Gärtnern mit Kindern: Raus mit den Kürbissen!

Gärtnern mit Kindern ist jetzt angesagt. Die Eisheiligen sind vorbei und wer Kürbisse im Haus vorgezogen hat, der kann die kleinen Pflanzen nun in den Garten umsetzen. Ab jetzt heißt es die Kürbisse optimal gießen und vor Schnecken schützen. So lernen die Kinder, wie viel Arbeit in Gemüse steckt und was die Kleinen selbst angebaut sowie geerntet haben, essen sie auch gerne.

Kürbisse zum Schnitzen hernehmen sehe ich weniger gern. Dazu ist dieses tolle Gemüse eigentlich viel zu schade. Es kommt auch niemand auf die seltsame Idee und formt aus Brot Gartenzwerge um sie in die Beete zu stellen. Wer einen Kürbis vom Kern auf groß gezogen hat, der findet die alljährlichen Schnitzereien als Verschwendung. Damit sind wir beim Thema. Im Frühjahr, bevor die Eisheiligen vorbei sind, da zog ich die Kürbisse in kleinen Blumentöpfen heran. Erde rein, den Kern hineinstecken und eingießen. An einen warmen sowie sonnigen Platz damit. Immer wieder bekam die Kürbis-Saaten Wasser und nach wenigen Wochen zeigten sich die ersten zarten Pflänzchen. Es ist unglaublich was für eine Vielfalt an Kürbissen es gibt. Zierkübisse und solche die zum Essen gedacht sind. Auch hier gibt es gewaltige Unterschiede: Den Hokaido-Kürbis, er ist der beliebteste in Deutschland, müsst Ihr nicht schälen. Anders der Butternut-Kürbis. Ihn lieben die Südafrikaner. Sein Geschmack ist besonders und hat tatsächlich einen feinen Hauch von Nüssen. Alles ohne Chemie von der Natur frei Haus geliefert. Jedes Jahr findet am Schloss in Ludwigsburg eine beeindruckende Kürbisausstellung statt. Dort seht Ihr wie vielfältig dieses Gemüse is(s)t. 2015 trafen sich dort Kürbiszüchter aus ganz Europa zur EM. Es siegte ein Schweizer dessen Kürbis 856 Kilogramm auf die Waage brachte! Stellt euch mal vor, wieviel Suppe sich daraus kochen lässt!

Gärtnern mit Kindern: Kürbisse in die Beete

Bevor unsere Kürbisse ein solches Gewicht erreichen, müssen sie in die Beete. Das ist für die Kinder eine spannende Sache. Geht zum Beet, dreht vorsichtig den Anzuchttopf mit dem Kürbis um und klopft drauf. Nun löst sich die Erde mitsamt der kleinen Kürbispflanze. Lasst das bitte auch die Kinder ausprobieren. In die vorbereiteten Löcher pflanzt Ihr nund die Kürbisse ein. Gießt die Setzlinge bitte an. Nun müsst Ihr die angehenden Kürbisse vor den Schnecken schützen. Vor allem die Wegschnecken (diese haben kein Haus bei sich)  lieben diese Pflanzen. Bevor Ihr zur Chemokeule greift versucht es mit natürlichen Mitteln. Ein Kreis aus Sägespänen um die Setzlinge wirkt Wunder. Diese Holzschnitzel sind den Schnecken zu trocken und da kriechen sie ungern drüber. Ebenfalls hilfreich sind klein zerstoßene Muschelschalen. Streut einen Schutzkreis um die Anzucht. Der Muschelkalk ist den Schnecken, trotz ihres Schleims an der Unterseite, höchst unangenehm. Bitte denkt daran, dass durch Regen sich die Sägespäne und der Muschelkalk immer wieder absetzen und schon haben die Schnecken freie Bahn. Weitere Tipps für die Kürbisse haben wir bei Casando für Euch gefunden. Bald beginnen die Kürbisse zu blühen und jetzt sind die Bienen gefragt. Wenn diese Insekten fließig bestäubt haben, zeigen sich bald die ersten kleinen Kürbisse. Übertreibt es bitte nicht mit dem Gießen, sonst bekommt der Kürbis Wurzelfäule, das ist genau so schlimm wie Schnecken. Wenn die Kürbisse im Herbst reif zum Ernten sind, dann kocht mit den Kindern was leckeres daraus. Bei Kinderoutdoor.de haben wir einige Rezepte. Aber lasst bitte das Schnitzen mit Gemüse sein.

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