Drachen steigen lassen: Fünf Tipps für Outdoorkids

Drachen steigen lassen, das gehört zum Herbst wie buntes Laub oder Kastanien. Für Euch haben wir fünf Tipps zusammengestellt, wie Ihr mit den Kindern richtig Spaß beim fliegen lassen der Drachen haben könnt. Wir erklären Euch auch, wie Ihr den Drachen in die Luft bekommt, ohne dass Ihr wie Usain Bolt lossprinten müsst.

Wann die ersten Drachen aufgestiegen sind, dass ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es in Asien gewesen. Im 5. Jahrhundert v.Chr. sollen bereits in China die ersten dieser Fluggeräte abgehoben sein. Sicher hatten die Menschen damals, denselben Spaß wie Ihr an diesem wunderbaren Hobby. Unsere Tipps beziehen sich auf Einleiner, mit diesen einfachen Modellen sind die meisten Kinder unterwegs.

Drachen steigen lassen: fünf Tipps für den Herbst.
foto (c) kinderoutdoor.de

Drachen steigen lassen Tipp eins: So gelingt der Start

„Oh! Ich kann nicht mehr!“ stöhnt ein Vater. Sein Kopf hat die Farbe einer überreifen Tomate (aber nicht aus niederländischen Gewächshäusern) und er schwitzt sichtbar. Immer wieder sprintet er los, den Drachen hinter sich an der Leine. Trotzdem will das Fluggerät nicht abheben. „Wer beim Start einen hundert Lauf absolvieren muss, der macht etwas grundverkehrt!“ erklärt mit ein Drachenbauer. „Zuerst einmal solltet Ihr die Windrichtung prüfen!“ empfiehlt der Experte. Eigentlich klar, aber was der Fachmann so erzählt haben manche Kinder und Eltern ihre Probleme damit.

  • Starte den Drachen gegen den Wind

In der Natur gibt es einige Hinweise, an denen Du sehen kannst, aus welcher Richtung der Wind kommt: Die Wipfel der Bäume oder lange Gräser, Rauchfahnen zeigen es an. Am Anfang 20 bis 30 Meter Schnur abwickeln. Einer hält den Drachen. Spannt nun die Schnur straff und auf Zuruft lässt der Helfer den Drachen los. Herrscht genug Wind, dann müsste das Spielzeug abheben, ohne, dass Ihr einen Schritt machen müsst.

Drachen steigen lassen Tipp zwei: Ist der Wind stark genug?

Bevor Ihr mit den Kindern los zieht und frustriert zurückkommt, weil das Fluggerät nicht abheben wollte, prüft die Windstärke. Diese lässt sich ganz einfach ermitteln. Bei vielen Einleinern steht oft dabei für welche Windstärke diese gebaut sind. Zu wenig Wind ist ebenso ungünstig, wie zuviel davon. Die Beaufortskala gibt die Stärke vom Wind an: Null ist Windstille, während 12 ein ausgewachsener Wirbelsturm ist. Da bleibt Ihr besser zuhause. Wenn kleinere Bäume hin und her schwanken dann habt Ihr auf der Beaufort-Skala die vier erreicht. Etwa 25 Km/h. Bei dieser mittleren Brise heben die meisten Einleiner wunderbar ab. Seht zuvor auf die Verpackung vom Drachen, dort steht die ideale Windstärke. Diese liegt meistens zwischen zwei (leichte Brise) und der sechs (steife Brise) auf der Beaufort Skala.

Drachen steigen lassen Tipp drei: Das Gesetz fliegt mit!

Die Luftverkehrsordnung kennen die wenigsten von uns. Doch dort stehen auch Regeln, die für Drachen gelten und wer sich nicht daran hält, kommt mit dem Gesetz in Konflikt. Da kann ein Bußgeld anfallen, für dass sich viele tolle Highend Drachen kaufen lassen. Zur den wichtigsten Regeln gehören:

  • Drachenschnur darf maximal 100 Meter lang sein (außer Ihr habt eine behördliche Ausnahmegenehmigung)
  • Bauschutzbereich der Flughäfen (dazu zählen auch Segelflughäfen) beachten. Das sind mindestens drei Kilometer Abstand.

Haltet Euch bitte auch von Überlandleitungen und Bahntrassen fern. Kreuzt auch bitte nicht die Leinen von anderen Kindern die Drachen steigen lassen. Das steht zwar nicht in der Luftverkehrsordnung, aber es kann trotzdem zu Ärger führen.

Drachen steigen lassen Tipp vier: Flugfehler korrigieren

Endlich ist das Fluggerät in der Luft und dann bricht es immer seitlich aus. „Giert“ sagen die Experten dazu.Dieser Fehler ist leicht zu beheben. Offensichtlich ist das Gewicht vom Drachen ungleich verteilt. Versucht das Ganze auzugleichen, bis beide Seiten gleich schwer sind. Perfekt ausbalanciert bricht er nicht mehr seitlich aus. Wenn der Drachen in der Luft schlingert, dann ist es höchste Zeit eine Wölbung in den Stab zu bringen.

Drachen steigen lassen Tipp fünf: Bei Gewitter zuhause sein

Im Juni 1752 soll Benjamin Franklin, der große Staatsmann und Wissenschaftler, einen Drachen in eine Gewitterwolke gelenkt haben. Als in das Fluggerät, wie gewollt, der Blitz einschlug, kam der Strom über die nasse Drachenschnur runter bis zum Boden. Viele Wissenschaftler bezweifeln, dass dieser Versuch von Franklin so jemals stattgefunden hat. Sicher ist aber: Ihr geht nachhause, bevor das Gewitter beginnt. Sicher ist sicher!

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