Schlittenfahren mit Kindern: Rodeln vom Breitenstein

Schlittenfahren mit Kindern ist meistens zu kurz. Wenn es nach den Outdoorkids geht. Geht doch Rodeln am Breitenstein im Allgäu. 6,5 Kilometer ist diese natürliche Rodelbahn lang und dürfte die längste im bayerischen Alpenraum sein. Doch diese Abfahrt für alle großen und kleinen Schlittenpiloten bietet viel mehr als Geschwindigkeit und sportliche Kurven.

„Da drüben seht Ihr die Tiroler Alpen und dort zeigen sich die Schweizer Berge!“ erklärt ein Bergfex am Gipfel vom Breitenstein den interessierten Kindern. „Gleich da drüben, dieser schroffe Berg der wie ein Backenzahn vom Braunbären aussieht, dass ist der Aggenstein. Über ihn verläuft die Grenze zu Tirol, “ berichtet der alte und erfahrene Bergsteiger weiter. Die Kinder stehen mit ihren Eltern am Gipfel vom Breitenstein. Das ist der Hausberg von Pfronten. Ein Berg der das ganze Jahr über ein reizvolles Ziel für Familien ist. In meinen Wanderbüchern (Die schönsten Wanderungen von Hütte zu Hütte mit Kindern  oder  Geheimnisvolle Pfade Bayerische Hausberge) findet Ihr immer wieder Touren die zum Breitenberg führen. Im Winter erwartet die Familien dort eine Rodelbahn die sich auf jeden Fall lohnt. Vom Anspruch her ist diese mittelschwer. Ihr kommt völlig entspannt dort oben an. Mit dem Vierersessellift Hochalpe geht es hinauf. Wer möchste stapft noch eine knappe halbe Stunde bergan, bis er die Ostlerhütte und den Gipfel vom Breitenberg erreicht. Die Hütte ist frisch umgebaut und Andrea Heiligensetzer die neue Wirtin auf 1.838 m. Wunderbar ausgesetzt liegt diese urige Berghütte. Hier lohnt es sich auch zu übernachten. ans Einschlafen denkt keiner, wenn es die Naturrodelbahn runtergeht. Gemütlich ist es am Start, der gut 6,5 Kilometer langen Abfahrt. Eine steile Gerade führt in den Wald hinein. Der Schlitten baut gut Tempo auf. Eine S-Kmobination zwingt die Rodler dazu Geschwindigkeit rauszunehmen.

Schlittenfahren mit Kindern: Rodeln am Breitenberg bleibt in Erinnerung

In einer scharfen Rechtskurve kommen die Rodler aus dem Wald gerast. Wieder können sie den Schlitten gleiten lassen um bald vor der nächsten Kurve abzubremsen. Eine Haarnadelkurve fordert dass Können der Piloten. Über eine längere Passage können die Rodler nun ihre Kufenflitzer laufen lassen. Wieder geht es in den Wald hinein. Hier kann es sein, dass der Schnee deutlich eisiger und dadurch der Schlitten schneller läuft. Eine S-Kurvenkombination lässt die Rodler Fahrt raus nehmen. Nach einer längeren Gleitstrecke kommt nun das letzte Drittel der Abfahrt. Hier erwarten die Rodler sportliche Kurvenkombinationen. Hier bleibt keiner ruhig auf dem Schlitten sitzen. Am Ende der Bahn kommen die Schlittenfahrer vor dem legendären Gasthaus Fallmühle an. Hier gibt es leckere regionale Spezialitäten. Außerdem verläuft dort auch die Grenze zu Tirol. Wer die KönigsCard- oder PfrontenCard hat, der fährt mit dem Bus kostenlos zurück zur Talstation vom Breitenberg. Wer die Gelegenheit für einen Winterspaziergang nutzen will, der marschiert etwa eine Stunde am Ufer der Steinacher Ach zurück. Schließlich gibt es am Gipfel vom Breitenberg eine Menge zu sehen und wer diese Rodelbahn nur einmal gefahren ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

 

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

 

 

 

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