Outdoor Rezepte für Kinder: Südtiroler Schlutzkrapfen

Outdoor Rezepte für Kinder sind international. Deshalb haben wir heute den Südtirolern in die Pfannen geschaut und ein Rezept für Schlutzkrapfen ergattert. Wobei ich bei meinen Wanderungen in den Bergen festgestellt habe, dass diese unglaublich leckeren Nudeln auch in anderen Alpenregionen vorkommen. Dort haben sie dann einen etwas anderen Namen. Kinderleicht ist dieses Outdoor Rezept auf einer Berghütte zu kochen und es gibt kaum etwas Besseres zum Abendessen nach einem langen Tag auf der Skipiste.

„Schluchzkarpfen bitte!“ diese Bestellung gab tatsächlich ein Tourist in einer Südtiroler Berghütte auf. Wie sollte ich mir einem Schluchzkarpfen vorstellen? Ein Karpfen der vor sich hin schluchzt? Der Wirt dieser urigen Hütte nahm es weniger genau und servierte keinen Fisch, sondern wusste was der Gast wollte: Schlutzkrapfen. In Kärnten hörte ich einmal den Begriff Schlickkrapfen für dieses leckere Essen. Während in Osttirol manche Einheimische Schlipfkrapfen dazu sagen. Vielleicht könnten sich alle einmal auf den Begriff: Alpenmaultasche einigen? Der Ursprung des Namens kommt aus dem alten Wort „Schlutzen“ das bedeutet soviel wie rutschen. So viel ist klar, die Schlutzkrapfen rutschen richtig gut runter. Auch wenn die Schlutzkrapfen auf dem ersten Blick schwer zum selbst Kochen aussehen, sie sind eigentlich ganz simpel. Ein Hüttenwirt nahm mich mit in die Küche und dort durfte ich unter seiner Anleitung meine ersten Schlutzkrapfen zubereiten. Kinderleicht ist dieses Rezept und wenn Ihr mit den Kindern im Winter auf einer Berghütte seid, dann kocht doch zusammen dieses uralte Outdoor Rezept aus den Alpen.

Outdoor Rezepte für Kinder: So bekommt Ihr die perfekten Schlutzkrapfen hin

„Wichtig ist das Mehl!“ erklärte mir der Hüttenwirt. „Hier solltest Du auf Qualität achten, denn vom Mehl hängt bei den Schlutzkrapfen ab“ gab mir der Koch mit auf den Weg. Zuerst gab er die beiden Mehlsorten in eine Schüssel und schlug dann zwei Eier dazu ein. Anschließend gab er etwa zehn Esslöffel von lauwarmen Wasser sowie einen Schuss Speiseöl hinzu. Was nun folgte spart Euch das Fitness-Studio. Ihr müsst nun das Gemisch zu einem Teig verarbeiten. Rühren und dann kneten ist hier angesagt. Wenn Ihr damit fertig seid, wickelt den Teig in ein und lasst ihn mindestens 30 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit müsst Ihr nicht den Outdoorkids zum Kartenspielen anfangen um die Zeit rum zu bringen, sondern es gibt genug zu tun. Zuerst wascht Ihr bitte gründlich den frischen Spinat, nicht den „toten“ aus dem Gefrierfach. Es macht Sinn den Spinat gründlich zu säubern, sonst knirschen die Schlutzkrapfen beim Essen. Keine Panik, wenn der Spinat Euch viel zu viel erscheint. Gebt ihn in eine Pfanne und lasst den Spinat dort kurz. Wartet bis der Spinat in sich zusammenfällt. Lasst den Spinat abkühlen. Raus mit dem Taschenmesser und schnippelt die Zwiebel in möglichst kleine Würfel. Bräunt diese in Butter ein wenig an. Hackt die Petersilie möglichst klein und vermischt sie mit dem Spinat und der Zwiebel. Gebt außerdem Ricotta hinzu und reibt frisch einen würzigen Bergkäse hinein. Das Ganze vermischen. Würzt die Mischung mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Somit ist die Füllung fertig. Kommen wir zur Hauptsache: Dem Nudelteig. „Spar nicht mit dem Mehl“ rät mit der Südtiroler Hüttenwirt und mehlt sich auch die Hände ein. Mit einem Nudelholz rollt Ihr den Teig dünn aus. „Als Form nimmst ein Glas oder einen Becher her!“ empfiehlt der Profi aus den Dolomiten. Es ist plötzlich wie an Weihnachten und ich steche voller Schwung die Teigplatten aus. In die Mitte setzt der Profi nun die Füllung mit Hilfe von einem Löffel. „“Das Ganze hält besser, wenn Du die Ränder vom Teig ein wenig anfeuchtest“ empfiehlt der Südtiroler. Er klappt den Teig zusammen und drückt ihn an den Rändern zusammen. Bei mir dauert das Ganze deutlich länger. Wenn er fünf Schlutzkrapfen fertigstellt, bin ich mit einem so lala durch. Am Ende ist klar zu sehen, welche Teigtaschen der Profi geformt hat und welche ich. In der Zwischenzeit gebt Ihr in einen Topf mit Wasser ein wenig Salz hinein und bringt lasst das Wasser kochen. Für etwa fünf Minuten lasst Ihr darin die Schlutzkrapfen Ihre Runden drehen. Anschließend holt Ihr sie rausm lasst sie abtropfen und bräunt sie in der Pfanne kurz an. So schmecken die Alpen!

Zutaten:

250 Gramm Weizenmehr

250 Gramm Roffenmehl

zwei Eier

zwei Esslöffel Speiseöl

500 Gram frischen Blattspinat

2 große Zwiebeln

200 Gramm Butter

200 Gramm Ricotta

Petersilie

Bergkäse

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

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