Wandertouren mit Kindern: Zehn Gebote!

Wandertouren mit Kindern können die Hölle sein, oder auch ein himmlisches Outdoor Abenteuer. Es hängt weniger von den Knilchen ab, sondern mehr von uns Erwachsenen wie die gemeinsamen Wandertouren enden: Vorzeitig oder gut gelaunt. Wir stellen Euch zehn Gebote für gelungene Wandertouren mit Kindern vor.

Wandertouren können so enden: „Das ist das letzte Mal gewesen, dass wir mit Dir /Euch auf einen Berg gestiegen sind!“ Oder so „Als Kind da bin ich gerne mit meinen Eltern gewandert und habe mich nicht so aufgeführt!“ Oder auch so “ Mama, Papa wo wandern wir das nächste mal?“ Damit alle in der Familie glücklich bei den Wandertouren sind, kommen hier zehn Gebote:

1. Wandertouren Gebot: Du sollst Regen-Regionen meiden!

Island, Schottland, Irland sind wunderbare Reiseländer für Outdoorer. Doch das Wetter ist dort unberechenbar und wenn es einmal regnet, dann kräftig! Auf einer Notenskala von eins bis sechs, wie gerne glaubt Ihr wandern Kinder im strömenden Regen? Genau! Wenn Eure Kinder keine Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen haben, meidet regnerische Regionen für die gemeinsamen Wandertouren.

2. Wandertouren Gebot: Rüste alle für die Wandertouren gut aus!

Wie sagte schon Maria Frykamn Forsberg, Mitbegründerin der Outdoormarke Isbjörn of Sweden im Kinderoutdoor.de Interview:  „Viele Kinder hassen es im Freien zu sein, und ich bin überzeugt, es kommt daher, weil sie  gezwungen sind, nicht so gute Ausrüstung anzuhaben. Sie frieren und schwitzen in ihrer Kleidung. Nass und  kalt ist für niemanden inspirierend.“ Während die Eltern in den sehr guter Outdoorkleidung, mit passenden Schuhen und komfortablen Rucksäcken unterwegs sind, müssen Kinder die minderwertige Ausrüstung vom Discounter anziehen.

Rüstet die Kinder optimal aus, wenn Ihr zu Wandertouren aufbrecht.  Foto (c) Kinderoutdoor.de

Rüstet die Kinder optimal aus, wenn Ihr zu Wandertouren aufbrecht.
Foto (c) Kinderoutdoor.de

3. Wandertouren Gebot: Weniger ist mehr!

Einer geht noch, einer geht nochmal! Denken sich manche Eltern bei den Wandertouren und wollen so viele Gipfel wie möglich sammeln. Doch wollen das auch die Kinder? Der Extrembergsteiger und zweifache Vater Simone Moro sagte dazu im Kinderoutdoor.de Interview: „Von meinen 46 Expeditionen weltweit, bin ich bei ungefähr 35% ohne Gipfel zurückgekommen. Für mich ist es kein Weltuntergang.“ Weniger Gipfel und Höhenmeter, dafür mehr Spaß! Falscher Ehrgeiz ist bei Wandertouren alles andere als optimal, besonders die Kinder verzichten gerne auf einen Gipfel.

4.Wandertouren  Gebot: Du sollst mehr spielen!

Warum ist für vielen Kinder das Wandern so ätzend langweilig? Weil sie zu wenig Gelegenheit zum Spielen haben. Schnitzt mit den Kleinen eigene Wanderstöcke oder macht mit ihnen einfache Spiele wie „Ich sehe was, was Du nicht siehst!“ Auch hierzu gibt uns Simone Moro im großen Kinderoutdoor.de Interview einen guten Rat: „Unterwegs lassen sich aus der Situation heraus Spiele erfinden, die der ganzen Familie Spaß machen.“

5. Wandertouren Gebot: Trinkt!

Bei Wandertouren müssen Kinder mehr trinken als zuhause. Schließlich schwitzen sie mehr wegen der körperlichen Anstrengung und sind auch der Höhensonne ausgesetzt.

Nur ein Rindvieh trinkt beim Wandern zu wenig! Foto (c) Kinderoutdoor.de

Nur ein Rindvieh trinkt beim Wandern zu wenig!
Foto (c) Kinderoutdoor.de

6. Wandertouren Gebot: Lass Dir Zeit!

Wer auf Wandertouren unterwegs ist, muss keine Rangliste fürchten. Warum  also im Schweinsgalopp durch die Berge hetzen. Die Kinder kommen bei einem zu hohem Tempo nur schwer nach und verlieren frustriert die Lust am Wandern.

7. Wandertouren Gebot: Legt Pausen ein!

Pausen tun allen in der Familie gut. Lieber mehr Pausen einlegen als zu wenig. Dabei können sich die Kinder regenerieren und Ihr könnt mit ihnen spielen.

Pausen einlegen, dann gelingen die Wandertouren mit Kindern.  Foto (c) Kinderoutdoor.de

Pausen einlegen, dann gelingen die Wandertouren mit Kindern.
Foto (c) Kinderoutdoor.de

8. Wandertouren Gebot: Du sollst nicht schimpfen!

Immer wieder erlebe ich es bei meinen Bergtouren, dass Eltern ihre Kinder anbrüllen, dass selbst dem Murmeltier die Ohren vor Schreck abfallen. Muss das sein? Motiviert man damit ein Kind zum fröhlichen Weiterwandern? Wie sagte in unserem Interview der Extrembergsteiger Simone Moro: „Deshalb gilt für Wanderungen mit Kindern: Kein Druck! Wenn ein Kind mit einem zu schweren Rucksack, verschwitzt und müden Beinen den Berg hochstiefeln muss, ist es kein Spiel mehr. Spätestens dann müssen die Eltern erkennen, dass es Zeit zum Umkehren ist. Der Gipfel läuft niemanden davon.“

9. Wandertouren Gebot: Du sollst gut schmieren!

Kinderhaut ist empfindlicher als die, von Erwachsenen. Die Höhensonne setzt den Kleinen sehr zu. Ein Sonnenbrand ist für die Kinder richtig schmerzhaft. Deshalb rät Daniel Rintelmann der Gründer von mawaii Sonnencreme im Kinderoutdoor.de Interview:“Grundsätzlich sollte man unbedingt schon im Vorfeld darauf achten, seine Kinder optimal zu schützen, da Sonnenbrand im Kindesalter als wichtigster Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs gilt. Falls doch mal ein Sonnenbrand auftritt, sollte man diesen mit einem After Sun Produkt behandeln oder feuchtkalte Umschläge auflegen. In schweren Fällen sollte ein Arzt hinzugezogen werden.“

10. Wandertouren Gebot: Ihr sollt miteinander planen!

Kinder sind nicht dümmer als Erwachsene. Wenn Ihr Wandertouren plant, bezieht die Kinder mit ein. Erklärt Ihnen wie lange die Tour dauert, wo sie hin führt und was es alles unterwegs zu entdecken gibt.

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