Thule Fahrradanhänger Chariot Cross 2 im Test: Für das ganze Jahr geeignet

Der Thule Fahrradanhänger schafft Platz in der Garage oder dem Keller. Anstatt eines zusätzlichen Kinderwagens fürs Joggen, lässt sich in kürzester Zeit der Thule Chariot Cross 2 umbauen. Auch in der Langlaufloipe überzeugt dieses Multitalent. Doch es gibt das eine Sache, die trübt die Freude über diese vielseitigen Kinderanhänger von Thule.

„Na, fährst Du jetzt Ferrari?“ frägt ein Vater ein Kind, dass im Thule Chariot Cross 2 sitzt. Der Knilch versteht nur Bahnhof. Auf diesen unglaublich tollen Witz kam der Erwachsene, weil dieser Fahrradanhänger in einem schicken rot gefertigt ist. Damit haben sich auch alle weiteren Gemeinsamkeiten mit dem italienischen Sportauto erübrigt. 2011 kaufte das schweidische Unternehmen die kanadische Chariot Carriers Inc. Manche sportlichen Eltern befürchteten, dass sich dadurch die Qualität verschlechtern könnte. Mit dem Chariot Cross 2 beweist Thule, wie es die Firmenphilosophie weiterführt. Leider auch in einem Punkt der schon bei Chariot manche Eltern geärgert hat.

Thule Chariot Cross 2: Ein Multitalent fürs ganze Jahr

Schon beim Zusammenbau, der ganz flott läuft, zeigt sich die Qualität von diesem Kinderanhänger.Ebenso unkompliziert ist es, diesen zusammenzulegen. So lässt sich der Anhänger, großer Kofferraum vorausgesetzt, auch im Auto in den Urlaub mittransportieren. Wobei er zusammengelegt immer noch voluminös ist. Leer wiegt dieser Kinderanhänger 14,5 Kilogramm, ohne Anbauten. Ein Unterschied zu den früheren Chariot-Anhängern ist die Kupplung. Bei den Kanadiern ist diese aus Plastik gefertigt gewesen und die Eltern schraubten sie an die hinteren Streben vom Fahrrad ran. Bei Thule stecken die sportlichen Eltern die Kupplung auf die Hinterachse. Etwas friemielig ist es, den Sicherungsbolzen einzustecken oder zu entfernen. In den älteren Kinderanhängern mussten die kleinen Passagiere immer aufrecht sitzen und fanden entsprechend schwer in den Schlaf. Beim Thule Chariot Cross 2 lassen sich die Sitze in eine liegende Position verstellen. Dieses Modell ist ein Doppelsitzer und separat können die Erwachsenen jeden Sitz einzeln umstellen. An sich sind die Plätze der Kinder gut gepolstert. Weil denen auch mal ein Malheur während der Fahrt passiert, oder sie ihr Essen und Trinken dort verewigen, lassen sich die Sitzbezüge demontieren und reinigen. Damit es die Knilche im Fahrradanhänger gemütlich haben, ist das Gefährt mit einer Blattfeder ausgerüstet. Diese lässt sich entsprechend einstellen und spricht sensibel an. Hier schüttelt es kein Kind durch wie einen Milch-Shake. Mit dem Click´n Store löste Thule das Problem, wo während der Fahrt die zusätzliche Ausrüstung für den Betrieb als Joggingkinderwagen hin soll. So findet alles seinen Platz und ist schnell griffbereit. Hinten hängt der XL Laderaum. Dieser stört beim Laufen oder wandern und ist schnell abmontiert und anderweitig aufgeräumt. Eine besonders gute Idee ist das Thule VersaWing System. Wer den Chariot Cross 2 in der Loipe beim Skilanglauf verwenden will, der kann den Kinderwagen mit diesem System flott und völlig unkompliziert umbauen.  Doch damit sind wir bei einem Problem, mit dem auch schon Chariot zu kämpfen hatte. Die Zusatzteile sind deutlich zu teuer. In der Basisausführung kostet dieser Thuleanhänger 999,– Euro. Das Buggy Set, es besteht aus zwei aufgesteckten kleinen Rädern, ist im Preis inbegriffen. Doch der Jogging Kit schlägt mit 124,95 Euro ein Loch in die Geldbörse. Das Langlaufset kommt auf stolze 329 Euro.Für 69,95Euro gibt es den Regenüberzug für den Kinderanhänger. Den gleichen Preis kostet der Babyeinsatz. Hier summieren sich Kosten für die Zusatzausrüstungen. Eltern verzichten auf die Konsole 2, doch das Jogging Set ist nötig, wer mit dem Fahrradanhänger laufen gehen will. Die beiden Räder vom Buggy Set sind dafür ungeeignet, weil sie bei höherem Tempo zu flattern beginnen. Mit seiner Serienmäßigen Ausstattung schafft es dieser Kinderanhänger zu überzeugen. Die Qualität ist hoch und ebenso ist die Sicherheit der Kinder gewährleistet. Dazug gehört auch der gut zu bedienende 5 Punkte Sicherheitsgurt. Deutlich zu teuer sind die Zusatzteile und diese lassen manche Eltern die Kaufentscheidung überdenken. Auch ohne Ferarri kommen die Radler flott von A nach B.

 

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