Seilbahn Wanderungen in den Bayerischen Alpen:Eine Buchbesprechung

Seilbahn Wanderungen, schließt sich das eigentlich aus? Entweder man steigt den Berg hoch, oder gondelt rauf. Aber beides? Ist das noch Bergsteigen, wenn man mit der Seilbahn hochgondelt? Ja! Das meint zumindest Stefan Herbke in seinem neuen Buch Seilbahn Wanderungen Bayerische Alpen, das im Bergverlag Rother erschienen ist. . Reden wir darüber!

Seilbahn fahren ist wie Nasenbohren mit Handschuhen. Erklärter mit ein anerkannter Alpinist. Damit mag er grundsätzlich Recht haben, doch was ist mit Familien? Viele Kinder schaffen es schlicht nicht bis ganz rauf. Mit einer Seilbahn gibt es kein familiäres Bergdrama und alle haben den vollen Berggenuss. Stefan Herbke räumt in seinem Buch Seilbahn Wanderungen Bayerische Alpen mit einem Vorurteil gründlich auf: Dorthin wo eine Seilbahn hinaufführt, geht es oft ruhig zu. Es erwarten einem nicht immer überlaufene Wege. Im Buch vom Rother Bergverlag zeigt er 50 Touren mit 30 Bergbahnen zwischen Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen. Von der Alpspitzbahn bis zur Zugspitzbahn. Seine Wandervorschläge mit Hilfe der Seilbahn haben vom leichten Schwierigkeitsgrad bis hin zu einem heftigen acht Stunden Hatscher (über den Roßwank zur Gamshütte) alles dabei. Ob wir als Bergsteiger es wahrhaben wollen oder nicht: Eine Seilbahn gehört zu den Bergen. So bringt seit 1928 die Predigtstuhlbahn die Alpinisten von Bad Reichenhall hinauf auf 1.583 m Höhe. Inzwischen ist die Predigtstuhlbahn ein anerkanntes Denkmal. „Fragt sich nur wofür!“ kommentierte ein Bekannter diesen Ritterschlag für die Seilbahn.

Seilbahn Wanderungen Bayerische Alpen: Das neue Buch von Stefan Herbke mit einem hohen Mehrwert für Familien. Foto (c) Bergverlag Rother

Seilbahn Wanderungen Bayerische Alpen: Das neue Buch von Stefan Herbke mit einem hohen Mehrwert für Familien.
Foto (c) Bergverlag Rother

Seilbahn = Trubel?

An manchen Bergstationen geht es zu wie auf dem Stachus in München. Ein Hauch von Frittierfett liegt in der Luft. Menschen drängen sich und aus den Lautsprechern dröhnt Ballermannmusik. Bergeinsamkeit sieht anders aus. Doch genau dazu will Stefan Herbke in seinem Buch die Wanderer motivieren, die Seilbahn zu nutzen um die ruhigen und idyllischen Plätze in den Bergen zu erwandern. Eine Seilbahn ist oft der Ausgangspunkt für eine Rundtour, die sich auch mit der Familie bewältigen lässt. Oft gibt es in der Nähe einer Seilbahn auch einen Kinderspielplatz. Doch die Seilbahn nur als Aufstiegshilfe zu betrachten ist ein Fehler. Viele Alpininsten steigen vom Tal auf. Sie schonen beim Abstieg Ihre Knie sowie die Kräfte und fahren mit den Seilbahn ins Tal. Auch lässt sich in den meisten Bergbahnen ein Kinderwagen problemlos transportieren. Viele Eltern die sonst auf die Berge verzichten mussten, gewinnen dadurch wieder ein Stück Lebensqualität. Für jeden ist in diesem Buch etwas dabei. Von kinderleichten Touren bis hin zu schweren Wanderungen mit 2.240 Höhenmetern. Mit vielen Karten, Fotos und Infos ist das Buch Seilbahn Wanderungen Bayerische Alpen gelungen. Stefan Herbke gibt auch Hinweise für Familien beispielsweise die Wendelsteinhöhle oder weist auf Spielplätze hin. Erschienen ist das Buch im Bergverlag Rother.

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