Winterurlaub in Bayern: Familien beim Skifahren, Klausentreiben, rodeln und Baden

Winterurlaub in Bayern, da denken die meisten Familien sofort an die verschneiten Hänge der Alpen. Doch im Freistaat gibt es im Bayerischen Wald oder dem fränkischen Fichtelgebirge auch die Möglichkeit für Wintersport und außerdem erwarten die Familien dort besondere Outdooraktivitäten. Was es Neues in diesem Winter in Bayern gibt, das fragten wir Jens Huwald, dem Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH.

Winterurlaub in Bayern: Das sind Touren mit der Familie durch eine faszinierende Natur.  foto (c) kinderoutdoor.de

Winterurlaub in Bayern: Das sind Touren mit der Familie durch eine faszinierende Natur.
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Kinderoutdoor.de Aller guten Dinge sind drei, heißt ein altes Sprichwort. Haben Sie drei gute Gründe, warum Familien im Winter ihre Ferien in Bayern verbringen sollen?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Bayern punktet Sommer wie Winter mit seinen wunderschönen Naturlandschaften. Die Berge verwandeln sich im Winter in optimale Skigebiete wie etwa der Nationalpark Bayerischer Wald, die Alpen oder das Fichtelgebirge. Ein weiterer Grund, warum Familien ihren Winterurlaub in Bayern verbringen sollten, sind die vielen familienfreundlichen Unterkünfte, die ausreichend Angebote im Petto haben wie etwa eigene Kinderskischulen, Rodelbahnen oder Erlebnisbäder. Natürlich ist auch rund um die Events und Feste in Bayern für die ganze Familie jede Menge geboten: da fällt mir das Huskyrennen in Wallgau ein, das Klausentreiben im Allgäu oder das Pferdeschlittenrennen im Bayerischen Wald.

Welche Neuheiten erwarten Familien beim Winterurlaub 2016 in Bayern?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Kommende Wintersaison wird viel in die Bergbahnen im Allgäu investiert, um den Urlaubern die besten Pistenverhältnisse und Skilifte zu präsentieren. So wird zum Beispiel der alte Schlepplift zum Hohen Ifen durch eine 6er-Sesselbahn ersetzt und eine moderne Beschneiungsanlage installiert.

Das Skiparadies Sudelfeld im Mangfallgebirge gilt laut „Skigebiete-Test.de“ als das familienfreundlichste Skigebiet Bayerns. Hier wurden viele Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt: neuer Snowpark mit Freeride-Cross-Strecke, neue 6er-Sesselbahn und erweiterte Beschneiungsanlagen. So rüstet jede Region für sich auf, um den Urlaubern einen unbeschwerten Aufenthalt zu garantieren.

Jedes Jahr gibt es Umfragen zum Tourismus. Aus welchen Bundesländern kommen die meisten Bayerntouristen und wie hoch ist die Zufriedenheit mit den Urlaubsangeboten?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Die meisten Bayernurlauber kommen selbst auch aus Bayern, nämlich 40 %. 16 % aller Urlauber sind aus Baden-Württemberg, dahinter kommen die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen und Hessen mit zwölf und acht Prozent.

Bezüglich der Zufriedenheit bewerten 96 % der deutschen Urlauber ihren Aufenthalt in Bayern als sehr gut oder gut.

 ns haus

Familienurlaub in Bayern. Hier sind die Gäste gerne auf der Skipiste unterwegs. Dazu Jens Huwald von der Bayern Marketing GmbH:"Das Skiparadies Sudelfeld im Mangfallgebirge gilt laut "Skigebiete-Test.de“ als das familienfreundlichste Skigebiet Bayerns. Hier wurden viele Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt: neuer Snowpark mit Freeride-Cross-Strecke, neue 6er-Sesselbahn und erweiterte Beschneiungsanlagen. So rüstet jede Region für sich auf, um den Urlaubern einen unbeschwerten Aufenthalt zu garantieren." Foto (c) kinderoutdoor.de

Familienurlaub in Bayern. Hier sind die Gäste gerne auf der Skipiste unterwegs. Dazu Jens Huwald von der Bayern Marketing GmbH:“Das Skiparadies Sudelfeld im Mangfallgebirge gilt laut „Skigebiete-Test.de“ als das familienfreundlichste Skigebiet Bayerns. Hier wurden viele Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt: neuer Snowpark mit Freeride-Cross-Strecke, neue 6er-Sesselbahn und erweiterte Beschneiungsanlagen. So rüstet jede Region für sich auf, um den Urlaubern einen unbeschwerten Aufenthalt zu garantieren.“
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Bei Skifahrern in Bayern denken die meisten sofort an die bayerischen Alpen. Wo gibt es im Freistaat außerdem Wintersportorte, die für Familien interessant sind?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Rund um den Bayerischen Wald in Ostbayern gibt es zahlreiche Wintersportangebote. Sankt Englmar, Bodenmais oder Mitterdorf sind nur eine der wenigen ausgezeichneten Winterregionen in Ostbayern. Im fränkischen Fichtelgebirge bietet der Ochsenkopf mit seinen 13 Liftanlagen und gut präparierten Pistenkilometern sowie Rodelbahnen und einem Snowboardpark jede Menge Winterspaß für die ganze Familie. Auch in der Rhön gibt es zahleiche Winterwanderwege, einige Loipen oder Möglichkeiten, eine gemütliche Pferdeschlittenfahrt zu genießen.

 

Welche Möglichkeiten haben Familien, sich abseits der Skipisten aktiv in der Natur zu beschäftigen?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Viele Regionen bieten tolle Rodelbahnen an, die neben den Skipisten am beliebtesten sind. Die Rodelbahn Oberaudorf-Hocheck im Chiemsee Alpenland ist beispielsweise die einzige TÜV-geprüfte Winter-Rodelbahn Deutschlands und wurde im ADAC Rodelbahntest mit der Bestnote „Sehr gut“ ausgezeichnet.

Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen oder Schneeschuhwandern gehören abseits der Piste zu weiteren attraktiven Möglichkeiten, den bayerischen Winter zu genießen. In Pfronten im Allgäu oder im Igludorf auf der Zugspitze kann sogar in einem Iglu übernachtet werden – mehr Natur erleben geht nicht.

Urlaub in Bayern. Im Winter gibt es genügend Möglichkeiten für Outdoorfamilien abseits der Skipisten unterwegs zu sein, wie hier im Allgäu beim Schneeschuhlaufen.  foto (c) kinderoutdoor.de

Urlaub in Bayern. Im Winter gibt es genügend Möglichkeiten für Outdoorfamilien abseits der Skipisten unterwegs zu sein, wie hier im Allgäu beim Schneeschuhlaufen.
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Familien haben bei der Unterkunft andere Ansprüche als Paare oder Einzelreisende. Was tun die Hotels und Pensionen in Bayern, um familienfreundlich zu sein?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Familienhotels bieten tolle Kombinationen und Angebote an wie etwa einen kostenlosen Schlittenverleih oder Freitickets für beispielsweise das Erlebnisbad um die Ecke – falls das Wetter mal nicht mitspielt. Auch Kinderbetreuung im oder außerhalb der Unterkunft ist in vielen zertifizierten Hotels gegeben. Highlights für Groß und Klein sind gern auch mal Pferde, Hasen oder andere Tiere, die von einigen Hotelbetreibern gehalten werden und die sich über Besuch freuen.

 

Der Deutsche Alpenverein wirbt mit dem Siegel „Familien willkommen – Mit Kindern auf Hütten“. Gibt es vergleichbare Gütesiegel in Bayern für familienfreundliche Herbergen?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Die Bayern Tourismus Marketing GmbH hat die Marke Kinderland Bayern® konzipiert, die Familien eine wertvolle Orientierung bei der Auswahl eines geeigneten Urlaubsziels bietet. Denn nur wer die umfangreichen Qualitätskriterien erfüllt, darf mit der Kinderland-Marke für sich werben. Mittlerweile haben wir mehr als 250 zertifizierte Kinderland-Partner.

Welche Kriterien müssen Hotels, Gasthäuser oder Pensionen erfüllen, um dieses Siegel zu bekommen?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Es gibt einen Katalog mit etwa 100 Kriterien. Wer Partner werden möchte, muss zum einen alle Muss-Kriterien und zum anderen mindestens 50 % der Kriterien erfüllen. Dazu zählen der Service, die Zimmerausstattung, Betreuungsangebote, Sicherheit oder die Grundausstattung wie Spielplätze oder Sportanlagen.

Wie überprüfen Sie die Einhaltung der Standards?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH: Sobald eine Unterkunft, ein Erlebnispartner oder eine Region den Kriterienkatalog nach eigener Selbsteinschätzung ausgefüllt hat, wird ein unabhängiger Prüfer bei einer Betriebsbegehung die Kriterien kontrollieren. Nach erfolgreicher Prüfung steht einem Markenpartnervertrag nichts mehr im Wege. Nach drei Jahren werden die Kriterien erneut auf einen Prüfstand gestellt.

Bei der Veröffentlichung: „Tourismus in Bayern Statistiken und Zahlen“ zeigt sich, wo in Bayern die meisten Übernachtungen sind: Oberbayern ist mit 35 Millionen der Spitzenreiter. Während Ostbayern auf 16,3 Millionen Übernachtungen oder Franken auf 20,1 Millionen kommen. Auch im Winter sind offensichtlich viele Familien auf die bayerische Alpenregion fokussiert. Dabei bieten die Mittelgebirge in diesem Bundesland auch im Winter einen hohen Erholungswert mit familienfreundlichen Preisen. Warum sind der Bayerische Wald, das Fichtelgebirge oder die Rhön weniger populär bei den Urlaubern?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH:Klassischerweise denkt man bei Bayern sofort an die Alpen: Zugspitze, Oberstdorf oder Hindelang-Oberjoch. Doch auch Ostbayern und Franken haben ihr Winter-Geheimtipps: Der Frankenwald eignet sich optimal für Familien oder Ruhe suchende Urlauber: Langlauf-Loipen, Schneewanderungen, aber auch anspruchsvolle Abfahrten wie die vom Döbraberg.

Dagegen bietet der Bayerische Wald viele Angebote für die kleinen Skihaserl. Das ArBär-Kinderland am Großen Arber im Bayerischen Wald wurde deshalb auch als bestes Kinderland 2016 ausgezeichnet. Die flachen Hänge minimieren das Verletzungsrisiko und durch das offene Gelände haben die Eltern ihre Kleinen immer im Blick. Die Skischulen mit geschultem Personal begleiten die Kids bei ihren ersten Schwüngen.

 

Zum Schluss eine Frage, die wir jeden unserer Interviewpartner stellen: Was ist Ihr ultimativer Outdoor-Geheimtipp für Familien?

Jens Huwald, Bayern Tourismus Marketing GmbH:Für die älteren Kinder und alle, die Action mögen, ist eine Fahrt mit dem Rennbob-Taxi im Berchtesgadener Land empfehlenswert. Hier geht es in einem Original Vierer-Bob mit 120 Stundenkilometern durch den Eiskanal. Ein ganz besonderes Jahreshighlight für meine Familie und mich ist die Montgolfiade am Tegernsee – Das Ballonglühen mit musikalischer Untermalung und viel Rahmenprogramm ist ein Erlebnis für die ganze Familie!

 

Vielen Dank!

 

 

 

 

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