Waldhütte mit Kindern bauen: Kaum zu lauben, wie das Spaß macht!

Eine Waldhütte bauen, das ist für die meisten Kindern das pure Abenteuer. Nach wenigen Minuten lassen sich auch die Eltern vom Eifer der Outdoorkids anstecken und schleppen Äste oder Zweige mit an. Gemeinsam bauen sie und sind am Ende ganz stolz auf die urige Waldhütte. Probiert es doch auch mal aus. Ihr braucht dazu weder Seil noch Werkzeuge. Alles was Ihr dazu benötigt ist im Wald bereits da.

„Spazieren gehen!“ Auf manche Kinder haben diese beiden Worte die gleiche Wirkung, als wenn der Zahnarzt sich mit der Spritze nähert und sagt: „Nur ein kleiner Mückenstich!“ Denn ein Spaziergang mit den Erwachsenen ist meistens so anregend wie eine Flasche Limo, die drei Wochen auf dem Fensterbrett in der Sonne stand und bei der der Deckel fehlte. Bei einem Waldspaziergang unterhalten sich die Erwachsenen über alles was für die Kleinen stinklangweilig ist und wehe die Outdoorkids gehen einmal vom Weg ab und ins Holz kommt auch schon der Warnruf „Bleib bitte auf dem Weg. Im Unterholz leben Tiere!“ Kein Wunder, dass Kinder sich für einen gepflegten Spaziergang kaum begeistern lassen.

Kinder bauen eine Waldhütte: Ein tolles Asthaus

Wie die Laubhütte aussieht, dass bestimmen die Kinder und Ihr. Ganz klassisch ist ein Indianer Tippi. Heute soll es aber eine „richtige“ Waldhütte und kein Zelt sein. Eine Möglichkeit ist es, am Boden liegende Baumstämme, Gräben, große Wurzeln, Kuhlen oder Felsen. In unserem Fall haben wir einen Findling in die Konstruktrion integriert. Auf diesen Felsen haben wir die Äste für das Dach von unserer Waldhütte gelegt. Die Enden ruhten auf dem Waldboden. Eine einfache, aber robuste Konstruktion. Anschließend legten wir abgefallene Äste darüber. Als Dach kamen zum Schluss Moss, Rinde und Zweige darauf. Fertig ist unsere Waldhütte. Danke des eingebauten Felsens, haben wir ohne einen Dachfirst eine ganz ansehnliche Höhe.

Bitte reißt keine Pflanzen aus, wenn Ihr diesen Unterstand baut. Echte Outdoorer reißen auch keine grünen Zweige von den Bäumen oder Sträuchern.

Wenn im Wald weit und breit nichts zum Einbauen ist, dann bauen wir eine freistehende Hütte. Dazu Braucht Ihr zwei starke Äste mit Gabeln. Diese rammt Ihr etwa zwei bis drei Meter gegenüberstehend auseinander. Achtet bitte darauf, dass die Gabeln auf gleicher Höhe sind. Nun legt verbindet Ihr diese mit einem daraufliegenden dicken Ast. Jetzt habt Ihr einen Dachfirst. Dieser muss später das Dacht tragen! Sucht Euch deshalb einen entsprechend starken Ast aus und verstärkt die Astgabeln am Boden, in dem Ihr große Steine rundum legt. Als Dach legt Ihr nun links und rechts lange Äste auf den Firstast. Wichtig ist, dass diese Äste gleich lang sind, sonst habt Ihr ein etwas krummes Dach. Wählt einen eher flachen Winkel für das Dach, sonst fallen die Zweige und das Moos darauf ab. Zum Schluss decken wir das Dach von unserer Hütte mit Reisig. Dieser gibt der anschließenden Blätterschicht den richtigen Halt. Die Kinder suchen das Material für das Dach gerne zusammen. Wer möchte, kann auch die offenen Seiten mit Ästen verschließen und aus dicken Ästen einen „Türstock“ bauen, so wie wir es getan haben.

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