Kreativ schnitzen: Einen Esel als Schlüsselanhänger

Kinder schnitzen gerne und ausdauernd. Sogar die unruhigsten Outdoorkids fahren innerlich kräftig runter, wenn sie ein Taschenmesser in der Hand halten und schnitzen. Heute schnippeln wir aus einem Stück Abfallholz einen lustigen Esel. Wir haben die Anleitung zum Schnitzen, wie immer gehen wir Schritt für Schritt vor.

„IAAAAAAAAAAH“ kaum zu überhören ist der Esel, wenn ihm etwas nicht passt. Die Knilche sind faszniniert von so einem Tier. Da liegt es doch nahe, dass wir ein solches Grautier schnitzen. Ihr benötigt dazu ein Stück Restholz (statt kaufen, könnt Ihr Euch das auf jeder guten Baustelle „heimlich leihen“!), Schleifpapier, ein Taschenmesser mit Säge, Stift und Farbe sowie eine Metallöse. Wichtig ist eine Lektion, die Euch jeder gute Schnitzer mit auf dem Weg gibt: Bevor Ihr beginnt eine Figur oder anderen Gegenstand aus dem Holz zu schnippeln, zeichnet das Werkstück erst einmal auf das Holz auf. Das erleichtert Euch ungemein die Arbeit und das Ergebnis kann sich sehen lassen. In unserem Fall malt Ihr mit den Kindern die Konturen von einem Esel auf das Holz.

Vor dem Schnitzen ist das Skizzieren angesagt.
foto (c) kinderoutdoor.de

Klappt die Säge vom Taschenmesser aus und nun beweist sich, wie gut die Qualität davon ist. Knickt die Säge nach hinten oder vorne weg? Dann vergesset das ganze Messer, es ist billigste Importware aus Fernost. Die Gefahr sich damit zu verletzen ist hoch. Wie sich die Säge durch das Holz frisst, daran erkennt Ihr sofort, ob das Taschenmesser ein Fehlkauf gewesen oder es jeden Cent wert ist. Lasst beim Sägen etwas mehr stehen, denn dann habt ihr einen gewissen Spielraum beim Schnitzen.

Die Kinder sägen mit dem Taschenmesser den Rohling vom Esel aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen: Aus dem Rohling entsteht ein Esel!

Hurra! Endlich beginnt das eigentliche Schnitzen! Zuerst beginnen wir damit dem Rohling die letzten groben Kanten zu nehmen. Überall wo wir nicht sägen konnten, schnitzen wir mit dem Taschenmesser nun das Holz weg. In unserem Fall ist das Hinterteil vom Esel noch kantig und dieses runden wir mit der großen Klinge ab.

Zuerst schnitzen wir dem Esel feine Konturen mit der großen Klinge.
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Wenn wir schon dabei sind, dann schnitzen wir dem Esel auch die Beine natürlicher. Schließllich handelt es sich um kein Robotertier. Hier ist es hilfreich immer wieder Fotos mit Eseln anzusehen, damit Ihr besser in die Anatomie von diesem Tier reinkommt. Dann fällt auch auf, was für riesige Ohren so ein Esel hat. Dagegen hat ein Pferd Mausohren!

Wir schnitzen nun die Details von unserem Esel heraus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Von wegen für´s Schnitzen braucht Ihr kein Fingerspitzengefühl. Wer möchte kann die Ohren einzeln herausarbeiten. Je nachdem wie groß und dick euer Esel aus Holz ist, sägt und schnitzt Ihr vorsichtig zwischen Ohren das Holz weg. Geht dabei bitte vorsichtig vor, sonst müsst Ihr zum Leim greifen.

Sägt vorsichtig den Zwischenraum der Ohren vom Esel frei.
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Das Gleiche Spiel mit dem Beinen vom Esel. Wenn Ihr wollt, dann sägt und schnitzt auch hier die Zwischenräume frei. Aber auch bei diesem Abschnitt gilt: Lasst Euch Zeit und geht vorsichtig vor. Sonst erlebt Ihr vielleicht den frustierenden Teil vom Schnitzen…..

Auch bei den Beinen könnt Ihr das Holz wegschnippeln.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zum Schluß ist sich Schnitzen und Eiskunstlaufen sehr ähnlich. Nach der Pflicht, folgt immer die Kür und die ist entscheidend. Denkt immer daran, beim Schnitzen muss es Euch und den Kindern gefallen. Ihr seid, wenn es darum geht wie gelungen das Werkstück ist, die oberste Meßlatte. Wer Zeit und Lust hat, kann den geschnitzten Esel fein schleifen und poliren. Auch lassen sich noch weitere Details schnitzen oder sägen. Wer möchte kann auch eine Öse in den Rücken vom Esel drehen und ihn als Schlüsselbund verwenden.

Wer sich viel Arbeit macht, der hat am Ende so einen geschnitzten Esel als Schlüsselanhänger.
foto (c) kinderoutdoor.de

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