Winterwandern mit Familie: Der knutschende Hirsch von der Reiseralm

Winterwandern mit der Familie entschleunigt innerhalb von wenigen Minuten. Viele Führungskräfte zahlen hohe Summen um in Seminaren zu lernen, wie sie wieder zu sich finden können. Anders ist es beim Winterwandern mit Familien in Lenggries. Auf dem Weg zur Reiseralm gibt die Natur den Takt vor und der ist in der kalten Jahreszeit gemütlich. Auf der Alm angekommen lohnt es sich mit Lois Oswald zu seiner täglichen Wildfütterung zu gehen. Dort bekommen die Familien etwas ganz Besonderes zu sehen

Winterwandern in Lenggries mit der Familie aufs Brauneck. Dort gibt es den knutschenden Hirschen.
Foto: Gäste-Info Lenggries

Der Hausberg von der Isargemeinde Lenggries ist das Brauneck. Das ganze Jahr über zieht dieser Berg die Wanderer an. Wer Winterwandern mit der Familie will, ist in diesem oberbayerischen Ort richtig. Über 40 Kilometer Wege sind geräumt. Eine empfehlenswerte Tour führt hinauf zur Reiseralm. Wer möchte kann hinaufgondeln und unterwegs die Blicke auf die verschneite Landschaft genießen. Alle anderen nehmen einen kurzen Fußweg auf sich. Gemütlich bricht die Familie zur Winterwanderung auf und zieht einen Schlitten hinter sich her. Bei der Talstation der Bergbahn Richtung Süden halten und in den Wald wandern. Etwa eine halbe Stunde geht es bergauf bis die Reiseralm erreicht ist. Hier ist der Oswald Lois Hüttenwirt. Ein Original, wie die Oberbayern sagen. 2007 hat der Lois sich ein Wildgehege bei der Reiser Alm angelegt. Dort lebt Rotwild und der Hirsch „Husse“. Ein sehr spezieller Geweihträger. Kann es ein lohnenderes Ziel für eine Winterwanderung mit der Familie geben? Nach dem Aufstieg setzt sich die Familie auf die Sonnenterrasse von der Reiser Alm und isst gemütlich Kaiserschmarrn bei einer königlichen Sicht ins Isartal.

Winterwandern mit Familie auf dem Panoraomaweg: Kurz, aber aussichtsreich!

Täglich um 15.30 Uhr füttert der Lois persönlich das Rotwild. Die Tiere haben sich an ihren Gastgeber gewöhnt und holen sich das Futter an der Futterraufe ab. Beeindruckt sehen die Kinder dem Schauspiel zu. Manche der Outdoorkids haben noch nie ein Reh gesehen, was aber am Ende der Brotzeit kommt, das ist selbst den meisten Erwachsenen neu: Der Hirsch „Husse“ gibt dem Lois einen Kuss auf den Hals. „Ich glaub, mich knutscht ein Rothirsch“, schmunzelt Lois Oswald. Alleine für diese ungewöhnliche Wildfütterung hat sich der Aufstieg gelohnt. Eine Winterwanderung mit der Familie braucht keine vielen Höhen- oder Kilometer um die Outdoorkids zu beeindrucken. Um das Brauneck führt ein Panoramaweg. Dieser Höhenweg ist 1,5 Kilometer kurz und auch für Kinder zu schaffen. Unterwegs bieten sich malerischer Blicke auf die Schnee bedeckten Berge vom Karwendel. Der eigentlich Höhepunkt dieser Winterwanderung mit der Familie kommt erst noch: Anstatt ins Tal abzusteigen, nehmen alle auf den Schlitten Platz und brettern zurück nach Lengries. Eine Tour durch den Schnee lässt sich noch steigern: Immer am Dienstag gibt es geführte Nachtwanderungen hinauf zur Reiseralm. Wer die Lenggrieser Gästekarte besitzt, der darf gratis mitwandern. Im Schein der Laternen geht es durch den winterlichen Wald. Infos und Termine auf www.lenggries.de/winter/winterwandern

 

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email