Crossblades auf Tour getestet: Was können die außergewöhnlichen Schneeschuhe?

Crossblades sind eine interessante Mischung aus Schneeschuhen, Tourenski und Snowblades. Was dabei herauskommt ist ein interessantes Wintersportgerät. Wir haben es in Tirol im Bärwangertal auf einer Tour hinauf zum Alpkopf getestet und Stärken sowie Schwächen entdeckt. Trotzdem sind diese neuartigen Sportgeräte geeignet um mit Kindern die winterlichen Berge zu erkunden. Während es für Outdoorkids noch keine geeigneten Tourenski und Bindungen gibt, können die Kleinen auch damit unterwegs sein. 

„Ach wenn wir doch mit den Schneeschuhe abfahren könnten!“ jammerte einmal ein Bergkamerad, als wir in Berchtesgaden bei einer Tour mit Schneeschuhen unterwegs gewesen sind. Damals mussten wir den ganzen Weg wieder zurück ins Tal trappeln. Heute gibt es die Crossblades. Ein Schweizer hat diese tollen Teile entwickelt. Damit lässt sich, wie mit Schneeschuhen oder Tourenski, den verschneiten Berg hinauf gehen. Hier sind die 89 Zentimeter kurze Crossblades klar im Vorteil. Sie wiegen nur 2,1 Kilogramm. Bindung inklusive. Da sehen Tourenski ziemlich schwer aus. Wie Tourenski gleiten die Crossblades bergauf. An der Unterseite befindet sich eine Wendeplatte. Auf einer Seite ist ein Steigfell angebracht, an der anderen ein Wachsbelag für die Abfahrt. Im Gegensatz zu einem Schneeschuh haben die Blades, ähnlich wie Tourenski, eine Gleitphase. Um vorwärts zu kommen sind sie mit einer Tourenbindung. Diese gibt es für Skistiefel oder für Softboots. Da reicht es feste Winter- oder Wanderstiefel anzuziehen. Mit wenig Aufwand lässt sich die Bindung individuell einstellen. Ausgelegt ist dieses Schneeschuhsystem für leichte und mittel schwere Touren. Aus diesem Grund haben wir als Testgelände den 1.804 m hohen Alpkopf bei Berwangen ausgesucht. Eigentlich steigen wir über verschneite Forstwege zu dem Aussichtsberg auf, doch wegen Schneemangels geht es neben der Piste her.

Crossblades: Licht und Schatten an einem sonnigen Tage in den Tiroler Bergen

Flott geht es mit den Blades bergauf. Doch beim Traversieren auf harschigen Schnee rutschen die Blades immer wieder weg. Im Gegensatz zu Schneeschuhen fehlen ihnen die Dornen an der Lauffläche. Als Zubehör sind Harscheisen erhältlich. Bald ist die Hochalm erreicht. Auf einem steilen Waldweg geht es nun rechts den Alpkopf hinauf. Die Serpentinen sind bald enger und mit Tourenski käme ich hier nicht mehr durch. Anders mit den Crossblades. Diese sind kürzer und wendiger. Als ich oben am Gipfel ankomme verdecken Wolken den Blick auf die Zugspitze oder die Bleispitze. Immer wieder reissen die Wolken auf und geben die Gipfel vom Kamp, Hönig oder den Loreakopf frei. Mit den Fellen an den Laufflächen geht es bergab. Problemlos lässt sich die Bindung umstellen. Dort lege ich die Wendeplatte um. Einfach den Hebel lösen und die Magnete fixieren die Platte. Auf der Piste, sie ist stark vereist, zeigen sich Schwächen der Crossblades. Sie lassen sich nur mit viel Druck auf die Kanten fahren. Im tieferen Schnee, der pulvrig ist, sind die Schneeschuhe deutlich besser zu beherrschen und haben den nötigen Auftrieb.

 

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