Skitouren mit Kindern: Versuchs doch mit Gemütlichkeit am Lempersberg

Skitouren mit Kindern finden auch den Weg hinauf zu exotischen Zielen. In unserem Fall ist es der Lempersberg am Spitzingsee. Bei dieser Skitour mit Kindern ist die Kondition und die Technik der kleinen Skibergsteiger weniger gefordert, dafür geht es unterhalb vom Gipfel gut 1.000 Höhenmeter bergab. Bei unserer Reihe Skitouren mit Kindern stellen wir Euch heute diesen eher unbekannten Berg im Manfallgebirge. 

„Wo bist Du gwsen? Auf dem Lämpersberg mit den Kindern? Bist narrisch!?“ platzte es aus einem Bekannten heraus. Sein Blutdruck erreichte ungeahnte Höhen, so musste er sich über mich ärgern. Kurz darauf klärte sich das Missverständnis auf. Mein Bekannter meinte, ich sei mit den Kindern auf den Lämpersberg in den Kitzbüheler Alpen gestiegen. Dessen Gipfel ist 2.202 Meter hoch und bei Tourengeher ist dieser Berg für seine anspruchsvollen Abfahrten bekannt. Skitouren mit Kindern sind hier alles andere als schlau. Doch es gibt auch den Lempersberg am Spitzingsee. Den kennen deutlich weniger Bergsteiger, als den Namensvetter in den Wildschönau. Ein großer Vorteil von dieser Skitour mit Kindern: Ihr habt die Möglichkeit den Skilift zu nutzen. So kommt Ihr beim Aufstieg auf etwa 350 Höhenmeter und bei der Abfahrt auf über 1.000 Höhenmeter. Bevor Ihr die Steigfelle aufzieht stellt Ihr Euch brav an der Taubensteinbahn an und liftet hinauf zur Bergstation. Gleich am Anfang dieser Skitour mit Kindern steht eine Abfahrt auf der Piste auf dem Programm. Brettert hinüber zum Maxlraineralmhang. Haltet Euch dort oberhalb am Waldrand. Bitte passt auf, denn  hier müsst Ihr die Schneise durch den Wald finden. Wenn Ihr sie aufgespürt habt, haltet dort an und legt die Steigfelle an. Ab hier geht es mit den Kindern bei der Skitour bergauf. Richtung Südosten steigt Ihr nun rechts in den Wald hinein. Meistens sind dort schon andere Tourengeher unterwegs gewesen und Ihr könnt alte Spuren nutzen. Plötzlich herrscht Ruhe.

Skitouren mit Kindern: Rasant geht es zurück

Links führt Euch ein sanfter Bogen durch den verschneiten Bergwald. Bald erreicht Ihr die Untere Wallenburg Alm. Diese befindet sich auf 1.479 m Höhe. Weiter steigt Ihr mit den Kindern durch eine Schneise auf. Haltet Euch Richtung Nordosten. Die Steigung ist hier moderat und auch für die Kinder problemlos zu schaffen. Bald habt Ihr einen Sattel erreicht. Dieser verläuft zwischen dem Taubenstein und dem Lempersberg. Auf den wollen wir bei unserer Skitour mit den Kindern. Hier haltet Ihr Euch rechts. Keine Sorge, nur anfänglich führt Euch die Aufstiegsspur am Grat entlang. Bald geht Ihr auf einem Hang weiter. Hier erwartet Euch eine Stufe. Die einzige halbwegs technisch fordernde Passage bei dieser Tour. Westlich führt Euch die Flanke weiter hinauf. Bald erreicht Ihr Schilder und dort ist dann der beste Moment umzudrehen. Der Gipfel vom Lempersberg ist nämlich ein Schutzgebiet für Wildtiere. Der DAV hat hier entsprechende Schilder angebracht und verantwortungsvolle Skitourengeher bleiden dort auch stehen. Für die Tiere kann es im Winter tödlich enden, wenn sie Skibergsteiger aufschrecken. Dadurch verbrauchen sie zuviel Energie, mit der sie eigentlich streng haushalten sollten. An dieser Stelle nehmt Ihr die Felle von den Ski und bereitet Euch auf die Abfahrt vor. Die ist genau nach dem Geschmack der Kinder. Zuerst folgt Ihr der Route über die Ihr aufgestiegen seid. Durch den Wald fahrt Ihr hinunter zum Maxlraineralmhang und dort auf der Piste angekommen lassen die Kinder ihre Ski laufen. Bei sonnigem Wetter ist diese Abfahrt für die Kinder ein Genuss. Der Vorteil an dieser Tour ist, dass ungefähr zwei Drittel der Abfahrt auf der Piste sind. Das ist kommt vor allem Kindern entgegen die im tiefen Schnee weniger sicher unterwegs sind. Diese Tour ist um die 1,5 Kilometer lang und ideal als Einstieg für Skitouren mit Kindern. Punkten kann diese Tour, dass Ihr den Skilift hernehmt. Auf manchen Bergfex macht es Eindruck, wenn Ihr erzählt wo Ihr unterwegs gewesen seid. Muss ja nicht jeder wissen, dass es den Lempersberg zwei mal gibt…..

 

 

 

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