Wandern mit Kindern zu den Römern: Zwei Touren für Familien

Wandern mit Kinder zu den Römern ist eine Zeitreise zu Fuß. Ihr entdeckt dabei alte Römermauern, Wachtürme, Bergwerke und andere historische Bauwerke. Für die Kinder ist das alles ein riesiges Abenteuer. Wenn Ihr mit den Kindern auf den Spuren der Römer wandert, kommt garantiert keine Langeweile auf. Alea iacta est!

Fabrik, Mauer oder Region gehören zu unseren täglichen Begleitern aus römischer Zeit. Diese Begriffe leiten sich aus den lateinischen Wörtern fabrica, familia und regiō ab. Das Ganze lässt sich noch weiterführern, denn intellektuell ist bei  unseren damaligen Vorfahren etwas weniger geboten gewesen und so bedienten sie sich auch dem Wortschaft der Besatzer. Haben die Germanen Lateinisch schlampig und mit viel Akzent ausgesprochen, schwupps hatten sie auch schon wieder ein neues Wort. Auch der Weinanbau in Deutschland ist den Römern zu verdanken. Diese wollten Ihre Leute in den Provinzen möglichst unabhängig versorgen. Deshalb ließen sie Weinberge anlegen und die ganze Infrastruktur mit Keltereien dazu. Während die germanischen Stämme Met in sich hineinschütteten, tranken die Römer ihren selbst angebauten Wein. Die meisten Kinder kommen bei den Asterix und Obelix mit den Römern in Kontakt oder spätestens in der Schule. Unternehmt doch mit den Kindern eine Zeitreise und wandert auf den Spuren der Römer.

Wandern mit Kindern zu den Römern: Quo vadis? in der Eifel Bergwerke entdecken

Ein Teil vom Eifelsteig ist ein wunderbarer Rundweg, der auch für Kinder geeignet ist. Thema von dieser Tour sind die Römer. Ihr startet beim Wanderparkplatz der Burgruine Ramstein. Diese ist allerdings nicht von den Römern. Von dort aus kommt Ihr bald an den Putzlöchern vorbei. Hier bauten die Arbeiter Malachit und Azurit ab. Die Felsblöcke von der Porta Nigra, einem ehemaligen römischen Stadttor, stammen ebenfalls von hier. In Kurven geht es raus aus dem Forst und schon steht Ihr vor einer römischen Langmauer. Die ist allerdings nicht mehr original, sondern nachgebaut. Die Kinder können sich so besser vorstellen, was die Römer alles gebaut haben. Wir wandern mit den Kindern weiter und halten uns Richtung Genovevahöhle. Unterwegs kommt Ihr an einer keltischen Fliehburg vorbei. Diese Vorfahren von uns sind ein seltsames Volk gewesen. Die Kelten hatten bis in den Mittelmeerraum hinein Handel getrieben, jedoch so gut wie nichts schriftliches hinterlassen. Von unserer Ära hingegen finden die Archäologen einmal Unmengen an Steuerbelegen….Nun kommt ein Höhepunkt von unserer Tour wenn wir mit Kindern auf Spuren der Römer wandern. Seit über 7.000 Jahren ist Genovevahöhle von Menschen genutzt. Archäologen fanden Splitter vom Feuerstein und andere Dinge aus der Steinzeit. Auch aus römischer Zeit legten die Forscher Schewerben frei.Steigt durch den Wald ab und wandert weiter zur Klausenhöhle. Hier lebten viele Jahre Einsiedler und meißelten Fratzen in das Gestein um das Böse abzuhalten. Weiter führt Euch der Weg zur Geyersley, einer Stelle von der Ihr einen wunderbaren Blick über das untere Kylltal habt. Am Ende der Tour seid Ihr wieder am Wanderparkplatz bei der Ruine Ramstein.

Wandern mit Kindern auf den Spuren der Römer: Immer dem Limes nach!


Wenn Ihr mit Kindern auf der Schwäbischen Alb wandert, dann haben wir einen Geheimtipp für Euch. Hier im heutigen Baden-Württemberg verlief der rätische Limes. 550 Kilometer ist dieses Bauwerk lang gewesen. Im Vergleich zur geplanten Mauer des US Präsidenten eine Gartenmauer, doch damals beeindruckte diese ausgeklügelte Grenzanlage die germanischen Stämme. Der rätische Limes verlief von  Rheinbrohl (Rheinland-Pfalz) bis zum Militärlager Kastell Eining (Bayern).Die UNESCO ernannte diese ehemalige Grenzlinie zum Weltkulturerbe. Hier zeigte das römische Imperium seine ganze Macht und versuchte potenzielle Angreifer mit Türmen, Mauern und Kastellen zu beeindrucken. Wenn Ihr mit den Kindern auf den Spuren der Römer wandert, dann denkt daran, dass der  Limes mehr als eine befestigte Grenze gewesen ist. Er riegelte auch Wirtschaftsräume ab. Alle die Waren in das Römische Reich imporiteren wollten, kamen nur durch ein Limestor vom Limes hinein. Allerdings kostete dieser Eintritt etwas: Einfuhrzölle! Diese Rundtour auf der Alb lässt sich auch mit einem geländetauglichen Kinderwagen absolvieren. Ihr startetam Ortsrand von Aalen-Deangen. Dort steht das Wanderheim Welland von Schwäbischen Albverein. Ein Spielplatz ist auch dabei und Ihr könnt dort übernachten oder einkehren. Von diesem Wanderheim, es ähnelt einem Einfamilienhaus, habt Ihr einen wundervollen Blick auf den Albtrauf. Auch die Drei Kaiserberge sind zu sehen. Wandern wir mit den Kindern los auf den Spuren der Römer und folgt der Markierung mit dem roten Kreuz . Zuerst geht es die Rotfeldstraße runter. Weiter in der Scheurenfeldstraße und dann zum  Kreisverkehr am Ausgang von Dewangen. Folgt dem Fußweg an der Kreisstraße bis Hammerstadt.  Hier lohnt sich ein Abstecher in das Sammelsurium Museum in der Wiesentalstr. 44/1. „Nichts Wichtiges, aber zum Vergessen zu schade“ lautet das Museum dieser ungewöhnlichen privaten Sammlung. Ihr wandert nun  Am Pfostenbach und biegt links in den Maienfeldweg ein. Der Limesweg ist erreicht. Über einen Feldweg geht es zu einem kleinen Wald.Nach einigen hundert Metern ist der Waldrand vom Spitzenäcker erreicht. Wenn die Sonne optimal steht erkennt Ihr in den Feldern wie sich der ehemalige Limes dort abhebt. Immer wieder kommt Ihr an Infotafeln vorbei, die Euch zeigen was hier zur römischer Zeit stand.  Mit den Kindern wandert Ihr weiter nach Treppach und stößt dort auf Spuren der Römer: Die Teufelsmauer! Rechts neben einer kleinen Feldstraße befindet sich dieser sichtbare Überrest vom Rätischen Limes. Ihr haltet Euch am Rand des Dorfes und wandert gerade zur Kreisstraße am Gegenhang hinauf. Hier haltet Ihr Euch links am Weg und seht scon Aalen-Dewangen. Am Wanderheim endet diese Rundwanderung.

 

 

 

 

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