Wandern mit Kindern in Berchtesgaden: Herbst erst recht!

Wandern mit Kindern in Berchtesgaden hat zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Im Herbst kommt das Fjordartige vom Königssee noch besser zur Geltung. Wer jetzt in den tiefsten Süden Bayerns reist, der kann in Ruhe die Bergwelt entdecken. Wir stellen Euch Touren für die ganze Familie rund um Berchtesgaden vor.

Ihr sucht einen ausgezeichneten Wanderweg mit wenigen Höhenmetern? Dann solltet Ihr Euch den Königsseer Fußweg ansehen. 2016 zeichnete ihn der Deutsche Volksportverband DVV zum Schönsten seiner Art in der Rubrik „Land und Natur“ aus. Unterwegs seid Ihr auch auf dem Weg der Holztrift und lernt eine Menge über diese lebensgefährliche Arbeit. Ihr wandert am Bahnhof von Berchtesgaden los. Von hier geht Ihr zum Triftplatz. Dahinter beginnt der beschilderte Weg zum Königssee. Ihr folgt der Königsseer Ache. Nach einem Kilometer führt Euch eine Brücke über den Fluss. Folgt weiterhin den Achenweg. Bald kreuzt Ihr die Untersteinerstraße. Folgt dem Königsseer Fußweg weiter. Bald ist die Fischerlebniswelt Königssee mit der Fischerhütte erreicht.

Hier lohnt sich ein Besuch mit den Kindern. Vorbei am Campingplatz Grafenlehen und der Ache folgend erreicht Ihr den Auslauf vom Königssee. Hier fließt das Wasser in die Ache ab. Es lohnt sich einen Abstecher in den Malerwinkel zu unternehmen. Hier gibt es das gleichnamige Cafè und hier errichtete auch Friedrich Ferdinand von Beust 1896 eine Villa. Der Gute Mann konnte es sich leisten, denn er war Minister in Sachsen. Von hier auch könnt Ihr auch die  Insel Christlieger sehen.  Dort legt allerdings kein Schiff an. Mit einem Fernglas könnt Ihr auch die Statue vom Heiligen Nepomuk entdecken. Sie steht seit 1771 dort. Damals gab es an dieser Stelle ein Bootsunglück. Die vier Verunglückten konnten die Helfer noch retten. Was die Wenigsten wissen: Unterhalb der Statue ist eine Grotte. Dort gibt es einen Brunnen aus dem 16. Jahrhundert. Wer und in welchem Jahr diese Grotte auf der kleinen Insel im Königssee anlegte ist bis heute ungeklärt. Der Heilige Nepomuk ist auch der Schutzpatron der Flößer. Diese ließen jedes Jahr das Holz triften. Zuerst stauten sie das Wasser an und brachten den künstlichen Damm zum Bersten. Die Wassermassen rissen die Baumstämme mit sich. Unterwegs mussten die Triftknechte mit langen Stangen das Holz, wenn es sich am Ufer verfing, wieder zurück in die Strömung bugsieren. Ihr kommt zum Glück weniger gefährlich zurück nach Berchtesgaden und nehmt den Hinweg.

Wandern mit Kindern in Berchtesgaden: Auf den Balkon vom Königssee

Ein Klassiker ist die Tour auf den Grünstein. Denkt bitte daran, dass das Gasthaus am Grünstein Ende Oktober schließt. Nehmt entsprechend Verpflegung mit. Ihr geht am Parkplatz Hammerstiel los. Folgt den Schildern mit der Nummer 445. Diese Tour ist optimal ausgeschildert. Durch den dichten Forstwald geht es hinauf. Ihr folgt immer dem Bach. Wenn Ihr 20 Minuten aufsteigt überquert Ihr auf einer schmalen Brücke den Bergbach und haltet Euch links. Jetzt folgt eine Serpentine auf die andere. Immer steiler geht es bergan. In die Forststraße geht der Wanderweg über.

Wandern mit KIndern Berchtesgaden: Steigt doch auf den Grünstein!
foto (c) kinderoutdoor.de

Von hier aus geht es weiter zur Grünsteinhütte (1.220 Meter). Sie ist vom 1. Mai bis Ende Oktober durchgehend bewirtschaftet und es gibt keinen Ruhetag. Denkt bitte daran, dass Ihr dort leider nicht übernachten könnt. Das braucht Ihr auch nicht, denn in gemütlichen 20 Minuten erreicht Ihr den höchsten Punkt vom Grünstein. Hier endet auch der legendäre Klettersteig. Im Herbst habt Ihr einen wunderbaren Panoramablick auf die umliegenden Berge. Überall leuchtet der Wald in den buntesten Farben. Es kann aber auch neblig sein. Dann erheben sich die Gipfel vom Schneibstein und dem Jenner wie Inseln aus dem Nebel. Hier auf dem Gipfel vom Grünten lohnt es sich eine Pause mit den Kindern einzulegen. Auf dem gleichen Weg wie Ihr aufgestiegen seid, kommt Ihr wieder hinunter zum Ausgangspunkt beim Parkplatz Hammerstiel.

 

 

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