Mit Kindern auf Hütten: Die Rappenseehütte ist ein Muss!

Mit Kindern auf Hütten, das kann auch hoch hinaus gehen. Die Rappenseehütte liegt malerisch an einem verwunschenen Bergsee auf 2.091 Meter. Am besten ist, Ihr steigt auf zwei Tage verteilt dorthin auf, sonst kommen die Kinder an Ihre Grenzen. Unterwegs erwartet Euch eine höchst ungewöhnliche Hütte.

 

Am Fellhorn herrscht Hochbetrieb. Dicht geparkt stehen die Autos bei der Talstation. Zum Verdruss mancher Touristen ist hier Schluss, denn in das Stillachtal darf nicht jeder mit dem Auto fahren. Das ist gut so! Zuerst wandert Ihr nach Birgsau. Alle die nach dem Motto unterwegs sind: „Lieber schlecht gefahren, als gut gewandert!“ nehmen den Bus zu diesem kleinen Dorf. Von hier wandert Ihr weiter nach Einödsbach. Es ist die südlichste Siedlung Deutschlands, die ganzjährig bewohnt ist. Dort lohnt es sich in dem urigen Gasthaus einzukehren und für die Kinder gibt es einen Spielplatz. Wer möchte, kann dort auch übernachten. Weiter geht es hinauf zur Enzianhütte. Diese feiert 2017 ihr 80. Jubiläum! Bevor es soweit ist, müssen die Familien noch ein Abenteuer bestehen: Kurz nach Einödsbach führt ein schmaler Steg über einen Wildbach. Am Drahtseil festhaltend geht es rüber. Haltet Euch bergauf bis zu Peter´s Älpele am Linkerskopf. In der Hauptsaison ist diese bewirtschaftet. Den Kindern tut die Pause gut. Auf schmwalen Pfaden geht es weiter bergauf. Alle die wasserdichte Wanderschuhe mit Membranen anhaben sind hier klar im Vorteil. Passt unterwegs gut auf, denn der Weg zur Enzianhütte ist teilweise etwas eigenwillig ausgeschildert. So ist beispielsweise ein größerer Stein beschriftet und weist den Weg. Über einen steilen und mit Felsbrocken übersäten Hohlweg geht es hinauf auf den Kamm. Es sind nur noch 30 Minuten bis zur Enzianhütte. Ungewöhnlich gut ist die Küche der Enzianhütte, denn wie steht es schon an der Hausmauser: „Kochen ist eine Kunst, und keineswegs die unbedeutendste!“ Das stimmt vor allem auf der Enzianhütte, denn was hier auf den Tellern landet, hat zum Glück nichts mit den totfrittierten Tiefkühlgerichten mancher Selbstbedienungshütten zu tun.

Mit Kindern auf Hütten: Rappensee wir kommen!

Weiter geht es am nächsten Tag zur Rappenseehütte. Sie eignet sich perfekt als Basis für weitere Bergtouren. Über einen Wiesenweg geht es bergauf. Ein Pfad führt am Berg vorbei. Hier kommt eine Stelle, welche die Familien konzentriert überqueren muss: Ein Schneefeld. Es hat sich durch den Weg gefressen. Zum Glück ist ein Fixseil dort verankert. An diesem Engpass Zeit lassen und die Kinder sichern. Sobald diese Stelle gemeistert ist, geht es weiter auf dem Pfad. Unterwegs ist immer wieder Trittsicherheit wichtig, dafür gibt es vom Weg aus Wasserfälle zu sehen. Bald ist eine Materialseilbahn zu sehen. Es ist Zeit für den finalen Aufstieg zum Rappensee. Auf dem Wanderschild ist 20 Minuten bis zu der DAV-Hütte angegeben, doch mit Kindern ist es besser eine halbe Stunde oder mehr an Gehzeit einzuplanen. Steil führt der Weg hinauf. Unterwegs bieten sich tolle Tiefblicke und eine Sicht auf einen Wasserfall. Seine Wasser rauschen hier beeindruckend in die Tiefe. Der Weg schlängelt sich am Kamm entlang und plötzlich steht man vor einer unvergleichlichen Bergkulisse: Vorne der Rappensee, dahinter das Hohe Licht, der Hochrappenkopf, der Biberkopf und der Rappenseekopf. Was für die Kinder am wichtigsten ist: Die Rappenseehütte. Idyllisch liegt sie am gleichnamigen See in dem sich die Berge spiegeln. Nachdem die Kinder ihre Unterkunft bezogen haben, lohnt sich ein Ausflug zum Großen Rappensee. Er liegt nur zehn Minuten von der Hütte entfernt und ist ideal um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Berge spiegeln sich auf der Wasserfläche und die Kinder können Dämme in den See bauen. Für den nächsten Tag gibt es verschiedene Möglichkeiten an Bergtouren. Das ist auch ein Grund, warum die Rappenseehütte bei Bergsteigern so beliebt ist. Denn von hier kommen die Alpinisten zum Heilbronner Höhenweg. Für Kinder ist er jedoch nicht zu empfehlen. Zurück geht es in Stillachtal auf demselben Weg wie beim Aufstieg.

 

Schwierigkeit: Schwere Zwei-Tages-Wanderung für Kinder ab zehn Jahren mit entsprechender Kondition

Ausgangsort: Oberstdorf

Ausgangspunkt: Talstation Fellhornbahn

Endpunkt: Talstation Fellhornbahn

Verkehrsanbindung: Auf der A 7 Richtung Füssen fahren. Am Autobahndreiecke Allgäu auf die A 980 wechseln. Richtung Lindau/Oberstdorf folgen. Bei Waltenhofen auf die vierspurig B19 Richtung Oberstdorf. Vor dem Ort zur Fellhornbahn(ausgeschildert) abbiegen.

Gehzeit: Vom Parkplatz an der Fellhornbahn bis zum Gasthof Einödsbach 1 ½ bis zwei Stunden. Bis zur Enzianhütte über Peters Älple sind es drei Stunden. Von der Enzianhütte bis zur Rappenseehütte geht man mit Kindern zwischen zwei und drei Stunden.

Markierung: Gut

Essen und Trinken: Gasthof Adler Birgsau, Berggasthof Einödsbach, Petersalpe, Enzianhütte, DAV Rappenseehütte.

Information:

Tourismus Oberstdorf
Prinzregenten-Platz 1
87561 Oberstdorf

Tel. 08322 7000
Fax 08322 700 236

www.oberstdorf.de/dorf/tourismus/

 

Alpengasthof Einödsbach, 1.142 m

Kontakt: Einödsbach 1
87561 Oberstdorf

Telefon: +49(0)8322/98454
Telefax: +49(0)8322/98453
E-mail: info@einoedsbach.de

http://www.einoedsbach.de/berggasthof.html

Öffnungszeiten: 08.00 – 21.00 Uhr Winter: Dienstag und Mittwoch Ruhetag
Sommer: Dienstag Ruhetag).

Betriebsurlaub: —-

Schlafplätze: Einzel-, Doppel-, Vierzimmer und Matratzenlager

Charakteristik der Hütte: Idylle pur!

 

Enzianhütte, 1.804 m

Kontakt:

Enzianhütte
Kirchsteige 6
87509 Immenstadt/Bühl

Telefon Hütte: +49 (0) 170 / 7 93 16 55

Öffnungszeiten: 25.5 – 13.10

Betriebsurlaub: —

Schlafplätze: 32 Betten, 90 Lager

Charakteristik der Hütte: Nur zu Fuß erreichbar. Ein Traum!

 

DAV Rappenseehütte, 2.091 m

Kontakt:

www.rappenseehuette.de

Hüttenfax: 0171 / 2631250 (von Juni bis Oktober)
Talfax: 08326 / 366274 (von Oktober bis Mai)
Info-Telefon: 08322 / 700155  

 

Öffnungszeiten: 9. Juni bis Mitte Oktober

Schlafplätze: 189 Lagerplätze, 115 Betten

Charakteristik der Hütte: Wunderbare Lage vor Hochalpiner Kulisse

 

 

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email