Schmetterlinge: Expedition ins Tierreich zuhause

Schmetterlinge kennt jeder von uns. Was heißt kennen? Wie viele Arten der Schmetterlinge können wir Erwachsenen aufzählen? Wann haben wir zum letzten mal ein Kokon von einem Schmetterling gesehen? Oder gar Schmetterlingseier? Geht doch mit den Kindern auf Expedition ins Reich der Schmetterlinge. Es beginnt direkt vor Eurer Haustüre!

„Schmetterlinge, da bringe ich locker zehn zusammen!“ sagte ein Vater und weiter „Also das Pfauenauge, der Zitronenfalter und ähm….wie hieß der eine da noch mal wieder?!“ Schmetterlinge gibt es in Deutschland etwa 3.700 verschiedene Arten. Doch wo kommen die Schmetterlinge her? Gehen wir mit den Kindern dieser Frage auf den Grund. Besorgt Euch in der Bibliothek ein Buch über Schmetterlinge. Darin steht auch der Lebenslauf von so einem Tier: Aus den Eiern entstehen Raupen. Diese futtern wie wild und verpuppen sich. Bald schlüpft ein wunderschöner Schmetterling. Soweit die Theorie.

Schmetterlinge mit der Becherlupe entdecken: Ein Abenteuer für Kinder

Doch wo finden sich die Eier der Schmetterlinge? Dafür gibt es die unterschiedlichsten Ablageplätze. Manche Arten legen diese unter Blätter von Brennesseln. Andere Schmetterlinge lassen die Eier auf den Boden fallen. Es lohnt sich mit den Kindern auf den Blättern von Bäumen, Büschen oder Brennesseln nach den Eiern der Schmetterlinge zu suchen. Wie kleine Naturdetektive sind die Kinder konzentriert bei der Sache. Bald schlüpfen aus den Eiern die Raupen und diese haben nur eines im Sinn: Futtern! Nehmt ein Schmetterlingsbuch mit und versucht mit den Kindern Raupen zu bestimmen die Ihr unterwegs findet. Bitte lasst diese Tiere in der Natur und sperrt sie nicht in Einmachgläser ein. Wenn Ihr eine Becherlupe dabei habt, könnt Ihr dadurch ideal die Raupen ansehen. Auch sie sind wahre Wunderwerke der Natur.

Puppen der Schmetterlinge finden

Wenn die Raupe groß genug ist, verpuppt sie sich. Sicher habt Ihr das schon gesehen, besser gesagt nicht wahrgenommen. Bei Brennesseln lohnt es sich genauer hinzusehen. Zusammengerollte Blätter weisen daraufhin, dass sich hier Raupen eingenistet haben. In der Mitte vom 19. Jahrhundert ist es ein beliebtes Hobby gewesen Schmetterlinge zu sammeln. Bitte lasst diese schöne Tiere leben und spießt sie nicht in einem Schaukasten auf. Wer möchte kann sich beim BUND nährere Infos zu den Schmetterlingen holen. Es gibt sogar Schmetterlingswege zum Wandern wie im Altmühltal, am Hochkönig oder im Südtiroler Pustertal. Nach dieser Expedition ins Reich der Schmetterlinge können die Kinder problemlos zehn Arten aufzählen: Tagpfauenauge, Aurorafalter, Admiral, Schachbrettfalter, Schwalbenschwanz, Zitronenfalter, Frostspanner, Ochsenauge, Kohlweißling und Schönbär.

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