Outdoor Rezepte für Lägerfeuer und Gaskocher: Spinatknödel von der Alm

Outdoor Rezepte fürs Lagerfeuer sind ideal um Reste zu verwerten. Das kann so was von fein schmecken! Holt Euch die bayerischen Berge auf die Teller und kocht Spinatknödel. Die schmecken vom Lagerfeuer genauso lecker, wie vom Gaskocher oder dem heimischen E-Herd. Ein kinderleichtes Outdoor Rezept für alle die keine Lust auf Geschmacksverstärker aus der Tüte haben.

Outdoor Rezepte Spinatknödel. Ideal zum Restverwerten.
Foto(c) kinderoutdoor

„De Leit früha hobm nix weggschmissn, weils nix ghabt habm!“ (übersetzt: „Die Leute früher haben nichts weggeschmissen, weil sie nichts hatten!“) das erzählte mir eine Hüttenwirtin. Deshalb sind die Rezepte aus den Bergen oft, was die Zutaten angeht, entsprechend einfach. Die Sennerinnen und Sennen mussten auf das zurückgreifen was sie hatten. Das ist richtig wenig gewesen. Mit Almromantik hatte das Leben zur königlich bayerischen Zeit in den Bergen nichts zu tun. Fleisch kam selten auf die Teller. Zu teuer. Oft genug wilderten die Holzknechte, Kleinbauern und Sennen um ein Stück Fleisch zu haben oder das illegal geschossene Wild zu verkaufen. Derartige Geschichten habe ich oft gehört, als ich für mein Buch „Geheimnisvolle Pfade Bayerische Hausberge 23 spannende Wanderungen auf den Pfaden der Wilderer und Schmuggler“ intensiv in den Bergen unterwegs gewesen bin. Auf einer Berghütte am Hochries, hörte ich auch die eine oder andere Wilderergeschichte. Was mich am meisten nachhaltig beeindruckte, sind die Spinatknödel gewesen. Nach einem ganzen Tag auf den Beinen tat mir dieses Essen so was von gut. Als ich dann erfuhr wie einfach diese Knödel zu kochen sind, das stand für mich fest, dass ich dieses Outdoor Rezept gerne an Euch weitergebe. Geschmacklich sind die Spinatknödel wie ein Bergroman von Ludwig Ganghofer: Zeitlos!

Outdoor Rezepte: Warum das alte Brot wegschmeissen?

„Also a Brot wegschmeissen, des geht doch goar net!“ meinte die Hüttenwirtin hinter dem beeindruckenden Herd. Dieser ist stand mitten in der Küche und hatte die Ausmaße einer Tischtennisplatte. Während auf einem konventionellen Herd zuhause vier Töpfe oder Pfannen Platz haben, standen dort mindestens zehn. Aus allen standen die Stiele von Schöpfkellen oder Kochlöffel raus und irgendwie hatte die Wirtin alles im Griff. Zuerst schnitt sie alte Semmeln und Brot zu sogenanntem Knödelbrot klein. Nehmt dazu ein scharfes Taschenmesser her und schneidet dünne Scheiben. Außerdem schnippelt Ihr die Zwiebel in möglichst feine Würfel. Gebt Butter in die Pfanne und röstet die Brotscheiben mit Butter an. Hackt den Spinat klein. Jetzt kommen die Eier, die Milch und alle anderen Zutaten in eine Schüssel. Verrührt das Ganze und lasst es über Nacht stehen. Die Wirtin deckte den Teig mit einem Geschirrtuch ab. Am nächsten Tag formt Ihr kleine Knödel daraus. Setzt einen Topf Salzwasser auf und bringt das Wasser zum Kochen. Legt die Knödel hinein und lasst sie darin ein wenig ziehen. Die Spinatknödel schmecken mit Parmesan sehr lecker oder geht Butter darüber.

Zutaten:

  • 500 g Knödelbrot
  • 750 g Spinat
  • 6 Eier
  • 2 Zwiebel
  • 0,2 l Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butter
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