Den richtigen Schlitten finden: Davoser, Wok oder Plastikbob

Den richtigen Schlitten finden ist am Anfang vom Winter wichtig. Das Sportgerät und die Kinder müssen zusammenpassen. Außerdem ist es eine Investition für viele Jahre. Schlitten, Wok oder Bob haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Diese wollen wir aufzeigen um Euch die Entscheidung zu erleichtern.

Welcher Schlitten ist der Richtige? Klassischer Holzschlitten oder Gaudigefährt Zipfelbob?
foto (c) kinderoutdoor.de

„Ob als Familie mit dem Nachwuchs oder mit Freunden in der Gruppe, beim Rodeln ist keiner ausgeschlossen. Jeder kann sich auf einen Schlitten setzen und losfahren, die Technik spielt dabei keine Rolle, man sollte nur sein Tempo seinem Können anpassen. Rodeln ist also ein „Sport“ für alle mit Emotionen wie Gleiten oder Geschwindigkeit in einer wunderschön verschneiten Winterlandschaft“ erklärt der bekannte Journalist Stefan Herbke. Regelmäßig veröffentlicht er einen Rodelführer und kennt die Schlittenbahnen zwischen Erzgebirge und Alpen. Für die längste Rodelbahn Europas, in Grindelwald mit 15 Kilometern, brauchen die Piloten einen anderen Schlitten als für einen 15 Sekunden Hügel im Stadtpark. Doch warum bleibt der eine Schlitten am Hang regelrecht stehen, während der andere wie Deutschland I durch den Eiskanal flitzt? „Abhängig vom Schnee ist die Breite der Kufen ausschlaggebend. Bei weichem Schnee sinkt etwa ein Davoser Schlitten mit seinen schmalen Kufen ein und ist daher sehr langsam, während ein Sportrodel mit seinen breiten Kufen selbst im tiefen Sulz noch locker drüber rauscht. Wie der Name schon sagt sind Sportrodel sehr schnell, allerdings sind die nur etwas für ambitionierte Rodler: Die Sitzposition ist tief und damit sehr sportlich, gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung sowie Ziehen am Leitriemen. Gelegenheitsrodler sollten besser zu einem anderen Schlitten greifen, zu einem klassischen Davoser, einem Hörnerrodel oder einem Tourenrodel,“ so Herbke der Experte für Rodelbahnen.

Den richtigen Schlitten finden: Ein Klassiker für Generationen

Im Alpenraum gibt es immer wieder uralte Schlitten zu sehen, mit denen schon die Urgroßeltern der heutigen Besitzer das Holz ins Tal gebracht haben. Diese Gefährte halten immer noch, weil sie handwerklich solide gefertigt und gepflegt sind.

Bei den Holzschlitten gibt es unterschiedliche Typen. Dazu der Rodelpapst Stefan Herbke: „Für Gelegenheitsrodler wäre dies der Hörnerrodel: Ein Klassiker mit Gurt- oder Lattensitz und nach oben verlängerten Kufen, die durch ihre Bogenform gut zum Greifen sind. Wer sportlicher unterwegs sein möchte, der nimmt einen Tourenrodel. Der ist schnell, aber nicht so bissig und unbequem wie ein Sportrodel und auch als Kinder- und Jugendrodel erhältlich.“ Eine schlaue Lösung stellt der klappbare Schlitten dar. Mit wenigen Handgriffen ist die Rodel flach zusammengeklappt und nimmt wenig Platz im Kofferraum oder der Skibox weg.

Vorteile von einem Holzschlitten:                                                                 Nachteile von einem Holzschlitten:

– langlebig                                                                                                          – schwer

– stabil                                                                                                              – erst für Kinder ab vier Jahren geeignet

–  vielseitig einsetzbar                                                                                   – Bedarf Pflege

Den passenden Schlitten finden: Sicher am Lenker vom Bob   

Viele Kinder bevorzugen den Plastikbob.
foto (c) kinderoutdoor.de

   

Leuchtende Augen bekommen Kinder wenn sie Gleichaltrige mit einem Plastikbob den Hügel hinunter brettern sehen. Zum einen sieht so ein Bob vom Design cool aus und lässt sich wie ein Auto mit einem Lenker steuern. Bei optimaler Schneelage kann der Bob in kurzer Zeit Tempo aufbauen.  Eine Sonderform ist der Zipfelbob. Mit einer Art Steuerknüppel können die Outdoorkids dieses Gefährt steuern.

Vorteile von einem Plastikbob:                                                                 Nachteile von einem Plastikbob:

– wiegt wenig                                                                                                   – wenig komfortabel

– steuerbar                                                                                                      – wengier langlebig als ein Holzschlitten

Alles Wok, oder was?

Durch Stefan Raab ist das Rodeln mit einem Rutschteller populär. Weil diese Schlittenart von seiner Form her an eine traditionelle chinesische Pfanne erinnert sagen die meisten Leute Wok dazu. Der Fachmann Stefan Herbke hat dazu seine Meinung: „Einen Wok habe ich noch nie ausprobiert und funktioniert wohl höchstens in einer Bobbahn, in der die Richtung klar vorgegeben ist – steuern lässt sich die Schüssel garantiert nicht.“ Ähnlich funktioneren die aufblasbaren Schneereifen. Darauf können die Kinder sitzen oder liegen. Ein Problem ist jedoch, dass sich diese schwer lenken lassen. Eine andere Sonderform sind aufblasbare Schlitten, auch Airboard genannt. Diese Flitzer bauen schnell Geschwindigkeit auf, setzen aber eine sichere Fahrweise voraus.

 

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