Wandern mit Kindern: Höhenmeter und Tourlänge richtig planen

Wandern mit Kindern folgt dem alten Ingenieurs-Spruch: Gut geplant ist halb gewonnen! Wichtig ist, dass Ihr Euch als Eltern bewusst seid, welche Touren Ihr mit den Kindern wandern könnt, wieviel Höhenmeter einem Kind zuzumuten sind und wie lange Ihr für eine Wanderung mit der ganzen Familie braucht. Wir haben einige praktische Tipps zum Wandern mit Kindern für Euch.

„Sag mal, die Zeitangabe auf dem Schild kann unmöglich stimmen!“ meint ein Vater zu seiner Frau „Auf dem Wegweiser hieß es eine Stunde bis zur Alm und wir sind nun ein einhalb Stunden unterwegs und keine Alm weit und breit!“ Wandern mit Kindern läuft anders ab, als wenn Erwachsene alleine oder in der Gruppe unterwegs sind. Deshalb plant mehr Zeit für eine Tour ein. Der Deutsche Alpenverein (DAV) empfiehlt als Faustregel: Die empfohlene Gehzeit für einen Erwachsenen multipliziert Ihr mit 1,5. Ein Beispiel: Der Weg zur Alm dauert, laut Wegweiser und Wanderführer, zwei Stunden. Nehmt die zwei Stunden mal 1,5 und Ihr kommt auf drei Stunden ungefähre Gehzeit.

Wandern mit Kindern: Aber wie lange?

Eine Frage die immer wieder Eltern stellen. Auch dafür gibt es Erfahrungswerte. Ein Kind, das den Kindergarten besucht, sollte nie länger als drei oder vier Stunden wandern. Schließlich sollen die Kleinen Freude an der Bergtour haben und nicht völlig erschöpft an der Alm ankommen. Falscher Ehrgeiz bringt hier keinen weiter. Kinder im Grundschulalter können, je nach Kondition, auch eine Tagestour schaffen. Bitte gebt den Kindern dazu die entsprechenden Pausen.

Wandern mit Kindern: Wie sieht es mit den Höhenmetern aus?

Experten gehen davon aus, dass ein durchschnittlicher Bergsteiger in der Stunde etwa 300 Höhenmeter schaffen kann. Das hängt von seiner Kondition ab. Ein durchtrainierter Bergfex packt selbstverständlich mehr. Für Kinder setzen die Fachleute, abhängig wie die kleinen Bergsteiger trainiert sind, 100 bis 150 Höhenmeter pro Stunde an. Damit könnt Ihr Eure Bergtour so planen, dass die Kinder nicht überfordert sind und immer noch Ihre Freude an der Wanderung haben.

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