Salewa Xplorer Klettergurt im Test: Was am Ende der Saison zu sagen ist

Den Salewa Xplorer Klettergurt haben wir ein Jahr lang intensiv gestestet. Bei einem Jubilar würde es heißen „Du hast Dich gut gehalten!“ das gilt auch für diesen Klettergurt von Salewa. Er ist doch ein paar mal am Felsen vorbei geschrammt und wir hätten doch ein wenig pfleglicher mit dem Material umgehen können. Dafür wissen wir nun, was der Salewa Xplorer alles aushält.

„Was?! Mit einem Salewa Klettergurt bist du unterwegs?!“ proletet ein anderer Kraxler los. Wie aus Faß das leck ist sprudelt es aus ihm hervor und immer wieder bekommen wir Wortfetzen zu hören wie „Amazon Bewertung“ „Artikel im tralala Magazin“ Klar, der Kletterfreund hält seinen eigenen Gurt für den besten und tollsten auf der Welt. Das Wetter am Klettergarten ist einfach zu schön um mit ihm in eine Diskussion einzusteigen. Wichtigtuer gibt es überall und die meisten davon tummeln sich im Internet. Den Salewa Klettergurt habe ich mir wegen seiner Vielseitigkeit gekauft und was irgendwelche Wichte bei Amazon darüber faseln interessiert mich überhaupt nicht. Wie wenig seriös die Sternchen-Bewerterei ist, darüber gibt es mehr als genug zu lesen. Zum Glück verschont mich der gut informierte Kletterer mit weiteren Weisheiten, steckt sich seine Actioncam an den Helm und steigt in der 3er Route vor. Ein großer Pluspunkt vom Salewa Xplorer ist wie leicht sich die Beinschlaufen verstellen lassen. Kein langes und umständliches Gefummel, sondern schnell und präzise sind diese eingestellt. Auch bei Hochtouren konnte ich den Gurt über die verschiedenen Schichten meiner Kleidung anlegen. Hier sind wir bei einem wichtigen Punkt. Wichtig bei einem Klettergurt ist weniger, wie viele Sternchen er im Internet gesammelt hat, sondern wie gut er anliegt. Hier kann der Xplorer punkten und die Entwickler von Salewa haben sich entsprechend Mühe gegeben. Bei dem Hüftgurt setzt die südtirolerische bayerische Alpinistenmarke auf eine hybride Lösung. So kommt eine „Tunnel“ zum Einsatz der sich dadurch auszeichnet, dass er unglaublich flexibel ist. Eine Eigenschaft die beim Klettern extrem wichtig ist. Die Polsterung ist hingegen ganz klassisch fixiert. Das ist spürbar komfortabel, vor allem wenn die Kraxler darin länger unterwegs sind. Wie komfortabel der Gurt ist, das zeigt sich beim freien Hängen. Hier passte sich der Salewa Xplorer wunderbar und und ist alles andere als ungemütlich gewesen.An heißen Tagen können Beinschlaufen unangenehm sein und die Alpinisten schwitzen darunter, wie ein Murmeltier im August. Hier hat Salewa vorgesorgt und bei den Schlaufen für eine bessere Belüftung gesorgt. Ich habe auch geschwitzt, aber deutlich weniger als mit anderen Modellen. Hier kommt das 3D Vapour Mesh zum Einsatz.

Salewa Xplorer: Die Gesamtheit der Details macht es aus

Ein wichtiges Detail bei diesem Salewa Klettergurt ist die 90SafX Schnalle. Sie ist ein großer Zugewinn an Sicherheit. Im Gegensatz zu den Verschlüssen mit Rückführung. Diese moderne 90SafX Schnalle ist so konstruiert, dass sie geschlossen bleibt. Erst wenn der Winkel die 90 Grad Marke übersteigt, öffnet sie sich. Der Vorteil für Kletterer ist, dass die Gurte nicht durchrutschen oder sich ungewollt lockern. Dieser Gurt soll auch zum Eisklettern geeignet sein. Das können wir allerdings nicht beurteilen, weil wir bei unseren Testtouren das nicht ausprobiert haben. Für mehr Sicherheit sorgt auch der Verschleißindikator. Dieser ist bei diesem Modell an der Schlaufe fürs Anseilen. So können die Alpinisten sehen, wann es Zeit ist den Gurt auszutauschen. Mit vier Materialschlaufen ist der Salewa Xplorer ausgestattet. Das ist ideale für einen vielseitigen Klettergurt. Bei einem Gurt der speziell für den Klettersteig, das Klettern in der Halle oder für den Gletscher ausgerichtet ist, reichen auch zwei Schlaufen völlig aus. Ein weiter Vorteil von diesem Allroundtalent: Es lässt sich problemlos in jedem Rucksack verstauen und das Gewicht ist moderat. Das gilt auch für den Preis. Ich hoffe eine Actioncam kostet nicht zuviel, denn dem gut informierten Kletterfreund fiel diese vom Helm und sah am Fuß der Felswand weniger gut aus. Was stand bei den Bewertungen in Sachen Bruchfestigkeit darüber bei Amazon?

Unsere Bewertung: Sechs von sechs Kompassen

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