Outdoor Kochen im Winter: Fire and Ice!

Outdoor Kochen im Winter ist ein kleines Abenteuer. Ein Lagerfeuer im Schnee zu entfachen, ist deutlich schwerer als im Sommer oder Frühling. Doch nach einer Nachtwanderung durch den Winterwald, ist ein offenes Feuer ein wunderbarer Abschluss für die Kinder. Wir haben die Tipps dafür wie Ihr das hinbekommt. Auch das Kochen mit Gas– oder Spirituskochern im Winter will gelernt sein.

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Ein Waldweihnacht ist für Kinder und Erwachsene was ganz Besonderes. Mit Fackeln und Laternen ziehen in der Dunkelheit die Familien durch den verschneiten Wald. Am Ende erwartet die Outdoorkids ein Lagerfeuer mit Früchtepunsch und Stockbrot. Wenn Schnee liegt, dann seid Ihr als Outdoorer gefordert. Denn, wie Ihr alle wisst, ist Schnee gefrorenes Wasser. Ein Feuer bringt es zum Schmelzen und kann die Flammen wieder zum Erlöschen bringen. Eine wichtige Frage stellt sich: Ist der Schnee fest oder weich? Am leichtesten ist es für Euch, wenn der Schnee frisch gefallen und „weich“ ist. Grabt Euch durch bis zum Boden und säubert den Untergrund. Mit Steinen sichert Ihr die Feuerstelle. Weniger gut sieht es aus, wenn der Schnee schon länger liegt und verharscht ist. Immer wieder ist er geschmolzen und über Nacht wieder gefroren. Da habt Ihr es schwer Euch bis zum Boden durchzugraben. Jetzt müsst Ihr Euch mit dem Gedanken anfreunden, auf dem Schnee Feuer zu entzünden. Versucht zuerst den Schnee festzustapfen. Die Kinder helfen dabei gerne mit. Als nächstes braucht Ihr für das Feuer eine Unterlage. Auch hier sind die Outdoorkids gut motiviert dabei und sammeln dickere Äste. Diese legt Ihr auf den festgetretenen Schnee. Auf dem Holz könnt Ihr nun das Lagerfeuer im Schnee entzünden. Das Ganze lässt sich noch steigern, wenn Ihr mit einem Firestick das Feuer entzündet. Mit Spänen, trockener Rinde und Moos baut Ihr langsam ein Feuer auf. Dazu ist viel Geduld nötig.Legt immer wieder trockene und dickere Scheite nach.

Outdoor Kochen im Winter: Die Mischung macht´s!

Outdoor Kochen im Winter: Mit der richtigen Gasmischung kein Problem.
foto (c) kinderoutdoor.de

Die Kochzeit kann sich erheblich verlängern, wenn Ihr den Kocher ungeschützt im Wind stehen habt. Sucht Euch zuerst eine Stelle, im Schatten vom Wind. Das kann hinter einem Baum, Felsen oder Schneewechte sein. Auch aus Schnee lässt sich eine kleine Mauer errichten, die den Kocher vor mancher steifen Brise schützt. Bei frostigen Temperaturen zeigt sich auch ein Nachteil von Kartuschen, die mit flüssigen Gas gefüllt sind. Bei vielen Mischungen ist der Anteil an Propan zu gering und sbald das Thermometer unter 5 Grad anzeigt, kann im schlimmsten Fall die Outdoorküche kalt bleiben. Damit es gar nicht so weit kommt, ist es wichtig die Kartuschen warm zu halten. Dazu stecken manche Outdoorer die Gasbehälter uns die Jacke oder packen sie in den Schlafsack. Es geht auch anders. Inzwischen bieten etliche Hersteller für den Winter besondere Gasmischungen an. Dabei handelt es sich um keinen PR Gag, sondern dieser Mix ist wirklich hilfreich. Seit Jahrzehnten haben sich in der Outdoorküche die Kocher mit Spiritus bewährt. Sie sind leicht zu bedienen und kompakt. Im Winter jedoch kann es länger dauern bis der Spirituskocher loslegt. Auch hier helfen bewährte Outdoorer-Tricks weiter. Den Spiritus und den Brenner in der Jacke „vorwärmen“. Was allerdings nicht jeder besonders toll findet. Die schwedische Kochermarke Trangia hat deswegen ein spezielles Winterset für Spiritusbrenner entwickelt. Der spezielle Brenner lässt sich vorheizen und steht auf einer Bodenplatte, diese refletiert die entstehende Wärme vom Kocher. Wichtig ist auch, dass die Kocher sicher stehen. Stapft dazu den Schnee fest oder versucht die Kocher auf einen Holzschlitten zu stellen. Es gibt kaum etwas so ärgerliches, als wenn die Suppe im Winter endlich köchelt und dann kippt der Kocher zur Seite um und das Essen ergießt sich in den Schnee. Gut ausgerüstet und mit dem nötigen Wissen klappt es beim Kochen im Winter.

 

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