Grafschaft Bentheim: Kühe im Wald!

Die Grafschaft Bentheim bietet für Familien ein besonderes Naturerlebnis: Den Bentheimer Hute und Schneitelwald. Hier seht Ihr mit den Kindern Ziegen, Kühe und Schafe im Wald. Für alle Outdoor Familien lohnt sich dieser Waldbesuch in der Grafschaft Bentheim.

In der Grafschaft Bentheim gehen die Kinder bei einem Waldspaziergang mit. Anstatt ein paar Eichhörnchen im Forst zu sehen, tummeln sich im Bentheimer Hute- und Schneitelwald auch Nutztiere. Das Kind mochte seinen  Augen nicht trauen:  In der Nähe des Kurzentrums Bad Bentheim stand im  Wald spaziert plötzlich eine Kuh und futterte seelenruhig. Sofort stand fest: Die Kuh musste ausgebrochen sein. Ein vorbeikommender Naturschutzranger musste schmunzeln: „Keine Sorge – das Alles hat seine Richtigkeit!“ Bis zum Besuch in der Grafschaft Bentheim ist der Wald ein Ökosystem in dem die typischen Tiere und Pflanzen zusammenleben. Als Outdoor Familie merkt Ihr sofort: Hier ist der Wald anders. Flora und Fauna leben in einem nicht alltäg-lichen Zusammenspiel. Auch die Landschaft ist besonders. Hier in der Grafschaft Bentheim gibt  es alte knorrige Eichen und knochige Sträucher. Zwischen totem Holz bewirtschaften Rinder, Schafe sowie Ziegen  das Gebiet.

Kühe im Wald? Das gibt es in der Grafschaft Bentheim. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit den Kinder durch den Hute- und Schneitelwald.  foto (c) kinderoutdoor.de

Kühe im Wald? Das gibt es in der Grafschaft Bentheim. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit den Kinder durch den Hute- und Schneitelwald.
foto (c) kinderoutdoor.de

Alte Tradition der Grafschaft Bentheim

Die Nutzung des Bentheimer Waldes als sogenannter „Hutewald“ hat eine lange Historie und ist durch schriftliche Aufzeichnungen bereits seit dem 14. Jahrhundert belegt. So trieben die Bauern im 16. Jahrhundert bis zu 3.500 Schweine im Herbst zur Eichelmast in den Wald. Damals dienten Lichtungen den Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und Gänsen als Weidefläche. „Das Laub der Hainbuchen gewannen die Menschen durch das „Schneiteln“ – also das Zurückschneiden – der Kronen. Es handelte sich damals um  ein begehrtes Futter,“ erklärt der Naturschutzranger.  Die Nutzung des Hutewaldes erfolgte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Teile dieses Waldes sind noch heute vorhanden. Um diesen zu erhalten, gibt es in der Grafschaft Bentheim in Zusammenarbeit mit dem Tierpark Nordhorn ein Projekt zur Nutzung des Hutewaldes nach historischem Vorbild. Von April bis Oktober weiden Gallowayrinder, Niederländische Landziegen und Bentheimer Landschafe im Hutewald. Neben den „Nutztieren“ haben natürlich auch zahlreiche andere Lebewesen eine Heimat im Hutewald gefunden. So zum Beispiel Fledermäuse, Eremiten, Hirschkäfer und natürlich Wildschweine, Rehe und zahlreiche Vogelarten. Der Hutewald ist jederzeit frei zugänglich, außerdem könnt Ihr Führungen mit einem Naturschutzranger buchen. Von Anfang April bis Ende Oktober gibt es außerdem jeden ersten und dritten Sonntag im Monat eine Gratisführung durch den Hutewald.(Treffpunkt zur zweistündigen Führung ist jeweils um 14.30 Uhr am Brunnen vor dem Kurhaus Bad Bentheim).

Mehr Infos dazu:

www.grafschaft-bentheim-tourismus.de

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