Ostereier natürlich färben: Zwiebelschalen, Rote Beete und Brennesseln

Ostereier färben ist ganz natürlich möglich. Unsere Großeltern wussten noch wie das mit Zwiebelschalen, Hollunder, Blaukraut oder Rote Beete funktioniert. Wenn Ihr tolle Bio Eier gekauft habt, dann haben wir hier die Tipps, wie Ihr sie ganz natürlich färben könnt.

Ostereier natürlich färben. Mit Zwiebelschalen lassen sich tolle Muster zaubern. Foto (c) kinderoutdoor.de

Ostereier natürlich färben. Mit Zwiebelschalen lassen sich tolle Muster zaubern.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Ostereier färben ist meistens mit Chemie verbunden. Das ist eigentlich widersprüchlich. Da kauft Ihr für viel Geld Bio Eier und dann bekommen sie die komplette Chemiekeule ab. Zum Glück wissen die älteren Leute noch Bescheid, wie es ohne einen Chemikasten möglicht ist, die Ostereier zu färben. Ganz klassisch ist die Methode mit den Zwiebeln. Danach sind die Eier braun, aber Ihr könnt mit Löwenzahn oder Blüten und Blättern wunderbare Muster auf die Ostereier bringen. Es funktioniert auch, wenn Ihr einen Wollfaden um die Eier wickelt.

Ostereier auf natürliche Art färben: Ab damit in den Zwiebelsud. foto (c) kinderoutdoor.de

Ostereier auf natürliche Art färben: Ab damit in den Zwiebelsud.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ostereier natürlich färben: Zwiebeln, Löwenzahn, Strumpfhosen und Wolle

Kocht zwei Liter Wasser auf und gebt etwa 100 Gramm frisch aufgeschnittene Zwiebelschalen hinein. Lasst den Sud etwa 15 bis 20 Minuten kochen. Zuerst schneidet Ihr alte Strumphosen so her, dass sie die Größe von einem Waschlappen haben. Nun legt Ihr Blüten, Löwenzahn oder andere Pflanzenteile auf die Eier. Jetzt wickelt Ihr das Ei in die Strumpfhose ein und wickelt es möglichst fest ein. Nun legt Ihr die Eier vorsichtig in den Zwiebelsud. Nach etwa zehn Minuten nehmt Ihr sie wieder heraus. Schreckt die Eier im kalten Wasser ab. Nun zerschneidet Ihr die alte Strumpfhose und nehmt vorsichtig die Blätter ab. Fertig sind die auf traditionell gefärbten Ostereier.

Ostereier mit Hollunder färben

Gebt zwischen 150 und 200 Gramm Hollunderbeeren ins Wasser. Lasst das Ganze ein paar Stunden stehen. Nun kocht Ihr den Sud etwa dreißig Minuten auf. Gebt die Eier hinein und lasst sie zehn Minuten köchlen. Anschließend raus damit.Nun sind die Ostereier grün. Eine andere Methode wandten die Hausfrauen in der unmittelbaren Nachkriegszeit an: Lasst eine Nacht lang 150 bis 200 Gramm getrocknete Brennesselblätter (bekommt Ihr im Reformhaus) in etwa einem Liter Wasser liegen. Am nächsten Tag kocht Ihr den Sud eine halbe Stund auf und lasst die Eier zehn Minuten drinnen. Fertig sind die grünen Ostereier. Ihr habt einen Blaukrautkopf der nicht mehr ganz fit ist. Dann schnippelt ihn klein her und last ihn eine halbe Stunde in einem Liter Wasser kochen. Nun siebt Ihr das Kraut ab und kocht den Sud zehn Minuten auf. Rein mit den Eiern und nach zehn Minuten kommen sie wieder raus. Fertig sind die Ostereier in einem edlen blau.

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