Schlitten fahren: Rodelbahnen in den Alpen für Familien

Schlitten fahren ist eine wunderbare Alternative im Winterurlaub zur Skipiste. Wer immer noch meint, dass Rodeln etwas für kleine Kinder ist, der sollte in den Alpen ins Tal brettern. Das ist Wintersport vom Feinsten! Geschwindigkeit, Fahrtechnik und ein direkter Kontakt zur Natur sind eine perfekte Kombination. Wir stellen Euch heute verschiedene Rodelbahnen für Familien vor.

Die Meisten kennen das Tannheimer Tal vom Skifahren. Für Familien ist es ideal und hat um die 81 Kilometer Winterwanderwege. Doch die Outdoorkids wollen Action und die bekommen sie beim Rodeln. Beliebt ist bei Familien die Rodelbahn von der Alpe Stubental. Ihr parkt das Auto am Ortsausgang von Langenschwand. Dort weisen Euch die Schilder den Weg zur Alpe. Zuerst kommt Ihr am Kamelstüble vorbei und verlasst Langenschwand. Über freies Feld steigt Ihr Richtung Berwald auf. Bald gabelt sich der Weg und Ihr haltet Euch links. Ihr gelangt in den verschneiten Forst und es geht immer bergauf. Bald passiert Ihr die Terklerschwand Alpe. Ihr kommt nach 1,2 Kilometern an eine T-Kreuzung. Hier haltet Ihr Euch links und folgt dem Weg hinauf zur Alpe Stubental auf 1.284 Metern Höhe. Donnerstag ist hier immer Ruhetag. Auf dem Aufstiegsweg fahrt Ihr wieder hinunter nach Langenschwand. Vom Charakter her ist diese natürliche Rodelbahn einfach, trotzdem ist es sinnvoll wenn Ihr mit Schutzhelm unterwegs seid.

Schlitten fahren: Die Rodelbahn Kopphütte

Einige Kilometer rasante Abfahrt mit dem Schlitten erwarten Euch in der Hochkönig Region. Eine Rodelbahn hat es uns besonders angetan: Die von der Kopphütte. Wer möchte steigt von Mühlbach am Hochkönig auf zur Kopphütte. Ihr startet beim Parkplatz an der Kreuzung der B 164 nahe der Dorfmühle. Steigt auf Richtung Rohrmoos und durch den Bergwald hinauf zum Alpengasthof Kopphütte. Passt bitte beim Aufsteigen auf, denn immer wieder kommen Euch Rodler entgegen. Bei der Kopphütte könnt Ihr Euch auch die Schlitten für 3.– Euro ausleihen und deftig einkehren. Doch es geht deutlich gemütlicher. Fahrt mit dem Skibus, die Outdoorkids freuen sich sicher darüber Richtung Arthurhaus. Steigt bei der Kopphütte aus und wandert gemütlich etwa 15 bis 20 Minuten bis zum Start der Rodelbahn. Zuerst fahrt Ihr eine lange Gerade durch freies Gelände auf den Bergwald zu. Es folgen zwei Haarnadelkurven die eine Beherrschung des Schlittens voraussetzen. Anschließend baut der Kufenflitzer wieder Tempo auf und es folgt abermals eine technisch heftige Kurvenkombination. Noch einmal müssen die Rodelpiloten Ihr Können beweisen, wenn sie aus dem Wald kommen. Runter geht es Richtung Rohrmoos. Hier heißt es den Schlitten laufen lassen. Ist es frostig und der Schnee leicht vereist, dann baut die Rodel zum Finale noch einem kräftig Geschwindigkeit auf.

Schlitten fahren in Südtirol: Rodeln von der Reinswalder Wiesn

Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften fallen immer wieder Südtiroler Rodler mit Spitzenplatzierungen auf. Kein Wunder, denn in Südtirol gibt es genügend Möglichkeiten mit dem Schlitten den Berg hinunter zu rasen. Im Sarntal gibt es die bekannte Rodelbahn bei der Reinswalder Wiesn. Mit der Seilbahn gondelt Ihr hinauf zum Start, dieser befindet sich direkt dort. Weil der Hang aber so sonnig ist, lohnt es sich in der Pichlbergalm einzukehren und sich auf die Sonnenterrasse zu setzen. Die Naturbahn ist alles andere als landweilig. Das Gefälle beträgt im Durchschnitt zehn bis zwölf Prozent. Besonders heikle Passagen sind mit Holzwänden gesichert. Besonders fordernd sind die engen Kurven. Hier gilt es rechtzeitig zu bremsen um anschließend den Schlitten wieder Fahrt aufnehmen zu lassen. Wer sehen möchte, wie es die Profis zu tun, der kann sich die erfahrenen Rodler auf der benachbarten Wettkampfbahn ansehen. Die sind mit einem anderen Tempo unterwegs. Nach der Sunnalm kommt eine lange Gerade, die dazu verleitet mit dem Schlitten zu schnell zu fahren. Doch Vorsicht! Am Wegkreuz erwartet Euch eine scharfe Rechtskurve. Kurvig geht es weiter bis Ihr im Ziel in Reinswald ankommt.

 

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