Lagerfeuer mit Kindern? Aber sicher!

Lagerfeuer ziehen Outdoor Kinder magisch an. Die Kleinen lieben es am Lagerfeuer zu sitzen ein Stockbrot am eigenen Stock über die Glut zu halten und sich zu wärmen. Viele Eltern finden ein Lagerfeuer wenig toll: Zu gefährlich! Wir zeigen Euch heute wie Ihr ein Lagerfeuer ohne Waldbrand hinbekommt!

Lagerfeuer das ist Outdoor Romantik pur, für Eltern und Kinder. Doch leider haben manche Eltern schon bedenken den Grill mit Holzkohle anzuzünden. Wie gut, dass es die mit Gas gibt! Ein Lagerfeuer in der freien Natur? Undenkbar! Das hat für viele Erwachsene etwas mit Brandstiftung zu tun. Von einer guten Freundin von mir hätte der Sohn beinahe in Italien einen ganzen Schilfgürtel abgefackelt! Heimlich hatte sich der Knilch im Urlaub davon gestohlen und wollte sein eigenes Lagerfeuer haben. Plötzlich schlugen die Flammen höher, als er sich gedacht hatte und panisch lief er zu den Eltern. Die bemerkten schnell in was für einer brenzligen Situation sie sich befanden. Zum Glück drehte der Wind, sonst hätte der kleine Mann einen Schilfgürtel angezündet und ein Sendeplatz in den Hauptnachrichtigen von Rai Uno wäre ihm sicher gewesen. So ging alles glimpflich ab. Mit nur einem Zündholz brachte er sein Lagerfeuer zum Brennen.

Ein mustergültiges Lagerfeuer. Outdoor Romantik pur! foto (c) Kinderoutdoor.de

Ein mustergültiges Lagerfeuer. Outdoor Romantik pur!
foto (c) Kinderoutdoor.de

Was hilft gegen heimliches zündeln: Ein Lagerfeuer!

Gegen wildes zündeln der Kinder hilft am besten, wenn Ihr mit den Kleinen ein Lagerfeuer macht. Ja, Ihr habt richtig gelesen. So lernen die Kinder viel über die Gefahren des Feuers. Wichtig ist, dass nicht überall ein Lagerfeuer entzünden könnt und dürft. Deshalb erst mal nachfragen, ob es erlaubt ist. Auf trockenen Torf- oder Moorboden entfacht Ihr bitte kein Lagerfeuer. Denn die Glut kann unter der Erde weiterglühen. So etwas habe ich in Schweden erlebt, als Touristen dort ein Lagerfeuer machten und am nächsten Tag alles um ihnen qualmte.

Sicherheit geht beim Lagerfeuer vor!

Das habe ich schon bei den Pfadfindern gelernt. Keine Sorge, mir ging mit einem Lagerfeuer auch einmal etwas (fast) so richtig in die Hose! Um das nasse Feuerholz zu trocknen hatte ich einen Rost über das Lagerfeuer im Zelt gebastelt. Aus Ästen! Als ich von der Nachtwanderung zurückkam, schlugen die Flammen oben auf der Jurte heraus! Mein Rost ist zusammengebrochen und das nun trockene Holz begann zu brennen. Im dem Zelt hatten wir es die Nacht über gut warm! Hier ein paar wichtige Regeln zum Lagerfeuer

  • Haltet mindestens 50 Meter Abstand zum Wald, Bäumen oder Sträuchern. Vom Funkenflug geht eine große Gefahr aus!
  • Prüft die Windrichtung, damit die Funken nicht ins trockene Gehölz fliegen
  • Sand, Kies, Schotter oder Steinboden sind als Untergrund für ein Lagerfeuer am sichersten
  • Säubert die Umgebung vom Lagerfeuer und sammelt alles brennbare Material ein.
  • Sicher die Stelle vom Lagerfeuer mit einem Steinring

Kommen wir zum Holz. Denn die Wahl davon ist entscheidend ob Ihr dauernd vor einem qualmenden Lagerfeuer sitzt. Ebenfalls ist es ärgerlich, wenn Ihr lange das verrußte Kochgeschirr reinigen „dürft“.

  • Hartholz (Eiche, Buche, Esche) gibt lange eine gute Glut
  • Nadelholz (Fichte, Tanne, Kiefer) entwickelt eine hohe Temperatur, rußt aber kräftig!
  • Buchenholz ist perfekt zum Kochen
  • Bei Pappeln, Weiden oder Kastanien wartet Ihr vergeblich auf eine Glut
  • Birke hingegen brennt auch, wenn das Holz nass ist.

Viel Spaß beim Lagerfeuer und genießt die Outdoor Romantik!

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