Outdoor Rezepte für Kinder: Forelle im Salzbrei

Outdoor Rezepte für Kinder basieren auch darauf, was es in der Natur zu essen gibt. Dazu gehören auch Fische. Wer von Euch einen Angelschein hat, der kann sich selbst aus dem Fluss oder See die Fische fangen. Von einem erfahrenen Angler habe ich das heutige Outdoor Rezept für Kinder. Es ist unglaublich simpel und was das Tollste daran ist: Ihr braucht ein Lagerfeuer dazu.

„Do san leider olle af´m Hechtl!“ Ich verstand kein Wort was mir die Bäuerin im Bayerischen Wald erklären wollte, als ich mich bei Ihr erkundigte ob es möglich ist auf einer ihrer Wiesen am Regen zu zelten. Zum Glück erkannte die Frau, dass ich nur Bahnhof verstand und klärte mich auch: „Die Schonzeit für den Hecht ist vorbei und die Angler haben dort ihre Zelte aufgeschlagen. Fragen´s doch mal nach, ob es denen passt, wenn Sie dort Ihr Zelt aufbauen“. Ich ging an den Fluss und sah den Anglern zu. Einer zog einen kapitalen Hecht an Land. Von den Anglern hatte niemand was dagegen, dass ich mein Zelt dazustellte. Am Abend saßen wir am Lagerfeuer. Manche hatten zwar einen guten Fang, aber keinen Hecht am Haken. Ein Angler lud mich auf eine speziell zubereitete Forelle ein. Die schmeckte so was von gut und kam direkt aus der Glut vom Lagerfeuer. Nach langem Zureden schaffte ich es, dass mir der freundliche Angler das Rezept erklärte. Ich konnte kaum glauben, was er mir erzählte und am nächsten Tag probierten wir gemeinsam das Outdoor Rezept am Lagerfeuer aus. Wieder schmeckte der Fisch grandios. Für dieses Outdoor Rezept für Kinder braucht Ihr eine richtig gute Glut. Wenn Ihr davon ausgehen könnt, dass die Kinder beim Anblick von einem toten Fisch heftig reagieren, dann kocht dieses Rezept besser nicht nach.

Outdoor Rezept für Kinder: Forelle aus dem Salzmantel

Bevor wir mit dem Kochen loslegen, sammelt Ihr mit den Kindern ein paar frische Wiesenkräuter ein: Taub- und Brennnessel sind ebenso schmackhaft wie der Sauerampfer, Steinklee oder Schafgarbe.Eigentlich ist die Forelle ein Süßwasserfisch, doch bei uns kommt dieser schuppige Räuber salzig daher. Zuerst gebt Ihr das Steinsalz in die Schüssel. Schlagt nun die Eier auf und mischt sie unter das Salz. Nun kommt das Wasser hinzu. Die Kinder sollen immer wieder umrühren und Ihr schüttet  Wasser hinein, bis ein Salz-Brei entsteht. Wenn der Fisch noch nicht ausgenommen ist, dann solltet Ihr dass jetzt nachholen. Stopft den Fisch die Kräuter und Zitronenscheiben in den Bauch. Das Ganze pfeffern Nun breitet Ihr die Alufolie aus. Nehmt sie sicherheitshalber doppelt. Legt auf der Folie eine Schicht von der Salzpampe aus. Legt jetzt den Fisch darauf und deckt ihn gründlich mit Salzmasse ab. Er muss komplett mit dem Brei bedeckt sein, sonst klappt das Rezept nicht so wie es soll. Wenn der Fisch vollständig unter dem Salz verschwunden ist, schlagt Ihr die Alufolie zu. Drückt sie an den Enden fest zusammen. In der Zwischenzeit sollte die Glut von Eurem Lagerfeuer die perfekte Hitze haben. Legt das Alupäckchen mit dem Fisch in die Glut und deckt es mit den glühenden Kohlen ab. Jetzt habt Ihr erst einmal genug Zeit, den Tisch zu decken, etwas zu schnitzen oder zu lesen. Der Fisch muss mindestens  90 Minuten in der Glut bleiben. Es kann aber auch, wenn der Fisch entsprechend groß ist, gut zwei Stunden dauern. Wichtig ist nur, dass Ihr nicht ungeduldig seid und immer wieder das Päckchen aus der Glut holt um es aufzureißen. Lasst Euch Zeit und holt nicht früh den Fisch aus der Folie. Wenn alles optimal geklappt hat, dann hat sich um den Fisch eine Kruste aus Salz gebildet die hart wie Beton ist. Mit dem Taschenmesser brecht Ihr die Salzkruste auf. Keine Sorge, der Fisch ist nicht versalzen sondern schmeckt unglaublich lecker!

Zutaten:

  • möglichst frischer Fisch
  • Steinsalz (je nach Größe vom Fisch zwischen 1 und 2 Kilogramm)
  • 6 Eier
  • Frische Kräuter
  • Zitrone
  • Pfeffer
  • Alufolie
Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email