Kinderrucksäcke im Test: Wie tragbar sind Jack Woklfskin, Deuter, Vaude und Quecha?

Heute testen wir Kinderrucksäcke die preislich zwischen 1,99 und 40 Euro liegen. Dazu haben wir uns bewährte Modelle von Jack Wolfskin, Deuter, Vaude und Quecha vorgenommen. Outdoorkids testeten diese vier Modelle kritisch bei einer Tour und wenchselten immer wieder durch. Im Gegensatz zu manch dubiosen Testseiten, machen wir uns die Mühe und probieren das Material selbst sowie tatsächlich aus.

Ein Klassiker für Kinder ist der Little Joe von Jack Wolfskin. Er überzeugte die kleinen Tester.
foto (c) kinderoutdoor.de

Dauerläufer. Das ist die perfekte Bezeichnung für den Little Joe von Jack Wolfskin. Die deutsche Outdoormarke hat diesen Rucksack für kleine Abenteurer ab drei Jahren schon lange im Sortiment. Immer wieder bekommt der Little Joe ein überarbeitetes Design oder andere Verbesserungen. Das Konzept und die Form bleiben die Gleichen. Ausgerüstet ist dieser Rucksack mit dem dem Snuggle Up Tragesystem. Auffällig daran sind die breiten Schultergurte. Bei unsern Testern kamen diese gut an und sie lobten wie komfortabel diese sind. Ein weiterer Pluspunkt bei diesem Daypack für Kinder: Die Lasten sind gut verteilt. Positiv fanden die Outdoorkids auch, wie leicht der leere Jack Wolfskin Little Joe ist. Damit er etwas Gewicht bekommt, dafür sorgen die Kinder. In die aufgnähte Tasche auf der Vorderseite lassen sich Taschenmesser und andere wichtige Dinge perfekt verstauen. An den beiden Seiten befinden sich Taschen aus Netz in die Aluflaschen reinpassen. Gut fanden unsere kleinen Tester auch den Karabiner aus Kunststoff, an dem sich die Schlüssel befestigen lassen.

Unsere Bewertung: fünf von sechs möglichen Kompassen

Kinderrucksack im Test: Ein Klassiker vom Klassiker

Robust und praktisch: Der Deuter Kids ist auch nach Jahren noch gut bei Wanderungen oder im Freibad dabei.
foto (c) kinderoutdoor.de

Eine lange Tradition hat Deuter aus dem bayerischen Schwaben, wenn es um Rucksäcke geht. Auch was neue Ideen angeht, ist diese Marke eine die antreibt. 2014 feierte das Aircomfort System den 30. Geburtstag. Mitte der Achtziger ist dieses Tragesystem eine Revolution gewesen. Deuter lässt sich immer wieder Neues einfallen oder frischt Klassiker auf. Dazu gehört auch der Deuter Kids Rucksack. Lediglich 300 Gramm bringt dieses Erfolgsmodell auf die Waage, das ist weniger als ein Päckchen gemahlener Kaffee. Ausgelegt ist dieses vielseitige Modell für Kinder ab drei Jahren. Mit seiner Vielseitigkeit überzeugt der Deuter Kids. Egal ob im Freibad oder auf dem Weg zum Kindergarten: Dieser Rucksack trägt sich angenehm und hat ein gepolstertes Rückenteil. „Den merke ich fast gar nicht!“ befand ein Tester. Während andere lange im Rucksack suchen, hat für die Deuter-Nutzer die Sucherei ein Ende. Der Reißverschluß ist als runder Bogen eingenäht. Der Vorteil: Problemlos liegt der Inhalt vor den Kindern, ohne, dass sie alles auspacken müssen. Eine gute Idee ist auch das Innenfach für Wertsachen. Deuter belässt dieses Modell sicher noch lange im Sortiment.

Unsere Bewertung: fünf von sechs möglichen Kompassen

Vaude in der Zehn-Liter Klasse

Liebling der Kinder: Vaude punktet mit der Sonderausrüstung vom Puck.
foto (c) kinderoutdoor.de

Eigentlich ist ein Puck eine schwarze Hartgummischeibe, hinter der die Eishockeyspieler herjagen. Es könnte aber auch eine Programmiersprache sein. Beides ist für die württembergisch Outdoormarke Vaude sicher weniger inspirierend. Es gibt aber auch aus Shakespears Sommernachtstraum die völlig durchgeknallte Figur Puck. Kunterbunt ist dieser meistens angezogen und schon wissen wir, wer Vaude den Namen für diesen Kinderrucksack gegeben hat. Alle Kinder die einen farblich auffälligen Tornister suchen, nehmen den Puck mit einem pinkfarbenen Muster. Er ist aber auch in dezenten Farben erhältlich. Das Packvolumen liegt bei zehn Litern und das ist für die meisten Kinder aureichend. Zu den unterschiedlichsten Anlässen, Kindergartenausflug oder Radltour, lässt sich der Vaude Puck einsetzen. Ein interessantes Detail ist der Boden. Er lässt kein Wasser durch. Übersichtlich sind die Fächter aufgeteilt. Sogar ein Trinksystem lässt sich in diesen Rucksack für Outdoor Kids installieren. Was den Puck so besonders macht sind seine Extras: Eine Lupe und Sitzmatte sind standardmäßig dabei.Keinen Grund zum Jammern hatten die Tester was das Tragesystem angeht.

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

Minimalist im Preis: Der Arpenaz 10

Weniger ist mehr, aber eine Belüftung am Rücken ist kein Luxus. Quecha, die Eigenmarke von Decathlon, verzichtet auf zu viel beim Arpenaz 10.
foto(c) kinderoutdoor.de

Quecha ist die Eigenmarke der französischen Sportkette Deacathlon. Schlichter als der Arpenaz 10, aus dieser Serie gibt es auch einen reinen Kinderucksack, kann ein Rucksack kaum ausfallen. Geeignet ist er, laut Decathlon, für Kinder ab zehn Jahre. Als Einsatzgebiet empfiehlt der Hersteller ein „relativ ebenes Gelände“. Also ein Spaziergang am Deich oder im Wald. Zweifel kommen auf, wenn es heißt „ideal für mehrstündige Touren“. Dieses spartanische Modell hat im Rückenbereich keine Belüftung. Das bemängelten unsere Tester. Bei den Kindern zeigten sich auf den Rücken der T-Shirts große Schweißflecken. Zumindest die natürliche Kühlung funktioniert. Mit einem niedrigen Gewicht fällt dieser Rucksack für 1,99 Euro auf, aber das geht auf Kosten des Tragekomforts. Ohne Schnickschnack kommt dieser zehn Liter Rucksack aus und Decathlon gewährt sogar zehn Jahre Garantie. Die Polsterung vom Rückenteil und den Schultern lösten bei den Testern wenig Begeisterung aus.

Unsere Bewertung: Zwei von sechs möglichen Kompassen.

 

 

 

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email