Schneeschuhwandern mit Kindern: Nauders auf leisen Sohlen erkunden

Schneeschuhwandern mit Kindern und die Outdoorkids fühlen sich wie die Trapper in Kanada. Auch wenn sie mit den Schneeschuhen bei Nauders durch die Tiroler Bergwelt wandern. Unterwegs gibt es eine Menge in der glitzernden, verschneiten Berglandschaft zu entdecken. Wer an einem sonnigen Vormittag auf die Ski verzichten will, der unternimmt mit der Familie eine Schneeschuhtour.

„Oh mei! Bei uns kannst Du unglaublich viele Touren mit den Schneeschuhen gehen!“ erklärt mir ein Einheimischer, als ich ihn frage wo es hier in Nauders eine für Familien geeignete Tour gibt. Auf der österreichischen Seite vom Reschenpass liegt dieses Familienskigebiet. Es ist bei etlichen noch ein Geheimtipp. 75 Kilometer gepflegte Pisten hat Nauders, aber 110 Kilometer Winterwanderwege und die längste Rodelbahn von Tirol. Diese führt 8.000 Meter bei der Bergstation Bergkastel rasant ins Tal. Wer den majestätisch verschneiten „König“ Ortler sehen will, es ist der höchste Berg vom benachbarten Südtirol, wandert bei der Pfarrkirche Sankt Valentin los und geht mit den Kindern zur Goldseehütte. Die Schneedecke funkelt als wir die Mittlere Pitsche passieren. Weiter geht es zum Heiligbaumboden. Hier wächst auch eine dreiwipflige Tanne und es ranken sich etliche Sagen um diesen Abschnitt. Gemütlich führt der Weg zum Stierhaag. Nun kommen Eltern und Kinder ins Schnaufen, weil es steil im Piengtal weitergeht. Ein Abenteuer ist es für die Kinder den vereisten Piengbach zu überqueren. Ein letzter Anstieg der seitlich an der Skipiste verläuft und wir stehen vor der Goldseehütte. Das Bergrestaurant ist das ganze Jahr bewirtet. Wir schnallen die Schneeschuhe ab und kehren dort ein. Auf dem gleichen Weg geht es wieder zurück.

Start: Pfarrkirche Sankt Valentin

Ziel: Goldseehütte

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Höhenmeter: 492

Dauer: 2 bis 2 1/2 Stunden

Schneeschuhwandern in  Nauders: Zum geheimnisvollen Schwarzen See

Zu einem besonderen Naturdenkmal führt diese Anfängertour mit wenigen Höhenmetern: Dem Schwarzen See. Malerisch liegt das dunkle Gewässer zwischen dem Großen und Kleinen Mutzkopf. Im Sommer ist der See bei Wanderern ein beliebtes Ziel, denn auf dem fast schwarzen Moorwasser treiben viele Seerosen die einen tollen farblichen Kontrast dazu bilden. An der Talstation vom Mutzkopfsesselllift geht es los. Auch ohne GPS könnt Ihr Euch an den Wegweisern orientieren. Nehmt den Weg Nummer 5. Bald kommt Ihr am Riatschhof vorbei und marschiert weiter zum Tiefen Gatter. Von dort habt Ihr bald den Schwarzen See erreicht. Der Moorsee ist auch für Forscher interessant, denn dieses Gewässer bietet Einblicke über die Pflanzenwelt bis zur jüngsten Eiszeit. Am Ufer drehen wir um und gehen wieder gemütlich zurück zum Ausgangspunkt.

Start: Talstation Mutzkopfsessellift

Ziel: Schwarzer See

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Höhenmeter: 215

Dauer: 1 bis 1 1/2 Stunden

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