Von Hütte zu Hütte mit Kindern: Drei erlebnisreiche Tage am Hochfelln

Von Hütte zu Hütte mit Kindern wandern ist im Frühling wieder angesagt. Besonders gut seid Ihr im Chiemgau unterwegs. Hier gibt es ein dichtes Netz von Berghütten von denen etliche familienfreundlich sind. Wenn Ihr von Hütte zu Hütte mit den Kindern wandern wollt, dann steigt doch in zwei Etappen auf den Hochfelln. Ein Berg zum Abheben!

„Heute müsst Ihr auf den Hochfelln steigen. Da seht´s bis zum Bayerischen Wald!“ rät ein erfahrener Bergsteiger, der uns entegegenkommt. Vom Chiemgau bis nach Ostbayern sehen? Das klingt eigentlich unglaublich. Andererseits ist, wenn auch sehr selten, der Mont Blanc vom Lemberg auf der Schwäbischen Alb aus zu sehen. Den Hochfelln in zwei Tagen zu besteigen ist die beste Entscheidung für Familien. Wir wandern dabei von Hütte zu Hütte mit den Kindern. Los geht es am Wanderparkplatz beim Weißachental. Folgt dort dem Weg mit der Nummer 8. Im Bergwald steigt Ihr gemütlich auf. Etwa zwei bis zwei einhalb Stunden steigt Ihr auf zur Gleichenbergalm. Diese ist zur Almsaison geöffnet und hat auch Lagerplätze. Wichtig ist, dass Ihr diese zuvor reserviert. Oder Ihr geht auf Nummer sicher und steigt ein halbe Stunde weiter bis zur Bründlingalm auf 1.161 m auf. Zuerst kommt Ihr am Bachschmiedkaser sowie dem Öderkaser vorbei. Dann ist die Bründlingalm erreicht. Wanderer sitzen davor und lassen sich die deftigen Brotzeiten schmecken. Sie blinzeln in die Sonne und sehen hinauf zum Gipfel vom Hochfellen. Der Himmel um den Berg ist voll mit bunten Schirmen der Paraglider. Die Bründlingalm sieht so auch, wie sich viele Familie eine Alm vorstellen. Sie gehört zu den ältesten Almen am Hochfelln. Hier übernachten wir, bevor Richtung Gipfel geht. Am Spielplatz haben die Kinder nach dem Abendessen noch ihre Freude. Langsam geht die Sonne über dem Bayerischen Voralpenland unter. Ruhig liegt das Wasser vom Chiemsee und darin spiegelt sich die Abendsonne. Sie taucht den ganzen See in ein goldenes Licht. Der Sonnenuntergang in der Karibik, kann kaum schöner sein.

 

Von Hütte zu Hütte mit Kindern wandern: Das höchste Gasthaus im Chiemgau

Am nächsten Tag geht es weiter. Konditionell dürfte für die meisten Kinder der Aufstieg zur Bründling Alm kein Problem sein. „Heute morgen habe ich es schon bimmeln gehört!“ meint ein Kind, als es an den Kühen auf der saftigen Bergweide vorbeigeht. Die Tiere lassen es sich schmecken und haben nur einen Blick für die feinen Kräuter, die hier oben wachsen. Weiter geht es Richtung Tröpflwand. Hier halten wir uns links. Eine kurze Seilsicherung ist dort am Felsen angebracht. Die Kinder fühlen sich plötzlich wie die Huber Buam. In Serpentinen geht es nun das Kar hinauf. Oben am Gipfel angekommen bietet sich eine grandiose Fernsicht über den Chiemsee hinweg. Der Rauschberg bei Ruhpolding ist zu sehen und dahinter schiebt sich der Dachstein mit seinen Schnee bedeckten Flanken in die Höhe. Hinter dem Unternberg sind der Hohe Göll und der markante Watzmann mit seiner Familie zu sehen. Beeindruckend sich auch die Gipfel der Leonganger und Loferer Steinberge. Etwas rechts davon erhebt sich am Horizont majestätisch der Großglockner. Auch der Großvenediger präsentiert sich in einem makellosen Weiß. An besonders klaren Tagen ist der König des Bayerischen Waldes, der Große Arber, vom Hochfelln aus zu sehen. Im Hochfellnhaus, es ist das höchstgelegendste Wirtshaus hier im Chiemgau kehren wir ein. Einige Rundwanderwegs bieten sich hier an. Unterwegs gibt es immer wieder Paraglider zu sehen, die von hier zu ihren Flügen starten. Die Kinder sehen fasziniert zu. Leider gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Hochfellnhaus. Deshalb steigen wir wieder zur Bründling Alm ab und schlafen dort. am nächsten Tag geht es über den Aufstiegsweg wieder zurück. Der Hochfelln ist ein Berg, an den sich die Kinder noch lange erinnern.

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