es gibt sogar spezielle Skitourenabende am Mittwoch und Freitag. An diesen Terminen ist die Grüntenhütte bis 22 Uhr offen. Anschließend brettert Ihr mit der Stirnlampe hinunter ins Tal. Wir steigen weiter auf und halten uns am linken Rand der Piste. Dieser Nordosthang hat es in sich und fordert noch einmal konditionelle Reserven. Parallel verläuft der Schlepplift. Während oben an der Bergstation die Alpinskifahrer los brettern, sind die Skitourengeher dem Ziel deutlich näher. Noch ein paar hundert Meter geht es hinauf bis zum Gratrücken. Dort kann Lawinengefahr bestehen. Dort gelangt Ihr an eine Rinne und sie ist der Ort, wo Ihr die Ski deponiert. Keine Sorge, von den Alpinen steigt niemand herauf um die Tourenski zu klauen. Meistens sind hier ausgetretene Spuren von anderen Tourengehern, an denen Ihr Euch orientieren könnt. Mit den Tourenschuhen dauert es deutlich länger, diese letzte Passage aufzusteigen als im Sommer. Oben angekommen seht Ihr das Ehrenmal für die Gebirgsjäger. Um genau zu sein heißt der Hauptgipfel vom Grünten Übelhorn, aber das nur für die ganz Akkuraten. Beliebt ist der Grünten als Halbtagestour wegen des Ausblicks. Weit seht Ihr von dort oben ins Illertal hinein. Markant hebt sich die Hörnergruppe aus dem Panorama ab. Gut zu erkennen ist die Nagelfluhkette. Je nach Standort ist auch der winterliche Alpsee von dort oben aus zu sehen. Steigt wieder ab zum Skidepot und jetzt erwartet Euch die Abfahrt. Am besten Ihr schwingt so zurück zum Parkplatz wie Ihr aufgestiegen seid.

Höhenmeter: 790

Dauer: 3 Stunden

Start: Parkplatz ehemaliger Kammeregger Lift

Gefahr: Gipfelhang!

 

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