Schnitzen will gelernt sein: Interview mit der Taschenmesser-Queen Astrid Schulte

Eine engagierte Frau bringt Erwachsenen und Kindern das Schnitzen bei. In der Schweiz ist Felix Immler der anerkannte Taschenmesser-Guru. Die Schnitz-Queen in Deutschland heißt Astrid Schulte. Sie leitet regelmäßig Kurse zum Thema Schnitzen und hat jetzt ein wunderbares Buch „Meine Schnitzwerkstatt“ herausgebracht. Ein super Geschenk übrigens und ein Opinel Kindermesser ist auch dabei. Ein Interview das mir viel Freude bereitet hat und Astrid lebt ihre große Leidenschaft: Das Schnitzen. Welche Tipps und Ideen hat, das könnt Ihr hier nachlesen.

Astrid, als ich mir Deine Homepage mehr-wald-de angesehen habe, fiel mir spontan folgender Satz ein: Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst. Was meinst Du, stammt diese Erkenntnis von mir?

Astrid Schulte: Ein schönes Zitat, es stammt vom Wegbereiter der Zisterzienser. Das Zitat spricht mir aus dem Herzen, weil Wildnis nicht in Büchern steht. Das muss der Mensch erleben.

Kinderoutdoor.de Im Gegensatz zu manchen Politikern die plötzlich ihre lieb gewordenen Doktor-Titel abgeben durften, gebe ich meine Quellen preis: Bernhard von Clairvaux sagte diesen Satz einmal und der gute Mann ist immerhin heilig gesprochen. Was hat Dich in der Deiner Kinderzeit der Wald alles gelehrt?

Astrid Schulte: Um bei dem Bild zu bleiben: Der Wald, in dem ich als Kind spielte, gleicht einer Naturkathedrale: Er besteht aus großen, alten Buchen, Weiden, Eichen und anderen Kletterbäumen. Wir haben dort Buden gebaut, sind Trampelpfade entlang gezogen, über Bäche gesprungen. An Wasser gefüllten Bombentrichtern haben wir Boote schwimmen lassen und Waldfrüchte wie Bucheckern gegessen. Auf dem Feld nebenan gab´s Feuersteine en Masse. Für mich ist Wald immer ein Stück Kindheit. In Buchenwäldern fühle ich mich noch heute so wohl wie als Kind.

Du gehörst der Generation an, die noch mit dem Yps Zelt draußen übernachtet haben. Das darf heute fast kein Kind mehr. Es gibt dafür den Begriff der Helikopter Eltern. Warum kreisen viele Eltern unaufhörlich um die Kinder?

Astrid Schulte: Die Frage zu beantworten ist auch für die Wissenschaft nicht einfach. Es gibt aktuelle Untersuchungen, die besagen, dass 49 Prozent der Kinder zwischen 4 und 12 Jahren noch NIE (!) auf einen Baum geklettert sind. Vor allem Kinder jüngerer Eltern bis 30 Jahre waren noch nie im Wald. Begründet wird das mit der Angst der Eltern. Woher die rührt, ist ungeklärt. Eltern erlauben ihren Kindern so gefährliche Dinge wie auf Bäume klettern, draußen übernachten (im Zelt im Garten), schnitzen, barfuß laufen oder Feuer machen nicht mehr. Das ist genau das, was Kinder brauchen. Sie müssen wild sein dürfen, die brauchen Kontakt zur Natur, sie sollten über das Greifen von zum Beispiel Bäumen, Pflanzen, Wasser, Steinen, Holz auch das BEGREIFEN lernen. Leider ist es vielen Kindern heute untersagt, wild zu sein und DRAUßEN zu spielen. Die Umlaufbahn des Spielens beschränkt sich immer mehr auf das eigene Kinderzimmer. In meinen Schnitzkursen erlebe ich häufig Kinder, die mit 8 Jahren weder balancieren noch rückwärts laufen, ein Taschenmesser öffnen und halten oder über einen Bach springen können. Das ist beängstigend und doch so einfach zu lösen: Eltern sollten wieder Vorbild sein, mit Kindern in die Natur gehen und ihnen zeigen, wie es ist, wild zu sein. Denn wild zu sein lernen Kinder nur in der Natur, so wie sie das Schwimmen nur im Wasser lernen.

"Die Umlaufbahn des Spielens beschränkt sich immer mehr auf das eigene Kinderzimmer," meint Astrid Schulte. Welches Kind hat heute noch das Glück im Wald spielen zu können und zu dürfen..... Foto (c) Kinderoutdoor.

„Die Umlaufbahn des Spielens beschränkt sich immer mehr auf das eigene Kinderzimmer,“ meint Astrid Schulte. Welches Kind hat heute noch das Glück im Wald spielen zu können und zu dürfen…..
Foto (c) Kinderoutdoor.

 Da möchte ich anknüpfen. Ein Grund warum etliche Kinder kein Taschenmesser haben und nicht schnitzen dürfen ist, die Angst der Eltern vor Verletzungen. Ist diese Angst gerechtfertigt?

 Astrid Schulte: Schnitzen lernen ist nichts anderes als Schwimmen oder Radeln lernen. Klar kann ich das nicht sofort und ohne Anleitung und Hilfe. Sind die wenigen Regeln und die Technik einmal gelernt, geht´s wie von selbst. In meinen Kursen frage ich immer, welches Kind schon mal vom Rad gefallen ist: da heben ALLE den Arm. Kein Kind legt das Rad beiseite, sondern fährt weiter. Beim Schnitzen ist das ähnlich.

Du bietest Schnitzkurse für Erwachsene und Kinder an. Für manche Eltern ist das eine Horrorvorstellung: Viele Kinder mit Messern! Wie erklärst Du den Kindern den richtigen Umgang mit einem Taschenmesser?

Astrid Schulte: In meinem Schnitzbuch sind die 6 wichtigsten Regeln zusammengefasst. In den Schnitzkursen lernen die Kinder durch den Umgang mit dem Messer die Regeln anzuwenden. „Schnitzen soll man nur im Sitzen“ ist zum Beispiel eine wichtige Regel. Kinder, denen es schwer fällt, sich Regeln zu merken, bekommen Hilfe von meiner Klangwaldohreule Walli: Wer mit offenem Messer herum läuft, wird von Walli schnell entdeckt und mit einem Eulenruf an die Regel erinnert. Die Eule sieht eben alles!
Wenn ausreichend Platz an meinen Schnitzkursorten vorhanden ist, spiele ich das Regelspiel: Eulen fangen Raben. Ich lese richtiges und falsches Schnitzverhalten vor. Die Kinder antworten und laufen wie wild durcheinander, um bei einem Ja die Eulen oder bei einem Nein die Raben zu fangen. Das ist für alle lustig und hat einen tollen Nebeneffekt: Es powert die aktiveren Kinder aus.

Spielerisch bringt Astrid Schulte in ihren Kursen den Kindern das richtige Schnitzen bei.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Spielerisch bringt Astrid Schulte in ihren Kursen den Kindern das richtige Schnitzen bei.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Wie viele Kinder haben sich bei Deinen Kursen schon Gliedmaßen oder Köpfe unabsichtlich selbst amputiert?

Astrid Schulte: (lacht!) Die „schlimmsten“ Verletzungen, die ich bisher bei den über 1000 Kindern, denen ich das Schnitzen mit Grünholz beigebracht habe, erlebte, waren kleine Schnittwunden an den Fingern der „haltenden“ Hand, also an der Hand, die das Grünholz hält. Ich schätze, dass sich von rund 1000 Kindern 25 in den Finger geschnitten haben. Man kann vorbeugen und einen Handschuh anziehen, oder ein Pflaster schon vor dem Schnitzen anlegen, das wirkt wie ein Fingerschutz. Wer sich mit dem Taschenmesser schneidet, lernt vorsichtig und respektvoll mit dem Werkzeug umzugehen.

 Ein guter Schnitt! Die älteste Skulptur der Menschheit ist der Löwenmensch von der Schwäbischen Alb. Gut 37.000 Jahre ist diese geschnitzte Figur alt. Worin liegt die Faszination vom Schnitzen?

Astrid Schulte: Schnitzen ist die naturverbindende Wollmilchsau: Beim Schnitzen arbeiten Kinder mit (Grün)Holz. Grünholz finden sie im Wald, in der Natur. Sie gehen raus, um Stöcke zu finden. Mit Grünholz können Kinder gestalten und dabei unglaublich kreativ sein. Ich bin immer wieder überrascht, was Kinder aus Grünholz schnitzen und in einem Stock sehen, was mir verborgen war. Da kommen in meinem Weihnachtsbaum-Schnitzkurs plötzlich kleine Flieger, Pinocchios oder sogar Regenschirme zum Vorschein.

Haben Kinder einen anderen Zugang zum Schnitzen als Erwachsene?

Astrid Schulte: Der Stock ist aus Kinderaugen betrachtet alles Mögliche. Dinge, die Erwachsenen verborgen bleiben, die wir nicht (mehr) sehen. So kann der Haselast ein Zauber- oder Wanderstab, Speer, Hexenbesen oder einfach nur Stock sein. Das macht das Arbeiten mit Grünholz so spannend.

"Das ist nicht mein Kind, das dort so konzentriert schnitzt!", sagen manche Eltern erstaunt wenn sie die Kinder von einem Schnitzkurs abholen, den Astrid Schulte leitet.  Foto (c) kinderoutdoor.de

„Das ist nicht mein Kind, das dort so konzentriert schnitzt!“, sagen manche Eltern erstaunt wenn sie die Kinder von einem Schnitzkurs abholen, den Astrid Schulte leitet.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Was mir immer wieder auffällt, wenn ich mit Kindern schnitze. Selbst die unruhigsten Knilche sind plötzlich ganz ruhig. Schnitzen hat was Meditatives. Kannst Du das auch bestätigen und wieso beruhigt schnitzen die Kinder und Erwachsenen?

Astrid Schulte: Ich bin immer wieder beeindruckt wie Erziehungsberechtigte reagieren, wenn sie ihre Kinder aus meinen Kursen abholen. Manchmal scheint es so, als würden sie ihr eigenes Kind nicht wieder erkennen. Kommentare wie diese sind nicht selten: „Das ist nicht mein Kind, das dort so konzentriert schnitzt!“, „Was haben Sie mit meinem Kind gemacht, das kann doch sonst kaum still sitzen.“, „Mein Sohn macht sonst nichts zu Ende und hier schnitzt er einen Löffel?!“. Darauf antworte ich meist: „Lassen Sie Ihr Kind schnitzen, vertrauen Sie Ihrem Kind ein Messer an, gehen Sie mit ihm die Regeln durch. Sie werden erleben, wie sehr sich Ihr Kind auf Messer, Holz und Schnitzen einlässt und darin „abtauchen“ kann.“ Und: Studien belegen, dass Holz beruhigt. Das Fassen von dem Naturmaterial Holz entschleunigt, anders als das Greifen von Plastik. Daher kann ich mit Bestimmtheit sagen: Schnitzen ist wie Meditation, weil die haltende Hand Holz umgreift und die schnitzende Hand immer gleiche Bewegungen mit dem Messer verrichtet. Jede/r kommt durch das Schnitzen eines Löffels zur Ruhe, übt sich in Geduld, achtet auf sich und die anderen. Beim Schnitzen gerät man automatisch in einen Flow: Schnitzen wird zum intensiven Naturerlebnis, die Natur zum Spielplatz. Das wirkt auch bei Erwachsenen: sozusagen After-Work-Schnitzen!

Mehr Wald wagen. Astrid Schulte will die KInder zum Schnitzen und spielen in der Natur bewegen.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Mehr Wald wagen. Astrid Schulte will die KInder zum Schnitzen und spielen in der Natur bewegen.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Welche Regeln sollten Kinder und Erwachsene beim Schnitzen unbedingt beachten?

Astrid Schulte: 6 Regeln sind wichtig, zum Beispiel: Wir laufen nicht mit geöffnetem Messer herum, der Abstand zum Schnitznachbarn beträgt eine Armlänge, das Messer muss scharf sein. Eltern geben Kindern häufig stumpfe Messer mit, damit sie sich nicht schneiden. Das ist fatal, weil gerade bei stumpfen Messern viel mehr Kraft aufgewendet werden muss als bei scharfen. Wer dann abrutscht, verletzt sich schlimmer. Außerdem macht das Schnitzen mit scharfem Messer viel mehr Spaß, weil das Messer bei der seitlichen Ziehbewegung ganz leicht – ohne großen Kraftaufwand – durch das Holz gleitet.

Mit welchem Alter dürfen die Kinder mit dem Schnitzen beginnen?

Astrid Schulte: Für das Schnitzen gibt’s keine Altersvorgabe. Es hat vor allem etwas mit den motorischen Fähigkeiten des Kindes zu tun. Ich habe schon mit Kindern geschnitzt, die gerade 4 geworden sind. Die waren es über den Waldkindergarten gewöhnt Holz zu halten und damit zu arbeiten. Da ist auch das Schnitzen mit dem Messer kein Problem. Leider erlebe ich oft Kinder, die 11 Jahre alt sind und weder Knoten machen noch das Messer richtig umgreifen können. Optimal ist also, so früh wie möglich Kinder an den Umgang mit dem Messer heranzuführen. Das kann man schon in der eigenen Küche üben und Kinder – z.B. mit dem Schälmesser – Gemüse schnippeln lassen.

Du hast ein Schnitzbuch geschrieben, das jetzt erschienen ist. Was erwartet die Leser?

Astrid Schulte: Meine Schnitzwerkstatt heißt mein Kindersachbuch, das bei KOSMOS erschienen ist. Rund 40 Anleitungen enthält das Buch. Es ist für Kinder ab 7, bzw. 8 Jahren und sehr kindgerecht aufgemacht. Es zeigt Anregungen für das Grünholz-Schnitzen von Löffel, Auto, Wasserrad, Fletsche, Holunderkette oder Elfenstühlen. Zusätzlich liegt dem Buch, was ich klasse finde, das Opinel Kindermesser bei. Das ist ein scharfes Taschenmesser mit abgerundeter Klinge, einem Griff aus Buchenholz und Arretier-Ring. Alle Schnitzanleitungen habe ich selbst oft und mit Kindern – zum Teil in meinen Kursen – geschnitzt. So wie sie im Buch dargestellt werden, sind sie einfach zu schnitzen und reichen aus, um mit dem Gegenstand zu spielen. Verfeinern kann jedes Kind seine Schnitztechnik und die Formen der Gegenstände allemal. Denn kein Meister ist vom Himmel gefallen. Schnitzen ist Übungssache… wie eben Fahrrad fahren oder Schwimmen. Auch ich habe lange üben und viele Löffel schnitzen müssen, um jetzt – nach 105 Löffeln – sagen zu können: Das kann ich ganz gut! 😉

Das neue Buch von Astrid Schulte: Meine Schnitz Werkstatt und ein Opinel-Messer für Kinder ist auch dabei! Foto (c) kosmos verlag stuttgart

Das neue Buch von Astrid Schulte: Meine Schnitz Werkstatt und ein Opinel-Messer für Kinder ist auch dabei!
Foto (c) kosmos verlag stuttgart

Ein Vorteil am Schnitzen ist, dass die Kinder ein Ergebnis in den Händen halten. Was für eine Schnitzarbeit empfiehlst Du für Anfänger?

Astrid Schulte: Den Schnitzeinstieg nimmt man am besten über einen Haselstock. Das ist gerade gewachsenes Holz ohne viele Seitenäste. Stockspitzen schnitzen oder Verzierungen wie Rindenringe schneiden lassen sich daran gut üben. Anschließend kann daraus eine Gabel werden. Das Kind übt so seine Fingerfertigkeiten und Schnitztechniken.

Ich möchte Dir dieselbe Frage stellen, wie Felix Immler den Schnitzguru aus der Schweiz: Mein Opa ist gelernter Holzbildhauer gewesen. Leute wie Dich, Felix oder mich hätte er als Stöckerlschnitzer bezeichnet. Bist Du jetzt beleidigt?

Astrid Schulte: Im Gegenteil, das ist sogar ein Kompliment! Von Holzbildhauern lerne ich gerne. Thomas Rappaport zum Beispiel hat mir in einem Workshop in Stuttgart viel über Holz, den Umgang mit Werkzeug beigebracht. Das kann ich an die Kinder weitergeben. Bildende Kunst gleich Kindern abzuverlangen, wäre jedoch vermessen. Jeder sollte klein anfangen, am besten mit einem Stock. Was daraus entsteht, entscheidet das Kind. Und wer weiß, vielleicht wird aus einem Stöckerlschnitzer mal ein Holzbildhauer?

Was sind deine schönsten Schnitzerlebnisse mit Kindern und Erwachsenen?

Astrid Schulte: „Mama, wir müssen Morgen in den Wald, ich brauche Stöcke!“ Wenn Kinder nach einem Schnitzkurs so wie Christoph (8, aus Stuttgart) reagieren, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht. Kinder sind sehr ehrlich! Wenn sie mit mir schnitzen und die verschiedenen Schnitzobjekte sehen, kommen sie aus dem Staunen nicht heraus und wollen gleich selbst Hand ans Messer legen. Kinder rufen spontan Sätze wie diese aus: „Boah, das kann man alles selber schnitzen?“ oder „Das ist alles aus Stöcken?“. Mit seiner Aussage berührt hat mich auch ein 70-jähriger Opa, der mit seinen beiden Enkeln beim Schnitzkurs in Bochum mitgemacht hat: „Danke, Astrid, dass es Menschen wie dich gibt, die dieses Wissen an die Kinder weitergeben. Ohne dich würde das Schnitzen von Flöten, Spielen, Gebrauchsgegenständen irgendwann vergessen werden. Jetzt weiß ich wieder, wie es geht und gebe es an meine Enkel weiter.“

Was ist Dein ultimativer Outdoor-Tipp für Familien? Wo sollte man unbedingt gewesen sein?

 Astrid Schulte: Vor allem im nahen Wald, wilden Garten oder verwilderten Weinberg um die eigene Wohnung herum. Alles, was fußläufig erreichbar ist. Dort kann Kind wild und frei sein, sich Verstecke suchen oder bauen, dort kann Kind kreativ spielen ohne alles vorgegeben zu bekommen.
Mein Outdoor-Tipp für Familien ist ein Spaziergang in der Natur mit Feuerpause an einer Grillstelle. Langweile kommt garantiert nicht auf. Das Naturerlebnis liegt zum Beispiel im Wald abseits der großen Wege auf den Trampelpfaden, die es zu erforschen gilt. Da kann die ganze Familie mitmachen und es kostet nichts: Bäume ertasten und sie bestimmen, Himmelsrichtungen an Moos erkennen, Stöcke zum Schnitzen suchen, Baumgesichter gestalten, kleine Waldhütten bauen, die Schuhe ausziehen und barfuß laufen, Anschleichspiele einbauen. Wichtig ist, dass Kinder in Kontakt mit der Natur kommen, dass sie in den Wald eintauchen, mit dem Taschenmesser an Grillstelle oder Bach sitzen und diese Orte zu ihrer eigenen Natur-Schnitzwerkstatt machen.

Vielen lieben Dank Astrid!!!

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email