Blasen verhindern: Socken und Hirschtalg gegen blutige Füße

Blasen verhindern beim Wandern ist ein Thema, das Kinder und Eltern betrifft. Die Freude am Bergsteigen vergeht rapide, wenn Blasen an den Füßen sich gebildet haben und schmerzen. Am besten ist, Ihr verhindert die Blasen. Dazu haben wir fünf Tipps für Euch.

Als ich das erste Mal auf dem Mont Blanc stand konnte ich das Gipfelglück und die grandiose Aussicht nur schwer genießen. Ich hatte an Fußknöcheln links und rechts Blasen so groß für fünf D-Markstücke. Damals hatte ich Zweischalenstiefel an und die Gelenke der Außenschale aus Kunststoff drückte auf die Knöchel. Deshalb rieben ständig die Socken auf der Haut und im Refuge du Goûter sah ich das ganze Malheur: Auf dem Abstieg zur Hütte hatte sich die Haut der mittlerweile blutigen Blasen gelöst und die Socken scheuerten das Ganze auf. Mit Verbandsmaterial an den Knöcheln schaffte ich es noch bis nach Chamonix. Doch dort ging es erst richtig los: Die offenen Blasen entzündeten sich und eiterten. Ich konnte nur noch in Flip Flops unterwegs sein und watschelte nicht wie ein stolzer Bezwinger vom Mont Blanc dahin, sondern wie Donald Duck. Ihr seht wie wichtig es sein kann Blasen zu verhindern.

Blasen verhindern! Das betrifft beim Wandern Eltern und Kinder.
foto (c) kinderoutdoor.de

Tipp eins: Blasen verhindern mit Hirschtalg

Die früheren Waldarbeiter oder Berbauern wussten ihre Hände und Füße zu schützen. Nicht arbeiten zu können, weil offene Blasen schmerzten, das konnte sich keiner leisten. Deshalb beugten diese hart malochenden Leute vor und schmierten sich die Hände und Füße mit Hirschtalg ein. Dabei handelt es sich um das Fett der Hirschen. Damals roch dieses entsprechend streng, heute sind Extrakte von Kamille oder andere wohlriechende Dinge zugesetzt. Ruderer, Marathonläufer, Turner und Kontrabasisten vertrauen auf die Wirkung vom Hirschtalg. Bevor Ihr loswandert schmiert der ganzen Familie die Füße damit ein. So lassen sich Blasen verhindern.

Tipp zwei: Blasen verhindern mit entsprechenden Socken

Wer meint, dass Wandersocken ein simples Produkt sind, der irrt sich. In den vergangenen Jahren hat sich hier viel getan was neue Strickverfahren und die Materialien angeht. So gibt es von Wrightsock besondere Socken die zwei Lagen haben. Damit lassen sich Blasen verhindern, anstatt dass die Socke auf der Haut scheuert, reibt nun Socke auf Socke. Auch die Schweizer Marke Rohner verspricht mit ihren Socken Blasen zu verhindern. Baumwollsocken saugen hingegen den Schweiß der Füße auf und verlieren dadurch ihre Passform. Die Folge davon sind Falten der Socken und diese verursachen durch dauerndes Scheuern Blasen an den Füßen.

Tipp drei: Erst einlaufen, das los laufen!

Auch wenn die Outdoor- und Wanderschuhe inzwischen mit immer besseren Materialien ausgerüstet sind. Es ist trotzdem wichtig, dass Ihr sie einläuft, bevor Ihr zum ersten Mal mit den Kindern auf große Tour geht. Zieht die Schuhe für kleinere Ausflüge erst einmal an, damit sich die Füße daran gewöhnen können. Bei Kindern lohnt es sich darauf zu schauen, wie optimal die Schuhe sitzen und ob sie richtig geschnürt sind. Sobald nämlich die Schuhe an den Füßen  zu scheuern beginnen, steigt die Gefahr sich Blasen zu laufen.

Tipp vier: Blasen verhindern und abkleben

Manche Erwachsene haben besonders gefährdete Stellen an den Füße, wo sich schnell Blasen bilden können. Damit dies nicht passiert, ist es sinnvoll diese Problemzonen vor der Wanderung mit Tape abzukleben. Wenn die Socken an dieser Stelle scheuern, tun sie es auf dem Tape und nicht auf der Haut.

Tipp fünf: Blasen verhindern und die Schuhe in Ruhe anprobieren

Es gibt ja Outdoorer, die kaufen ihre Wanderschuhe über das Internet. Eigentlich seltsam, denn Schuhe müsst Ihr anprobieren und damit gehen. Oder wie wollt Ihr sonst wissen, wo diese vielleicht drücken oder scheuern oder zu viel Platz haben? Bei einem Fachhändler gibt es meistens auch eine schiefe Rampe auf der Ihr testen könnt, ob Ihr beim Bergabgehen in den Schuhen nach vorne rutscht.

 

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